Listenplätze Bundestagswahl Auf dieser Position stehen die Unterems-Kandidaten
Bei der Bundestagswahl wird nur ein Kandidat direkt gewählt – mit der Erststimme. Aber auch über die Liste können Politiker in den Bundestag einziehen. Von hier aus starten die Leeraner Kandidaten.
Leer - In sechs Wochen wird ein neuer Bundestag gewählt. Mit dem Jahreswechsel startete somit auch die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs. Auch die Parteien haben ihre Kandidaten nun aufgestellt und ihre Listen aufgestellt. Denn da der Bundestag mindestens doppelt so viele Sitze wie Wahlkreise hat, kommen neben den Erststimmengewinnern auch weitere Bewerber zum Zug. Diese können über die Landesliste einer Partei in den Bundestag einziehen – aber nur, wenn sie dort zuvor von ihren eigenen Leuten aufgestellt wurden. Dabei gilt: Je höher, desto besser. Als Vorsichtsmaßnahme, falls Polit-Promis ihren Wahlkreis nicht gewinnen sollten, sichern viele Parteien sie über einen aussichtsreichen Listenplatz in einem Bundesland ab.
Holt eine Partei in einem Bundesland über ihre Zweitstimme mehr Parlamentssitze als sie mit der Erststimme Wahlkreise gewinnt, rücken die Listenkandidaten in den Bundestag – der oder die oberste zuerst, dann der oder die zweite und so weiter. Gewinnt der Kandidat oder die Kandidatin ihren Wahlkreis direkt, geht der Platz auf der Liste an den nächsten. Je höher der Anteil der Zweitstimmen, desto mehr Politiker ziehen von der Liste ein.
Auf diesen Plätzen stehen die Direktkandidaten der bereits im Bundestag vertretenen Parteien im Wahlkreis Unterems, der aus dem Landkreis Leer und das nördliche Emsland besteht.
CDU
Die Heselerin Gitta Connemann steht in Niedersachsens auf Platz 2 der CDU-Liste. Allerdings hat die 60-jährige Bundestagsabgeordnete den Wahlkreis in den vergangenen mehr als 20 Jahren immer direkt gewonnen.
SPD
Die SPD hat am Wochenende ihre Kandidaten-Liste aufgestellt. Die Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk aus Hollen landete dabei auf dem vierten Platz.
Grüne
Bereits Mitte Dezember haben die Grünen der Landesdelegiertenkonferenz in Hannover ihre Kandidatenliste aufgestellt. Der Bundestagsabgeordnete Julian Pahlke aus Leer wurde dabei auf Listenplatz zehn gewählt.
FDP
Ferhat Asi aus Aschendorf startet für die Liberalen von Platz 8 aus ins Rennen. Die Landesvertreterversammlung der FDP Niedersachsen wählte ihn Ende Dezember in Celle auf diese Position.
Die Linke
Franziska Junker hatte sich als Landesvorsitzende um Platz drei der Linken-Liste beworben, gewählt wurde beim Parteitag auf Platz 3 aber Maren Kaminski auf Hannover. Am Sonntag gab die Neukamperfehnerin ihren Austritt aus der Partei bekannt. Auch ihre Direktkandidatur zog sie zurück.
An ihrer Stelle soll der 26-jährige Koch Michel Rolandi aus Moormerland als Direktkandidat nominiert werden. Die Versammlung ist für Donnerstag, 16. Januar 2025, geplant. Auf der Landesliste ist er allerdings nicht zu finden.
AfD
Die AfD-Kandidatin aus Nordhorn, Martina Uhr, wurde beim Parteitag in Brettorf (Landkreis Oldenburg) auf Platz 13 der AfD-Landesliste gewählt.
Freie Wähler
Der Papenburger Andreas Wilshusen war einer der Hauptorganisatoren der emsländischen Bauernproteste. Der Kandidat der Freien Wähler wurde auf Platz sechs der Landesliste gewählt. Dort findet sich auch der Ostrhauderfehner Marvin Lemke an Position 19 wieder.