Osnabrück  Laubschlucker statt Laubsauger: 9 Pflanzen, die Laub im Herbst gut aufnehmen

Julia Kuhlmann
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Von Julia Kuhlmann
| 23.10.2024 05:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Herrlich rot leuchtet das herabfallende Laub des Japanischen Ahorns auf der elastischen Decke aus Kleinem Immergrün (Vinca minor) – dann wird es verschluckt. Moderne Sorten wie ‚Anna‘ und ‚Elisa‘ machen aus der Wildstaude eine dichtwachsende und blütenreiche Gartenpflanze. Foto: GMH/Bettina Banse
Herrlich rot leuchtet das herabfallende Laub des Japanischen Ahorns auf der elastischen Decke aus Kleinem Immergrün (Vinca minor) – dann wird es verschluckt. Moderne Sorten wie ‚Anna‘ und ‚Elisa‘ machen aus der Wildstaude eine dichtwachsende und blütenreiche Gartenpflanze. Foto: GMH/Bettina Banse
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Wohin mit dem Laub im Herbst? Es gibt Pflanzen, die Laub verschlucken – oder zumindest damit zurechtkommen. Diese Stauden und Gräser kann man gut unter Bäume und Sträucher pflanzen.

Aus Laub, das im Herbst liegen bleibt, bildet sich wertvoller Dünger. Es ist auch gut für Tiere im Garten, die im Winter Schutz suchen.

Natürlich gibt es auch Stellen im Garten, an denen Laub nicht liegen bleiben kann, weil es womöglich als dicke, nasse Schicht auf Stauden und dem Rasen Schäden verursacht. Manche Bäume haben auch sehr große Blätter, die auch nicht gut geeignet sind, um in Beeten belassen zu werden.

An vielen Stellen im Garten kann die passende Bepflanzung aber dafür sorgen, dass herabfallendes Laub aufgenommen und der langsamen Zersetzung am Boden zugeführt wird. Der Bund der Deutschen Staudengärtner hat einige Empfehlungen für Bodendecker, denen Laub nichts ausmacht oder die es quasi verschwinden lassen. Hier sind die Tipps der Profigärtner:

Schwarzer Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus Niger) ist ein ausgesprochen dekoratives Gras, das sich mit seinen dunklen Halmen am Fuß von Gehölzen gut macht.

Elfenblumen (Epimedium) sind absolut unkomplizierte Bodendecker für halbschattige oder schattige Bereiche. Die Staude kann Laub regelrecht verschlucken unter ihren Blättern. Elfenblumen können, müssen aber nicht zurückgeschnitten werden. Die Pflanze hat den Titel pflegeleicht wirklich verdient.

Storchschnabel (Geranium) ist bekanntermaßen ein anspruchsloser Bodendecker, dessen lockeres Blattwerk herabfallende Blätter gut aufnehmen kann. Die Staude, bedeckt Flächen sehr schnell. 

Japan-Seggen (Carex foliosissima Icedance) sind grasartige Bodendecker, die mit weiß geränderten Halmen Licht in den Halbschatten bringen. Etwas Licht braucht die Pflanze selbst aber auch.

Mit Farnen lassen sich unter Bäumen gut Akzente setzen. Es gibt aber auch Arten, die sich als Bodendecker einsetzen lassen.

Wie von Zauberhand lässt das gute alte Dickmännchen, ein bewährter Bodendecker, mittelgroße Blätter verschwinden.

Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) haben nicht nur zauberhafte Blüten, sondern auch dekoratives herzförmiges Laub. Bis sie den Boden unter Gehölzen gut bedecken, ist ein bisschen Geduld gefragt.

Im Halbschatten fühlt sich das Pfeifengras (Molinia) wohl. Das heimische Ziergras lässt Laub an seinen Halmen abgleiten. Wenn es zu viel wird, kann es später dort entfernt werden. Wegen seiner Herbstfärbung hat das Pfeifengras dekorative Wirkung. Es eignet sich auch, um höhere Akzente unter Gehölzen zu setzen.

Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist ein robuster Bodendecker, der sowohl im Halbschatten als auch im Schatten zurechtkommt. Die Pflanze bildet dichte Matten, die ab April blühen, oft bis in den September. Die Ursprungsart blüht blau, es gibt aber auch weiß blühendes Immergrün. Herabfallendes Laub stört den Bodendecker nicht. Nur wenn Herbstlaub eine dichte Schicht bildet, ist auch das Kleine Immergrün für eine Entfernung dankbar.

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