Hamburg SMS vom Paketdienst: Wie Betrüger Ihnen vor Weihnachten damit das Geld aus der Tasche ziehen wollen
Der vermehrte Paketversand vor Weihnachten lockt auch zahlreiche Betrüger. Sie versenden gefälschte SMS über angebliche Paketzustellungen, um an Geld oder Daten zu gelangen. Betroffen sind alle Zustelldienste. Worauf Verbraucher nun achten sollten.
Kurz vor Weihnachten werden wieder viele Pakete versendet. Das nutzen Betrüger, um gefälschte SMS über angebliche Paketzustellungen zu versenden. Viele Smartphone-Besitzer bekommen derzeit beinahe täglich solche SMS. Dabei wird in der Nachricht ein Link mitgeschickt. Das Ziel der Betrüger ist unterschiedlich:
Diese Betrugsform ist auch als „Smishing“ bekannt.
Folgende betrügerische Nachrichten wurden unter anderem an phishing@verbraucherzentrale.nrw gemeldet:
Eine beliebte SMS von Betrügern enthält auch die Forderung, Zollgebühren zu zahlen. Bei der SMS-Betrugsmasche haben es die Betrüger meist auf Ihr Geld abgesehen. Ein Link führt auf eine Internetseite, auf der dann Details der Kreditkarte inklusive Prüfnummer und persönlichen Daten gefordert werden.
So könnte eine derartige gefälschte SMS aussehen:
Nach und nach werden dann kleine Beträge von dem angegebenen Konto abgebucht, da niedrige Summen keine Authentifizierung benötigen.
Der Zoll macht auf seiner Website darauf aufmerksam, dass er Zahlungen niemals telefonisch, per E-Mail oder SMS, sondern nur per Brief einfordert. Außerdem werde nie gefordert, die Zahlung über einen Prepaid-Zahlungsdienstleister zu begleichen.
Daneben gibt es Betrugs-SMS, die suggerieren, dass die Zustellung eines erwarteten Pakets aufgrund einer „fehlenden Straßennummer“ ausgesetzt wurde. Sie fordern den Empfänger auf, seine Daten über einen mitgesendeten Link zu aktualisieren. Darüber berichtet die Seite Mimikama.
Am wichtigsten ist es, niemals auf den Link in der SMS zu klicken!
Wer wirklich auf ein Paket wartet, sollte die Sendungsverfolgung des jeweiligen Paketdienstleisters selbst aufrufen und die Sendungsnummer eintragen, um den aktuellen Stand der Bestellung zu sehen.
Wenn Sie erkannt haben, dass es sich um einen Betrug handelt, sollten Sie kein Spiel daraus machen und den Betrügern nicht antworten. So zeigen Sie nur, dass die Handynummer aktiv genutzt wird. Löschen Sie die SMS einfach.
Wenn Sie bereits auf die Fälschung hereingefallen sind, empfiehlt das Landeskriminalamt Niedersachsen, das Handy in den Flugmodus zu schalten. Falls die Betrüger nämlich Schadsoftware aufgespielt haben, können sie so keine weiteren Daten mehr versenden. Außerdem sollten Sie Bildschirmfotos machen, um Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Die schädliche App sollte dann am besten im gesicherten Modus deinstalliert werden. Wenn die Deinstallation nicht möglich ist, muss das Handy zurückgesetzt werden.
Außerdem sollten Sie prüfen, ob bereits Kosten verursacht wurden. Falls ja, kontaktieren Sie Ihren Mobilfunkanbieter und zeigen Sie ihm, dass die kostenpflichtigen SMS durch die Schadsoftware verursacht wurden. Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt Tipps, wie man sich gegen die Gebühren der automatisch verschickten SMS wehren kann.