Berli Woran Sie einen Schlaganfall erkennen und was Sie tun müssen
Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Treten Symptome auf, muss schnell gehandelt werden. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Schlaganfall rechtzeitig erkennen und was zu tun ist.
Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns. Bestimmte Bereiche des Gehirns werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und bekommen zu wenig Sauerstoff. Dies hat zur Folge, dass Betroffene mit vielfältigen und beeinträchtigenden Beschwerden zu kämpfen haben.
Mit jeder Minute, die während eines Schlaganfalls vergeht, sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Daher sollte beim ersten Auftreten von Symptomen so schnell wie möglich der Notarzt verständigt werden. Je früher die betroffene Person ärztliche Hilfe bekommt, desto eher kann das Risiko für spätere Komplikationen gesenkt werden.
Bei Schlaganfällen sollte laut Deutschem Roten Kreuz folgendermaßen vorgegangen werden:
Die Folgen eines Schlaganfalls können ganz unterschiedlich sein. Zu den ausschlaggebenden Faktoren gehört, ob der Schlaganfall schnell erkannt wurde und wie viel Gewebe im Gehirn geschädigt wurde. In häufigen Fällen bleiben Beeinträchtigungen wie Schwierigkeiten beim Sprechen oder Lähmungserscheinungen zurück. Diese können nach geraumer Zeit wieder verschwinden. Fakt ist aber auch: Nach einem Jahr leidet die Hälfte der Betroffenen immer noch unter Einschränkungen. Daher folgt auf die Therapie im Krankenhaus meist eine Reha.
Ein Schlaganfall kann noch weitere Erkrankungen nach sich ziehen, beispielsweise eine Depression. Oft ist es für die Patienten frustrierend, Dinge neu zu erlernen, die eigentlich zum normalen Alltag gehören. Auch steigt die Sorge vor weiteren Schlaganfällen, die nicht unbegründet ist. Darüber hinaus wächst bei Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, das Risiko für einen Herzinfarkt.
Jeder Mensch kann an einem Schlaganfall erkranken. Einer der entscheidenden Faktoren ist das Alter. Über 80 Prozent der Betroffenen sind über 60 Jahre alt. Aber auch jüngere Menschen können einen Schlaganfall bekommen. Laut „arzteblatt.de“ treten zirka 15 Prozent der Schlaganfälle in Deutschland bei unter 55-Jährigen auf. Sogar Neugeborene und Kinder können einen Schlaganfall erleiden.
Außerdem können eine genetische Veranlagung, Diabetes und Bluthochdruck die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall erhöhen, lassen sich jedoch kaum beeinflussen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, das Risiko für einen Schlaganfall zumindest zu minimieren. Ein hoher Cholesterinwert, Tabak- und Alkoholkonsum sowie mangelnde Bewegung und Übergewicht begünstigen die Voraussetzung für eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Umso ratsamer ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft.