Nikolaus-Kind  Baby ist da – Imke Wübbenhorst hat jetzt einen „Young Boy“

| | 09.12.2024 13:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zwei Tage war Bendt auf der Welt, da trug er schon mal das Trikot von YB Bern. Foto: Privat
Zwei Tage war Bendt auf der Welt, da trug er schon mal das Trikot von YB Bern. Foto: Privat
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Die Auricherin Imke Wübbenhorst ist in der Schweiz Trainerin der Erstligafrauen von Young Boys Bern. Am Freitag kam ihr Sohn zur Welt. Die Mama wird nicht allzu lange als Trainerin pausieren.

Bern/Aurich - Seit zwei Jahren trainiert die Auricher Fußball-Lehrerin Imke Wübbenhorst in der Schweiz mit großem Erfolg die Berner Super-League-Frauen. Seit wenigen Tagen hat die Trainerin der Damen von Young Boys Bern auch ihren „Young Boy“ Bendt. Und das Baby der Ostfriesin ist tatsächlich ein kleiner Nikolaus. Imke Wübbenhorst brachte am Freitag, 6. Dezember 2024, um 7.52 Uhr den kleinen Bendt zur Welt. Diese frohe Kunde teilte sie ihren Freunden und den Anhängern ihres Schweizer Erstligaklubs per Facebook und Instagram mit. Am heutigen Dienstag darf man der glücklichen Mutter nun gleich doppelt gratulieren. Denn sie selber feiert ihren 36. Geburtstag. Doch zu Hause in Bern bei ihrem Lebensgefährten dreht sich natürlich alles um den kleinen Bendt. „Er ist kerngesund“, freut sich die Mama. Als Bendt am Freitag das Licht der Welt erblickte, wog er 3152 Gramm und war 51 Zentimeter groß. Die Mutter erfreut sich jede Minute an dem kleinen Knirps. „Er wird gestillt und hat schon zugenommen“, sagt Imke Wübbenhorst. Sie hat das Krankenhaus schon wieder verlassen und wirkt überglücklich. „Ich habe keinen Baby-Blues“, sagt sie. „Alles ist perfekt.“

Die sportliche Ostfriesin hielt sich vor der Geburt quasi bis zur letzten Minute körperlich fit. „Am Donnerstag habe ich noch Sport gemacht“, erzählt sie von ihrem Gymnastikprogramm. Einen Tag nachdem dann ihr kleiner Mann gesund und munter zur Welt gekommen war, dachte Wübbenhorst schon wieder an ihre großen Schützlinge.

Am 23. November stand Imke Wübbenhorst zuletzt als Trainerin von YB Bern an der Seitenlinie. Foto: Imago
Am 23. November stand Imke Wübbenhorst zuletzt als Trainerin von YB Bern an der Seitenlinie. Foto: Imago

Denn am Samstag bestritten die YB-Frauen das letzte Erstligaspiel vor der Winterpause. Die Trainerin zog sich im Bett ein Gelb-Schwarzes Trikot an, streifte auch ihrem kleinen Sohn ein YB-Shirt über und fieberte vor dem Livestream mit ihren „Mädchen“. Die Mannschaft von YB bereitete der Cheftrainerin dann ein wunderschönes Geschenk und schaffte mit einem 3:0-Erfolg über den FC Rapperswil-Jona einen perfekten Jahresabschluss.

Bis vor zwei Wochen war Wübbenhorst selber noch als Trainerin im Einsatz. Zuletzt stand sie am 23. November im Spitzenspiel gegen Servette FC Chênois (0:4-Niederlage) an der Seitenlinie. Danach begann dann ihre 14-wöchige Mutterschaftszeit. In diesen Monaten wird die Auricherin von ihrem Co-Trainer vertreten und kehrt danach auf den Posten als Cheftrainerin zurück.

Im Frühjahr zurück im Amt

Nun aber genießt sie die Zeit mit ihrem Baby. Am kommenden Wochenende kommt Bendts Oma aus Ostfriesland zu Besuch, um die Familie zu unterstützen. „Weihnachten ist dann meine komplette Auricher Familie bei uns in Bern“, erzählt die junge Frau aus Aurich-Wiesens. „Dann feiern wir hier in unserem Haus ganz klassisch Weihnachten – mit einem schönen, großen Baum.“

Wenn mit Kind und Mutter alles weiter so wunderbar glatt läuft wie bisher, wird die Ostfriesin im Frühjahr als Mama auf der Trainerbank einer Erstligamannschaft wieder einmal zur Pionierin im Fußballgeschäft. Schon im Dezember 2018 sorgte Wübbenhorst bundesweit für Aufsehen, als sie den Trainerposten beim damaligen Oberligisten BV Cloppenburg übernahm. Die Gymnasiallehrerin war die erste Frau in Deutschland, die als Chefin eines Männer-Fünftligisten im Einsatz war.

Danach trainierte sie den Regionalligisten Sportfreunde Lotte und war anschließend Assistentin beim Drittligisten Viktoria Köln, ehe sie 2022 das Amt bei YB Bern übernahm. Ihren Wiedereinstieg nach der Mutterschaftspause hat sie mit ihrem Schweizer Partner bereits geplant. Die Rückkehr auf die Trainerbank ist irgendwann im März geplant. Und ganz gewiss wird dann auch Baby Bendt im Stadion nicht fern der Mama sein.

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