Delmenhorst  Sturmtief Bernd: Eine Bilanz für Delmenhorst, den Landkreis Oldenburg, Stuhr und Bremen

Melanie Machedanz
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Von Melanie Machedanz
| 07.01.2025 15:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Foto: Nonstopmedia
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Am Montag ist der erste Sturm des Jahres mit überraschender Wucht über Delmenhorst, Bremen und den Landkreis Oldenburg gefegt. Die Feuerwehren musste zu vielen Einsätzen ausrücken und der Bahnverkehr war eingestellt. Ein Überblick über die Geschehnisse.

Mit Sturmtief Bernd zog am Montag der erste Sturm des Jahres über Norddeutschland. Auch in Delmenhorst und umzu gab es teils heftige Böen. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, der Bahnverkehr wurde eingestellt.

Delmenhorst kam am Abend vergleichsweise glimpflich davon. Wie Stadtsprecher Timo Frers dieser Redaktion mitteilte, wurde die Berufsfeuerwehr aufgrund des Windes in Delmenhorst lediglich dreimal alarmiert. Die Einsätze drehten sich um die Beseitigung von Bäumen und Ästen beziehungsweise darum, Gegenstände gegen einen Absturz zu sichern und den betroffenen Bereich zu sperren. Die Freiwilligen Feuerwehren mussten nicht tätig werden.

Im Landkreis Oldenburg mussten die Feuerwehren deutlich häufiger ausrücken. Bis 19.30 Uhr wurden 34 Einsatzstellen abgearbeitet, teilte die Kreisfeuerwehr Oldenburg noch am Abend mit. Die Einsatzschwerpunkte zogen sich von der Samtgemeinde Harpstedt über Dötlingen nach Wildeshausen. Ab 19.30 Uhr entspannte sich die Lage allmählich, so die Kreisfeuerwehr. Unterm Strich rückten die Einsatzkräfte bis Dienstagmorgen zu 50 Einsätzen aus.

In Groß Ippener wurde ein Rollerfahrer am Abend schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war der 34-Jährige auf der Annenstraße unterwegs. Dabei wurde er um 18.20 Uhr von einer Sturmböe erfasst, kam zu Fall und erlitt schwere Verletzungen. Vor Ort wurde der 34-Jährige von einem Notarzt versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Im Landkreis Wesermarsch wurde ein Autofahrer sogar lebensgefährlich verletzt. Laut Polizei befuhr der 60-Jährige gegen 17.15 Uhr die B212, als kurz vor Elsfleth ein Baum auf die Motorhaube stürzte. Der Mann stieg daraufhin aus dem Auto. Ein weiterer Baum stürzte um und erfasste ihn am Kopf. Die im Auto sitzenden drei Erwachsenen und ein Kind blieben unverletzt.

In Stuhr rückten die Kräfte zu diversen Einsätzen aus. So stürzte unter anderem in Brinkum ein Baum auf Höhe der Autobahnbrücke auf die B6. Zudem wurde die Feuerwehr Brinkum an die Neuenstraße gerufen. Stichwort: „Balkonteile drohen abzustürzen“. Diese konnten entfernt werden. Der letzte Einsatz erfolgte gegen 22 Uhr an der Straße Moorhusen. Dort war ein massiver Baum samt Wurzeln umgestürzt. Er wurde zerteilt und mit einem Trecker abtransportiert.

Insgesamt 36 sturmbedingte Einsätze bewältigte die Feuerwehr Bremen. Dabei handelte es sich um umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste sowie beschädigte Bauteile und Fahrzeuge. Bei einem auf ein Haus gestürzten Baum war der Feuerwehrkran gefordert. In einem anderen Fall mussten absturzgefährdete Bauteile eines Abrissgebäudes abgetragen werden, wobei das THW die Feuerwehr unterstützte.

Wegen der markanten Wetterlage stellte die Nordwestbahn ihren Betrieb im Laufe des Abends im Weser-Ems-Netz ein. Sprecher Benjamin Havermann sagte gegenüber unserer Redaktion, dass beispielsweise die RB58 ab 17 Uhr nicht mehr fuhr. Die Linien RS3 / RS30 wurden um 19 Uhr eingestellt. Die Einstellung des Bahnverkehrs bestand bis Betriebsschluss und diente der Sicherheit. So sollen Personal und Fahrgäste, aber auch die Fahrzeuge geschützt werden, so Havermann. „Durch die Vorsichtsmaßnahme ist zum Glück nichts passiert“, sagt er. Am Dienstagmorgen rollten die Bahnen wieder.

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