Internationale Freundschaften Saterländer Schüler waren in Środa Śląska
Inmitten globaler Spannungen knüpfen Schüler aus Deutschland, Polen und der Ukraine neue Freundschaften. Mit dabei waren 19 junge Menschen aus dem Saterland.
Saterland - Während sich die Konflikte auf der Welt aktuell häufen und eher zuspitzen als abflachen, knüpften jetzt 19 junge Menschen der Haupt- und Realschule Saterland Freundschaften über Sprach- und Ländergrenzen hinweg. Sie fuhren nach Polen und nahmen am jährlichen Schüleraustausch mit ihrer polnischen Partnerstadt Środa Śląska teil. Neu war, dass auch 20 Schülerinnen und Schüler aus der ukrainischen Partnerstadt von Środa Śląska, Kamjanka-Buska, mit ihrer Schulleiterin und einer Lehrerin dabei waren.
Schüleraustausch
Neben gemeinsamen Aktivitäten, Kunstworkshops und Ausflügen zum gegenseitigen Kennenlernen gehörte auch ein Besuch in Środa Śląska zum Programm. Hier hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, am Unterricht in Sport, Hauswirtschaft oder Kunst in den beiden beteiligten Schulen teilzunehmen. Außerdem besuchten sie das Regionalmuseum und lernte viel über die wechselvolle Geschichte der Stadt. Eigens für die jungen Gäste unterbrachen die führenden Politiker Środa Śląskas eine wichtige Sitzung, damit die Bürgermeisterin Elżbieta Czarnota und weitere Verantwortliche der Stadt die Gäste begrüßen konnten.
Freundschaften über Grenzen
Bereits seit 28 Jahren gibt es Schülerbegegnungen zwischen der Stadt in Niederschlesien und dem deutschen Saterland. Seit zwei Jahren nehmen zusätzlich Schüler aus der Ukraine an dem Austausch teil. Gefördert werden die Begegnungen vom deutsch-polnischen Jugendwerk (DPJW) und vom deutschen Außenministerium.
Deutsch-polnische Aussöhnung
Somit trafen sich jetzt insgesamt 60 Jugendliche mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im polnischen Krzyzowa (Kreisau). Die Begegnungsstätte bildet mit ihrer einzigartigen Geschichte den perfekten Rahmen für den trilateralen Workshop. Hier haben sich während des Zweiten Weltkrieges die Widerständler des Kreisauer Kreises getroffen und an einer europäisch-demokratischen Neuordnung gearbeitet. Am 12. November 1989 fand hier zudem die Versöhnungsmesse mit dem damaligen Premierminister Tadeusz Mazowiecki und ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl statt, die als Symbol der deutsch-polnischen Aussöhnung verewigt wurde.