Germania ging unter  Historisches Neun-Tore-Derby vor 400 Fans in Firrel

| | 25.10.2024 22:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dieses herrliche Freistoßtor für Germania durch Eugeniu Gliga (Nummer 31) zum 0:1 war der Auftakt eines Fußballspektakels, dass mit einem Firreler Schützenfest endete. Fotos: Doden
Dieses herrliche Freistoßtor für Germania durch Eugeniu Gliga (Nummer 31) zum 0:1 war der Auftakt eines Fußballspektakels, dass mit einem Firreler Schützenfest endete. Fotos: Doden
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Der VfLGermania Leer begann stark und ging in Führung. Dann kippte aber die Partie durch drei Tore innerhalb von sieben Minuten.

Firrel - Fußball-Landesligist VfL Germania Leer machte vor dem Derby am Freitagabend bei Grün-Weiß Firrel „hinten alles dicht“. Irgendein Germane hatte beim Aufwärmen die Kabine verschlossen und den Schlüssel unauffindbar verstaut. Erst nach längerer Suche und Mikro-Durchsage von GW-Klubchef Johannes Poppen tauchte der „Türöffner“ wieder auf, so dass die Gäste ihr Trikot überstreifen konnten und die Partie mit fast zehn Minuten Verspätung angepfiffen wurde. In den 90 Minuten war bei den Gästen dann gar nichts mehr versiegelt. So erfreuten sich 400 Zuschauer am torreichsten Derby dieser beiden Teams in der Fußballhistorie und einem Firreler 7:2-Erfolg.

Torben Lange (Zweiter von links) ließ sich zweimal feiern.
Torben Lange (Zweiter von links) ließ sich zweimal feiern.

Gäste-Trainer Erhan Colak war am Ende bedient. „Wir haben hinten viel zu viele Fehler gemacht. Das war nicht landesligareif.“ Sein Firreler Pendant Bernd Grotlüschen zeigte sich gnädiger im Urteil über die Gäste. „25 Minuten lang war es ein Spiel auf Augenhöhe“, lobte er erst den VfL und dann das eigene Team. „Wir waren richtig gierig auf Tore. Das hat mir gefallen.“

Freistoßtor zum 0:1

Zu Beginn überzeugte der Gast. Das Schlusslicht agierte motiviert und mutig. Eugeniu Gliga belohnte den Start mit einem herrlichen Freistoß, den er aus 17 Metern ins Netz zirkelte. Nur eine Minute später bugsierte Roman Antonenko den Ball erneut ins Firreler Netz, aber die Linienrichter erkannte eine Abseitsposition und hob die Fahne.

Nach 20 Minuten kamen die Grün-Weißen ins Rollen. Bernd Grotlüschen hatte auf volle Offensive gesetzt und neben den torgefährlichen Manuel Suda und Tristan Darsow auch die lange verletzten Stürmer-Routiniers Julian Bennert und Torben Lange von Beginn an aufgeboten. Diese beiden drehten die Partie innerhalb von sieben Minuten. Der 33-jährige Bennert lenkte den Ball nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung per Stirn zum 1:1 ins Netz.

Doppelschlag von Lange

Dann folgte eine zweiminütige Lange-Gala. Erst vollendete der 37-Jährige eine weite Flanke per Kopf wunderschön ins obere Toreck. Wenig spätert veredelte er die nächste Flanke per Direktschuss zum 3:1. Damit hatte der Favorit gegen das Schlusslicht die Verhältnisse wieder zurechtgerückt.

Unmittelbar nach der Pause sorgte der GW-Torjäger der vergangenen Wochen für die endgültige Entscheidung. Nach einem Leeraner Abwehrpatzer zog Tristan Darsow auf und davon. Der VfL-Jugendtorhüter Florian Demhartner wehrte den ersten Ball noch ab, gegen Darsows Nachschuss war der 17-Jährige aber machtlos. Für den Firreler Neuzugang aus Jeddeloh war es bereits der fünfte Treffer in den vergangenen vier Partien.

Statistik

Firrel: Hellmers, Goguadze (58. Schönfelder), Schouwer, Bennert, Suda Janßen (71. Steinheuser), Gereke (64. Lücht), Marmouk, Lange (58. Röbke), Darsow R. Grotlüschen (64. Busemann).

Leer: Demhartner, Yobuet, Shevchenko (63. Gertze), Kruth, Antonenko, Kaßmann, Nazari, Butau, Fomychov, Chesnokov, Gliga (75. Walocha).

Tore: 0:1 Gliga (11.), 1:1 Bennert (26.), 2:1 Lange (31.), 3:1 Lange (33.), 4:1 Darsow (46.), 5:1 Suda (57.), 6:1 R. Grotlüschen (59.), 7:1 Schouwer (87.), 7:2 Antonenko (89.).

Damit war die Leeraner Moral endgültig gebrochen. Firrel hingegen zeigte Gefallen am Schützenfest. Manuel Suda erhöhte nach Steilpass von Darsow auf 5:1, ehe Reinhard Grotlüschen schon nach 59 Minuten das halbe Dutzend vollmachte. Danach wechselten die Gastgeber fleißig und schalteten zwei Gänge zurück. Kurz vor Schluss erhöhte dann Tim Schouwer per Kopfball auf 7:1, ehe Roman Antonenko den zweiten Gäste-Treffer erzielte. So endete ein spektakuläres Derby mit dem höchsten Saisonsieg für die Grün-Weißen und der heftigsten Schlappe für Germania.

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