Ihrhove-Hammer  Trainer Priet tritt nach 3:4-Debakel gegen Strudden zurück

Marco Reemts
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Von Marco Reemts
| 19.10.2024 14:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Trainer Thomas Priet hat den Spaß verloren und hört in Ihrhove auf. Fotos: Lohmann
Trainer Thomas Priet hat den Spaß verloren und hört in Ihrhove auf. Fotos: Lohmann
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Der Aufstiegstrainer hat genug: Nach der 3:4-Schlappe gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TuS Strudden legte Trainer Thomas Priet von Concordia Ihrhove sein Amt nieder.

Ihrhove - Thomas Priet ist nicht mehr Trainer des SV Concordia Ihrhove. Der Coach des Fußball-Bezirksligaaufsteigers erklärte am Samstagvormittag seinen Rücktritt. Am Abend zuvor unterlag Ihrhove gegen das bis dato sieglose Tabellenschlusslicht TuS Strudden nach einer 3:1-Führung noch mit 3:4.

„Natürlich kann man Spiele verlieren, es ist aber immer auch eine Frage wie. Als Trainer habe ich nun die Verantwortung übernommen und meinen Posten zur Verfügung gestellt. Die letzten Monate waren sehr schwierig, und es hat mir auch keinen Spaß mehr gemacht. Ich hoffe, dass der neue Trainer der Mannschaft neue Impulse geben kann. Ich hatte hier drei tolle Jahre und wünsche dem Verein und den Spielern, mit denen ich zwei Mal aufgestiegen bin, alles Gute“, so Thomas Priet.

Verständnis von Obmann Brünink

Concordia-Obmann Marcel Brünink kann seinen Ex-Trainer verstehen. „Aufgrund der Tabellensituation sind wir alle nicht zufrieden, daher kann ich den Rücktritt auch nachvollziehen. Thomas Priet hat hier herausragende Arbeit geleistet und ist mit uns zwei Mal aufgestiegen. Er hat die Jungs super entwickelt. Ehemalige B-Klassen-Spieler spielen jetzt Bezirksliga, und wir haben vollstes Vertrauen in die Mannschaft, dass sie die Klasse hält. Wir bedanken uns bei Thomas und sind nun selbst gefragt, eine Lösung zu finden“, so Brünink.

Thomas Priet übernahm den SV Concordia Ihrhove vor drei Jahren und führte die Mannschaft in der Ostfrieslandklasse A ungeschlagen zur Meisterschaft. Vergangene Saison gelang der Durchmarsch in die Bezirksliga. Dort wartet die Concordia nun seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Spieldaten

Ihrhove: Bunger, Heidelberg, R. Akkermann (76. Diekmann), Rehnen, Schmitz (83. Graalmann), M. Akkermann, Kalabin (67. Graß), O. Janssen, Battermann (67. H. Janssen), Haak, Landel.

Tore: 0:1 Schmidt (6.), 1:1, 2:1 M. Akkermann (12., 40.), 3:1 Haak (53.), 3:2 Eilts (64.), 3:3 Schwarz (76.), 3:4 Harms (89.).

Von Strudden in der Anfangsphase überrannt

Am Freitagabend wurde Ihrhove in der Anfangsphase vom TuS Strudden überrannt. Nach Ballverlust im Mittelfeld wurde Johannes Schmidt frei gespielt. Der Struddener ging an Torwart Enno Bunger vorbei und schob zum 0:1 ein. Danach fingen sich die Hausherren und kamen zum Ausgleich. Nach Vorarbeit von Peter Landel scheiterte Finn Battermann aus fünf Metern noch an Schlussmann Rene Breu.

Den Abpraller versenkte Marek Akkermann dann zum 1:1. Marek Akkermann gelang dann auch der Führungstreffer. Ein Freistoß aus halblinker Position aus 30 Metern rutschte Breu über die Hände. Ihrhove kam gut aus der Kabine und baute seinen Vorsprung aus. Nach einem Konter über Battermann flankte Marek Akkermann auf den zweiten Pfosten. Dort musste Jannes Haak nur noch den Fuß hinhalten, und es stand 3:1.

Im Spiel zwischen Ihrhove und Strudden ging es hin und her.
Im Spiel zwischen Ihrhove und Strudden ging es hin und her.

Spiel der Concordia war vogelwild

Danach zogen sich die Hausherren zurück und leisteten sich viel unnötige Ballverluste, woraus auch das 3:2 von Florian Eilts resultierte. Priet versuchte, mit Einwechselungen neue Impulse zu geben, doch das Spiel der Concordia blieb vogelwild. Nach einem Freistoß der Gäste konnte Hendrik Schwarz aus fünf Metern unbedrängt zum 3:3 einnicken.

Ihrhove war die Verunsicherung anzumerken, dennoch gab es noch die Riesenchance zum 4:3. Nach Flanke von Haak konnte Landel den Ball am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unterbringen. Im Gegenzug setzte sich Rasmus Harms auf der Außenbahn durch und überwand Bunger mit einem Schuss von der Toraußenlinie zum 3:4. Til Rehnen sah danach wegen wiederholtem Foulspiel noch die gelb-rote Karte.

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