Hamburg Tipps zur Zubereitung: So wird Kaffee zum gesünderen Genuss
Morgens erstmal einen Cappuccino, dann noch einen und zwischendurch einen Espresso. Für viele Menschen ist der tägliche Kaffeegenuss wichtig. Hier gibt es einige Tricks, wie das Heißgetränk gesünder zubereitet werden kann.
Der aromatische Geruch von Kaffeebohnen und dann ein leckerer, herber Geschmack auf der Zunge. Gefolgt von dem aufweckenden Gefühl durch das Koffein. Diese Vorstellung entlockt so manchem Kaffeeliebhaber ein genüssliches „Mmmmmmh“. Dass das Heißgetränk auch unangenehme Nebenwirkungen haben kann, ist bekannt. Aber wie kann Kaffee so zubereitet werden, dass er besser für die Gesundheit ist?
Tatsächlich macht die Kaffee-Zubereitung den Unterschied. Ein Forscherteam der Harvard University hat in einer Studie unterschiedliche Zubereitungsarten getestet. Das Ergebnis: Filterkaffee ist am gesündesten. Aber warum?
In Kaffee sind die Naturstoffe Diterpene enthalten. Diese Kaffeeöle sind in kleinen Mengen harmlos, zu viel davon kann jedoch gefährlich werden. Sie können den Cholesterinspiegel erhöhen, dadurch Blutgefäße schädigen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, warnt Ärztin Birgit Warnecke im Interview mit dem „Bayrischen Rundfunk“ (BR).
In einem Papierfilter, der für Filterkaffee benutzt wird, bleiben die Diterpene großteils hängen und gelangen dadurch nicht in den Körper. Bei der French Press oder Türkischem Kaffee gibt es keinen Papierfilter und die Diterpene bleiben im Getränk.
Einen weiteren Unterschied gibt es auch bei der ungefilterten Kaffeezubereitung. Hierbei ist folgendes Stichwort wichtig: die Extraktionszeit. Espresso und Kaffee aus der Kapselmaschine sind gesünder, weil die Extraktionszeit geringer ist, erläutert Kardiologe Dr. Stefan Brunner in der „Apotheken Umschau“. Das ist die Zeit, in der das heiße Wasser durch das Kaffeepulver läuft oder es sich im heißen Wasser befindet. So können sich die ungesunden Stoffe nur kurz in der Flüssigkeit absetzen.
Auch bei Kaffeebohnen gibt es einen Unterschied, die Gesundheit betreffend. Dabei geht es nicht um die verschiedenen Aromen, sondern um den Koffeingehalt. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt höchstens 400 mg Koffein am Tag. Das entspricht rund vier Tassen Filterkaffee.
Bei zu hohen Dosen können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, so zum Beispiel Nervosität, Herzrasen oder Schlaflosigkeit, warnt das BZfE. Wer sich über den Koffeingehalt seiner Bohnen informiert, kann folglich sichergehen, nicht zu viel Koffein zu konsumieren.
Langfristiger und übermäßiger Konsum von Kaffee kann schädlich sein, bestätigt das BZfE. Entkoffeinierter Kaffee ist dabei zwar gesünder, aber auch nicht völlig unbedenklich. Der enthält zwar kein Koffein mehr, aber dafür wie jeder Kaffee andere ungesunde Stoffe wie Antioxidantien und Polyphenole.
Milch und Zucker in dem Heißgetränk erhöhen die Kalorienanzahl zusätzlich und machen Kaffee folglich ungesünder. Am besten trinken Kaffeegenießer also ihr Lieblingsgetränk schwarz und nicht zu viele Tassen am Tag. Wer bereits Herz-Kreislauf-Probleme oder sonstige gesundheitliche Risiken hat, sollte allgemein vorsichtiger sein.