Hamburg Senioren werden abgehängt: 11 Dinge, die ohne Smartphone nicht mehr möglich sind
Immer mehr Alltagsdinge werden digitalisiert. Wer kein Smartphone und kein Internet hat, kann sie nicht mehr so einfach erledigen oder wird gleich komplett ausgeschlossen. Bei diesen elf Dingen ist das bereits der Fall.
Fast die Hälfte der Personen in Deutschland, die 70 Jahre und älter sind, nutzen laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse aus dem Jahr 2023 das Internet nicht. Das führt zu Problemen in nahezu allen Lebensbereichen. Das zeigt auch eine Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.
Laut Bitkom nutzen oder besitzen in der Altersgruppe ab 65 Jahre nur 48 Prozent ein Smartphone. Das heißt, jeder zweite ist ausgeschlossen von den vielen Dingen, die man ohne Smartphone nur noch schwierig oder gar nicht mehr bewerkstelligen kann.
Vor allem wer uneingeschränkt mobil sein möchte, ist heutzutage auf ein Smartphone angewiesen. Aber auch in anderen Bereichen kommt man ohne das Gerät nicht weiter.
War der Automat defekt oder die Zeit zu knapp, konnte man im Fernverkehr der Deutschen Bahn früher darauf ausweichen, die Fahrkarten beim Schaffner im Zug nachzulösen. Dieser Service wurde jedoch 2022 eingestellt. Der Ticketerwerb im Zug ist nun Menschen mit einem Smartphone und Internetzugang vorbehalten.
Ab dem 1. Mai 2025 will die Fluggesellschaft Ryanair keine Check-in-Schalter mehr an Flughäfen betreiben. Der Prozess soll stattdessen über die Ryanair-App laufen – und für diese ist ein Smartphone zwingend notwendig. Auch zu Hause ausgedruckte Bordkarten würden nicht mehr akzeptiert werden, so Firmenchef Michael O‘Leary. Bereits jetzt verlangt die Billig-Airline eine Zusatzgebühr in Höhe von 55 Euro von all jenen, die noch am Flughafen einchecken möchten.
Es gibt mehr als 11.500 Packstationen in Deutschland. Ältere Modelle rüstet DHL auf sogenannte App-gesteuerte Packstationen um: Bei den rund 1100 betroffenen Geräten werden Display und Eingabefeld ausgebaut. Die Abholung und der Versand von Paketen sind dann nur noch mit dem Smartphone und einer Bluetooth-Verbindung möglich.
Auch für ältere Menschen könnte ein E-Scooter eine bequeme Möglichkeit sein, von A nach B zu kommen. Wer allerdings kein Smartphone hat, dem steht diese Möglichkeit nicht offen. Ein Smartphone samt der App des Verleihers sind unabdingbar, um dieses Angebot zu nutzen.
Dasselbe gilt für Carsharing- und Bikesharing-Angebote. Um die Fahrzeuge zu finden, auszuleihen und zu bezahlen, ist ein Smartphone mit der entsprechenden App unabdingbar.
Wer im Alarmfall vom Katastrophenschutz gewarnt werden will, braucht ein möglichst aktuelles Smartphone, keinesfalls darf es älter als fünf Jahre sein.
Immer mehr Restaurants stellen auf digitale Speisekarten um. Sie legen den Gästen einen QR-Code vor oder dieser ist am Tisch angebracht. Wer sehen will, was es zu essen und trinken gibt, der benötigt ein Smartphone, um den Code zu scannen. Zwar haben die Restaurants meist auch noch gedruckte Karten, aber danach muss man erst aufwändig fragen. Und ob diese noch die aktuellen Preise anzeigen, ist fraglich.
Wer Überweisungen online tätigt, muss diese kurz vor Abschluss verifizieren. Viele Banken nutzen dafür Authentifizierungs-Apps oder TAN-Verfahren fürs Smartphone. Es gibt zwar auch alternative Authentifizierungs-Möglichkeiten. Diese sind aber häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Wer kein Smartphone hat und weiterhin mit seiner Kreditkarte im Internet bezahlen will, etwa einen Mietwagen im Netz buchen möchte, bekommt bei einigen Banken zunehmend Probleme. Einige Geldinstitute verlangen nämlich für ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung mit der Kreditkarte ein Smartphone oder Tablet, auf der eine bestimmte App installiert ist – ansonsten ist keine Kartenzahlung im Internet möglich.
An den Schaltern der Deutschen Bahn gibt es das Deutschlandticket ausschließlich als Digital-Ticket. Wer es als Chipkarte haben möchte, der bekommt es nur bei regionalen Verkehrsbetrieben. Aber nicht alle Verkehrsverbünde bieten eine solche Karte an und zudem kann sie oft nur online bestellt werden, was wiederum Internet voraussetzt. Das Deutschlandticket in Papierform ist seit Anfang 2024 passé.
Die Bahncard, mit der man Rabatte auf die Preise der Deutschen Bahn bekommt, gibt es seit Juni 2024 nur noch digital. Die Plastikkarte gibt es nur noch für die Bahncard 100. Zwar kann man die BahnCard auch künftig in den Reisezentren kaufen und bezahlen und dann als Papierausdruck bei führen. Allerdings benötigen alle BahnCard-Kunden auch ein digitales Kundenkonto.