Combi-Erweiterung  Geplanter Neubau in Weener lässt auf sich warten

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 23.12.2024 11:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dieser Gebäudetrakt sollte eigentlich schon längst abgerissen worden sein. Wann das passiert, ist offen. Foto: Gettkowski
Dieser Gebäudetrakt sollte eigentlich schon längst abgerissen worden sein. Wann das passiert, ist offen. Foto: Gettkowski
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Die Modernisierung und Erweiterung von Combi in Weener sollte eigentlich in diesem Jahr in die dritte Runde gehen. Getan hat sich noch nichts. Hat Bünting die Pläne auf Eis gelegt? Wir fragten nach.

Weener - Buchhandlung und Schuhgeschäft, Drogeriemarkt und Frisör – das Einkaufszentrum rund um den Combi-Markt hat sich in Weener zu einem Kundenmagneten gemausert. Eigentlich sollte die Erweiterung und Modernisierung längst mit einem dritten Bauabschnitt komplettiert werden. Getan hat sich bislang aber immer noch nichts.

Der der Bahnhofstraße zugewandte Altbau steht immer noch und macht einen verwahrlosten Eindruck. Auf dem vorderen Teil des Parkplatzes werden derzeit Weihnachtsbäume verkauft. In dem Gebäude waren früher Wohnungen und medizinische Praxen untergebracht. Eine Apotheke und die OLB hatten ihre Geschäftsräume im Erdgeschoss. Sie stehen schon seit Jahren leer. Der Frisör Trendhair und der Imbiss Alom‘s sind bereits vor fast zwei Jahren ausgezogen, so dass dem geplanten Abriss des 1979 errichteten Gebäudes eigentlich nichts mehr entgegen stehen würde.

Der Combi-Markt in Weener wurde in den zurückliegenden Jahren modernisiert und erweitert. Foto: Gettkowski
Der Combi-Markt in Weener wurde in den zurückliegenden Jahren modernisiert und erweitert. Foto: Gettkowski

Es gibt keinen Zeitplan

„Wann geht’s endlich los?“, fragen sich viele Weeneraner. Doch Bünting hält sich bedeckt, was den Stand der Planungen angeht. „Derzeit gibt es keinen Zeitplan für die Realisierung des dritten Bauabschnitts“, teilte Bünting-Sprecherin Dr. Christiane A. Kolass auf Anfrage dieser Zeitung mit. Eine Nachfrage zu den Gründen für die Verzögerung oder die konkrete Frage, ob sich das Unternehmen möglicherweise sogar komplett von der Planung verabschiedet habe, wollte Kolass nicht beantworten.

Nachdem auf dem Gelände ein Neubau der Buchhandlung Klibo und des Drogeriemarkts Rossmann entstanden ist, wurde 2022 neben dem Eingangsbereich ein neuer Anbau errichtet. Dorthin umgezogen sind der Friseur Trend Hair und der Blumenladen. Dadurch konnte die Bäckerei Ganseforth ihr Café um 80 Quadratmeter vergrößern und außerdem Sitzplätze im Außenbereich schaffen.

Das Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße ist in Weener das zweite neben dem an der Kleinen Feldstraße. Foto: Gettkowski
Das Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße ist in Weener das zweite neben dem an der Kleinen Feldstraße. Foto: Gettkowski

Planung verzögerte sich schon 2023

Im Jahr 2022 war Bünting noch von einem Baustart für den dritten Bauabschnitt Anfang 2023 ausgegangen. Doch die Planung verzögerte sich. Damals war man davon ausgegangen, dass die Bauanträge im dritten oder vierten Quartal eingereicht werden könnten, so dass mit einem Baubeginn im zweiten Quartal 2024 gerechnet wurde. Die Frage, ob der Bauantrag inzwischen gestellt wurde und eine Genehmigung vorliegt, ließ das Unternehmen ebenfalls unbeantwortet.

In den geplanten Neubau – so sah zumindest die bisherige Planung aus – sollen NKD, Ernsting‘s Family und Alom‘s Pizzeria einziehen. Die Mietverträge, hieß es zumindest im Sommer vergangenen Jahres noch, seien bereits unterzeichnet.

Kein Einzelfall in Weener

Der dritte Bauabschnitt zur Modernisierung und Erweiterung des Combi-Marktes in Weener ist nicht das einzige Projekt in der Innenstadt, für das es große Pläne gab. Weitere sind das Wohn- und Geschäftshaus auf den Grundstücken an der Risiusstraße/Ecke Westerstraße, Bauvorhaben für mehrere Mehrfamilienhäuser in der Westerstraße und eine Sanierung der ehemaligen Kneipe „Klöntje“. Alle wurde bislang nicht realisiert. Die Gebäude, die größtenteils abgerissen werden sollten, stehen immer noch und bieten keinen schönen Anblick.

„In der Tat ist der Umstand, dass es bei vielen privaten Bauvorhaben in der Innenstadt nicht vorangeht, wenig vorteilhaft für die Stadt“, sagte Weeners Bürgermeister Heiko Abbas auf Nachfrage. Der Stadt Weener selbst stünden keine Regulierungsinstrumente zur Verfügung, um die Projekte zu beeinflussen. „Dort, wo wir um Hilfestellung gebeten werden, stehen wir selbstverständlich zur Verfügung. Ansonsten ist die Abwicklung der Vorhaben Sache der Eigentümer.“

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