Verkehrsberuhigung Schwellen sollen Raser in Wohnsiedlung in Weener ausbremsen
Die Bewohner der Straßen rund um den Meedenweg hatten sich 2023 für eine Verkehrsberuhigung in der Siedlung ausgesprochen. Aus gutem Grund. Nun wurde eine Lösung gefunden, die Schule machen könnte.
Weener - Die Grundstücke bieten viel Platz zum Spielen und in den Straßen sind nur zehn Stundenkilometer erlaubt. Die Siedlung rund um den Meedenweg in Weener ist vor allem bei jungen Familien beliebt. Doch die sind in Sorge um ihre Kinder. Geschwindigkeitsmessungen bestätigten ihre Aussagen: Viele Verkehrsteilnehmer sind in der verkehrsberuhigten Zone deutlich schneller unterwegs als erlaubt. Damit soll nun Schluss sein. Die Stadt Weener hat dort sogenannte Berliner Kissen aufgebracht. Man hofft, Raser damit auszubremsen.
Die Straßen in der Siedlung sind verkehrsberuhigte Zone. Darauf weisen die blauen Schilder hin. Weil darauf auch spielende Kinder abgebildet sind, werden die Straßen umgangssprachlich auch als Spielstraßen bezeichnet. Das Spielen auf der Straße berge dort nach Schilderung vieler Eltern aber Gefahren. Erstmals hatten die Anwohner im vergangenen Jahr in einer Sitzung des Bauausschusses der Stadt Weener auf das Problem aufmerksam gemacht. Bewohner aus dem Meedenweg und aus dem Hirtenweg hatten Unterschriften gesammelt und forderten die Verwaltung auf, etwas gegen zu schnell fahrende Autos in den beiden Straßen zu tun. Es folgten umfangreiche Gespräche. Bei einem Vor-Ort-Termin verschafften sich Politik und Verwaltung selbst einen Überblick von der Situation. Schließlich wurde entschieden, dass Fahrbahnschwellen zur Verkehrsberuhigung an zunächst zwei Stellen aufgebracht werden sollten.
Weitere Schwellen können folgen
Diese sind jetzt durch den Bauhof der Stadt Weener installiert worden. Autofahrer müssen nun bei der Einfahrt in den Meedenweg von der Dollartstraße oder dem Nedderweg noch einmal zusätzlich auf die Bremse treten, wenn sie vor den sogenannten „Berliner Kissen“ stehen. Die Stadtverwaltung erhofft sich von der Maßnahme, dass der Autoverkehr dadurch spürbar abgebremst wird. „Sollte die Installation von zwei Schwellen nicht ausreichen, können noch weitere Schwellen aufgebracht werden“, teilte die Stadt Weener jetzt in einer Pressemitteilung mit. Wenn diese Form der Verkehrsberuhigung sich in der Siedlung bewähren sollte, wäre es denkbar, die Schwellen auch in anderen Siedlungen mit ähnlichen Problemen zu installieren.