Nach Verkauf Was wird aus dem Sponsoring und dem Namen von Orgadata?
Orgadata wird 2025 Teil der Forterro-Gruppe. Verschwindet der Name dann ganz von der Bildfläche und was wird aus dem Sponsoring des Leeraner Softwareunternehmens? Wir haben nachgefragt.
Leer - Die Nachricht kam in der vergangenen Woche überraschend. Das Leeraner Softwareunternehmen wird verkauft und wird künftig eine Sparte des europaweit agierenden Softwareanbieters Forterro sein. Diese werde dann Forterro Windows & Doors heißen. Der Sitz bleibt auf der Leeraner Nesse. Aber bedeutet der Verkauf auch, dass der Name Orgadata von der Bildfläche verschwindet? Und was ist mit dem gesellschaftlichen Engagement des Leeraner Unternehmens durch Sponsoring sowie die Mitgliedschaft in Organisationen wie dem Software-Netzwerk Leer? Wir haben nachgefragt.
Bleibt der Name Orgadata erhalten?
Die Frage könne man noch nicht eindeutig beantworten, teilt der Vorstandsvorsitzende von Orgadata, Bernd Hillbrands, auf Nachfrage mit. „Wir werden das Thema in den nächsten Tagen und Wochen genauer diskutieren.“ Es sei eine wichtige Frage, bei deren Beantwortung man sich in einem Spannungsfeld bewege: „Zum einen fördert ein gemeinsamer Name für alle die Identifikation und damit die Integration unter einem Dach. Auf der anderen Seite hat der Name Orgadata einen gewissen Bekanntheitsgrad“, erläutert Hillbrands. Sowohl in Ostfriesland als auch innerhalb der Fensterbaubranche – national und international – verbinde man mit Orgadata ein ganz bestimmtes Image.
Wie geht es mit dem regionalen Sponsoring von Veranstaltungen, Vereinen und Gruppen weiter?
Orgadata ist sehr aktiv, wenn es um das Sponsoring beziehungsweise die Förderung von Veranstaltungen sowie von gemeinnützigen Vereinen und Gruppen geht – seien es Festivals wie das Pixxen in Neukamperfehn oder das Free For All in Stapelmoor, aber auch der Ossiloop oder die Ostfriesische Turnshow. Auch die Leeraner Aktionsgruppe der Welthungerhilfe oder der Zonta-Club Leer-Ostfriesland werden regelmäßig unterstützt.
„Wir erwarten dieses Jahr noch eine Unterstützung“, sagt Bernd Oldenburg von der Welthungerhilfe in Leer. Für kommende Jahr gebe es allerdings noch keine Zu- oder Absagen. Näheres wisse man daher noch nicht. Das sagt auch Ute Watermeyer vom Zonta-Club. „Erst nach der Übernahme wird sich herauskristallisieren, ob noch weiterhin Sponsoring betrieben wird.“ Orgadata habe aber signalisiert, dass sie es weitermachen wollen. „Darüber würden wir uns total freuen und hoffen es natürlich“, sagt Watermeyer. Unternehmen, die Sponsoring betreiben, seien für gemeinnützige Vereine und Gruppen sehr wichtig. „Es gibt wenige, die so unkompliziert sind wie Orgadata“, betont Watermeyer. Zudem sei das Unternehmen ein sehr großer Sponsor in der Region.
Vorstandsvorsitzender Bernd Hillbrands betont, dass man auch beim Thema Förderung von gesellschaftlichen Engagement noch ganz am Anfang der Diskussionen stehe. Man habe die neue Situation erst in der Vorwoche sozusagen besiegelt. „Wir sind davon überzeugt, dass es für Unternehmen wichtig ist, gesellschaftliches Leben in vielen Bereichen zu unterstützen“, betont Hillbrands. „Immer wieder bekommen wir überaus positive Rückmeldungen zu unserem eigenen Engagement.“
Die Zusammenarbeit mit den Personen und Organisationen bereite große Freude. „Es ist schön, zu sehen, wie viele Menschen sich für die Allgemeinheit einsetzen“, so der Vorstandsvorsitzende. „Nach heutigen Überlegungen gehen wir davon aus, dass wir uns weiterhin für die Region stark machen werden.“ Dabei könne es sein, dass man gegebenenfalls gewisse Schwerpunkte anders setzen werde.
Wie geht es mit dem Engagement von Bernd Hillbrands in Vereinen wie dem Software-Netzwerk weiter?
An seiner persönlichen Rolle werde sich eigenen Angaben zufolge nach außen nicht viel ändern. Er habe auch große Lust sein Engagement fortzusetzen. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Software-Netzwerk und der IT-Achse empfindet Hillbrands als bereichernd. „Ich schätze es sehr, wenn kooperiert statt konkurriert wird“, macht er deutlich. „Unter diesem Credo wurde in den verschiedenen Organisationen viel erreicht und bewegt.“ Zu nennen sei die digitale Woche des Landkreises Leer, die er stets mit viel Herzblut begleitet habe. Das gelte auch für die Gründerszene in Leer. Mit dem Coworking-Space, dem „Nesse-Office“, habe Orgadata gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Leer „einen guten Nährboden für die Entwicklung von Start-Ups in die Wege geleitet“, betont Hillbrands.