Kritik an Weihnachtsbeleuchtung  „Weihnachtsatmosphäre in Weener ist gleich null“

Tatjana Gettkowski
|
Von Tatjana Gettkowski
| 27.12.2024 16:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Über den Gassen der Altstadt von Weener hängen in der Adventszeit zahlreiche Girlanden mit leuchtenden Sternen. Foto: Gettkowski
Über den Gassen der Altstadt von Weener hängen in der Adventszeit zahlreiche Girlanden mit leuchtenden Sternen. Foto: Gettkowski
Artikel teilen:

In den Gassen der Altstadt von Weener hängen Girlanden mit Sternen. Auch viele Straßen der Ortsteile sind weihnachtlich beleuchtet. Stine und Daniel Meyer üben dennoch Kritik an der Beleuchtung.

Weener - Stine und Daniel Meyer aus Weener ärgern sich über die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt. „Die Weihnachtsatmosphäre ist gleich null“, finden die beiden, „diese Stadt sieht in ihren lichtlosen Ecken aus wie ein Ort der Trostlosigkeit.“ Mehrfach hätten sie Bürgermeister Heiko Abbas auf die Missstände angesprochen. Selbst bis Weihnachten habe sich nichts getan.

„Ist es zu viel verlangt, in der festlichen Jahreszeit ein bisschen Glanz und Licht zu erwarten?“, fragt sich Daniel Meyer. Er empfindet die Straßen als trist und dunkel. Dass die Stadt sich nicht darum kümmere, defekte Weihnachtsbeleuchtung an den Laternen wieder zum Leuchten zu bringen, findet der Weeneraner „unerhört“. „Der Weihnachtsstern, der für Hoffnung und Licht stehen soll, wird nun zum Sinnbild für die Misswirtschaft und die Verantwortungslosigkeit derer, die sich um unser Stadtbild kümmern sollten“, so Meyer. „Es wird Zeit, dass hier endlich jemand die notwendigen Schritte unternimmt, damit unser Weihnachtsstern wieder strahlt – bevor wir selbst das Licht in unseren Herzen verlieren.“

Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik

Weeners Bürgermeister Heiko Abbas hält die Kritik für völlig überzogen. Die Weihnachtsbeleuchtung in Weener und in den Ortsteilen ist in seinen Augen keineswegs trostlos. In der Innenstadt von Weener hängen leuchtende Sterne und grüne Girlanden über den Straßen, an zahlreichen Laternen sind ebenfalls Sterne angebracht.

Auf einem Ponton im Alten Hafen wird in jedem Jahr ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt, der der Altstadt eine weihnachtliche Atmosphäre verleiht. Foto: Archiv/Wolters
Auf einem Ponton im Alten Hafen wird in jedem Jahr ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt, der der Altstadt eine weihnachtliche Atmosphäre verleiht. Foto: Archiv/Wolters

„Das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung geschieht in unserer Stadt in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen“, so Abbas. „Die Beleuchtung in Weener wird durch die Werbegemeinschaft Weener aufgehängt, im Ortsteil Holthusen durch den Ortsverein der SPD, in Stapelmoor durch den Dorfverein und in Möhlenwarf durch die Werbegemeinschaft Möhlenwarf.“ Die Stadt Weener unterstütze diese Ehrenamtlichen durch festgelegte Zuschüsse zum Erhalt der Beleuchtung.

Ärger ist nicht nachvollziehbar

„Vor diesem Hintergrund ist die Weihnachtsbeleuchtung im Stadtgebiet wirklich etwas, was sich sehen lassen kann“, findet Heiko Abbas. Seiner Meinung nach seien viele Bereiche wie die Mühle in Stapelmoor, der Knotenpunkt in Möhlenwarf oder insbesondere der Alte Hafen in Weener „wunderschön beleuchtet“. Auf einem Ponton im Alten Hafen wird in jedem Jahr ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt, der der Altstadt eine weihnachtliche Atmosphäre verleiht. Wenn die Beleuchtung an der Katzenburger Straße nach Auffassung der Kritiker nicht ausreichend sein sollte, könne er den Ärger hierüber zwar nachvollziehen, gerechtfertigt sei er aber nicht.

Die beleuchteten Schiffe und Buden am Hafen von Weener sorgen beim Adventsmarkt für weihnachtliche Atmosphäre. Foto: Wolters/Archiv
Die beleuchteten Schiffe und Buden am Hafen von Weener sorgen beim Adventsmarkt für weihnachtliche Atmosphäre. Foto: Wolters/Archiv

„Die Möglichkeiten, weitere Beleuchtung zu finanzieren und zu installieren, sind aber weder bei den Ehrenamtlichen und den Vereinen noch bei der Stadt Weener vorhanden“, stellt der Bürgermeister klar. „Es kann natürlich auch vorkommen, dass einzelne Beleuchtungen nicht funktionieren“, räumt Abbas ein. „In der Regel sorgen die Vereine dann dafür, dass die Fehler schnell behoben werden, da sich die Weihnachtsbeleuchtung nicht im Eigentum der Stadt befindet.“ Hin und wieder könne es natürlich sein, dass dies nicht sofort geschehe. „Ich halte es in diesem Zusammenhang für völlig unangemessen, von Verantwortungslosigkeit und Misswirtschaft zu sprechen“, stellt Abbas klar. „Ich bin froh, dass die Ehrenamtlichen in Kooperation mit der Stadt diese tolle Weihnachtsbeleuchtung installieren. Allein deswegen muss ich die harsche Kritik zurückweisen.“

Ähnliche Artikel