Bei Filmfest in Toronto  Leeraner Filmemacherin ausgezeichnet

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 23.12.2024 14:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ilka Sparringa (links) drehte unter anderem im Klinikum Leer. Archivfoto: Ortgies
Ilka Sparringa (links) drehte unter anderem im Klinikum Leer. Archivfoto: Ortgies
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Die Leeranerin Ilka Sparringa hat erneut einen Preis für ihren Debütfilm „Ohne Wahrheit“ bekommen. Bald wird er auch in Leer gezeigt.

Leer - Das Projekt der Leeraner Filmemacherin Ilka Sparringa ist weiterhin auf Erfolgskurs. Ihr Film „Ohne Wahrheit“ hat weitere Preise einheimsen können, teilt die Regisseurin und Produzentin mit. Und diese sogar international: So erhielt ihr Streifen die beiden Auszeichnungen „Best First Time Filmmaker“ und „Best Female Director“ beim Toronto Independent Film Festival. Bereits zu Jahresbeginn hatte sie beim 56. World-Fest-Houston International Film Festival in der Kategorie „Features: Crime and Drama“ den Gold Remi Award gewonnen.

Nachdem der Film beim Filmfest Emden-Norderney auch schon in Ostfriesland gezeigt wurde, freut sich die Filmemacherin besonders darauf, dass ihr Projekt nun endlich „nach Hause“ kommt. Sie kündigt an: „Am 8. März 2025 feiern wir unsere Premiere in Leer.“ Weitere Details werde sie noch verkünden. Ende Januar wird der Film zunächst beim renommierten Snowdance Independent Film Festival in Essen gezeigt, teilt Sparringa mit. „Wir sind voller Vorfreude und hoffen, euch bei einer der Veranstaltungen im kommenden Jahr begrüßen zu dürfen“, so Sparringa.

Darum geht es

In dem Film geht es um den Anwalt Nickolas Schott, der in einen brisanten Fall verwickelt wird. Als er sich in die Geschehnisse stärker einmischt, stirbt seine Frau. Der 30-Jährige fragt sich, ob die Tat mit seinem letzten Fall zusammenhängt. Er begibt sich auf eine Reise, um herauszufinden, wer dahintersteckt. Die Spur führt in die Obdachlosenwelt und zu illegalen Medikamententests. Doch dann wird ihm der Mord an einem Journalisten angeheftet.

Gedreht wurde der Film unter anderem in der Leeraner Altstadt und im Klinikum Leer, damals noch unter dem Titel „Overdose“. Der Arbeitstitel ist jetzt Geschichte. „Ich habe mich mit einem amerikanischen Agenten ausgetauscht und der meinte, für den englischsprachigen Raum wäre der Titel nicht so günstig“, erzählte Sparringa dieser Zeitung zu Jahresbeginn. So heißt der Film nun auf Englisch „Gridlocked“, was so viel wie „Festgefahren“ bedeutet. Im deutschsprachigen Raum sei für das Drama aber der Titel „Ohne Wahrheit“ geeigneter gewesen, sagt die Regisseurin. In zwei Phasen im Abstand von jeweils einem Jahr fanden die Dreharbeiten in Leer statt. Dann musste eine Massenszene noch einmal um ein Jahr verschoben werden, weil die Corona-Maßnahmen eine Aufnahme nicht zuließen.

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