Hamburg Mike Krüger über Luke Mockridge, Starallüren, Partys, Alkohol und die wichtige Rolle seiner Frau
Der Komiker und Musiker Mike Krüger war mal ein ganz Großer im Showgeschäft. Heute ist er Rentner, hat aber dennoch kürzlich ein neues Album veröffentlicht. Im Interview spricht der 72-Jährige darüber, wie es sich anfühlt, nicht mehr überall erkannt zu werden, und was aus ihm geworden wäre, wenn seine Frau Birgit nicht so gut auf ihn und sein Geld aufgepasst hätte.
Frage: Herr Krüger, Sie haben auf unsere Interviewanfrage höchstpersönlich reagiert und am Telefon gesagt, dass Sie mittlerweile Rentner sind und kein Management mehr haben. Wie lebt es sich denn so als Rentner?
Antwort: Ich fühle mich sehr wohl, was hauptsächlich daran liegt, dass ich eine tolle Familie habe, die mich jetzt deutlich häufiger ertragen muss.
Frage: Ertragen? Ist es so schlimm mit Ihnen?
Antwort: Nee, ich glaube nicht. Die freuen sich erstaunlicherweise darüber, dass ich jetzt viel zu Hause bin. Und ich freue mich auch, weil ich nun viele Dinge mache, die ich früher nicht machen konnte, weil ich ja ständig unterwegs war.
Frage: Zum Beispiel?
Antwort: Einkaufen. Ich wohne in Hamburg in der Nähe eines großen Einkaufszentrums. Ob an der Wurst- und an der Käsetheke, beim Fisch- und beim Obsthändler: Die kennen mich alle und wissen eigentlich auch schon, was ich kaufen möchte. Das ist für mich ein ganz neues Gefühl und macht mir Freude. Und es entlastet meine Frau, die weiterhin arbeitet und auch unser Geld verwaltet, wofür ich sehr dankbar bin.
Frage: Sind Sie nicht gut im Umgang mit Geld?
Antwort: Sagen wir mal so: Wenn ich mich selbst um meine Finanzen gekümmert hätte, müsste ich heute wahrscheinlich noch auf Tour gehen. Ich weiß zwar, was Geld wert ist, und bin auch keiner, der es rausschmeißt, weil es auch nicht meine Art ist, aber ich wüsste nicht, was ich damit machen soll. Meine Frau hingegen hat unser Geld früh in Aktien und Immobilien investiert und so dazu beigetragen, dass es sich vermehrt. Das hat sie sehr klug und geschickt angestellt. Ich könnte das null. Erstens interessiert es mich nicht und zweitens, diese ganzen Gespräche mit Banken und so – das wäre nichts für mich. Ich bin weiterhin für den Quatsch zuständig und sie macht die ernsten Sachen.
Frage: Sie haben also ausgesorgt und leben in Saus und Braus?
Antwort: Nee, nee, das ist nicht unsere Art. Wir haben eine sehr schöne Wohnung in Hamburg, in einer kleinen Wohnanlage mit vier Einheiten und Blick in einen tollen, großen Park. Das ist alles sehr beschaulich. Aber ja: Uns geht es finanziell sehr gut. Im Gegensatz zu einigen Künstlerkollegen muss ich am Monatsende nicht schauen, was ich mir noch leisten kann. Und wir fragen uns auch nicht, ob wir in den Urlaub fahren, sondern eher wann.
Frage: Das war ja nicht immer so.
Antwort: Richtig. Meine Frau und ich hatten eine Anderthalb-Zimmer-Wohnung in Norderstedt gemietet. In dem halben Zimmer stand mein Zeichentisch, weil ich ja mal Architekt werden wollte. Und in dem anderen Zimmer haben wir gegessen, geschlafen, gewohnt und hatten auch so eine winzige Küche. Wir hatten damals kein Telefon, aber eine Telefonzelle vor der Tür. Also: Wir wissen genau, wo wir herkommen und sind sehr dankbar, dass es uns heute ganz gut geht.
Frage: Nun kommt die ganze Kohle aus einer Zeit, in der Sie als „Supernase“ und mit „Vier gegen Willi“ und Songs wie „Der Nippel“ und „Bodo mit dem Bagger“ sehr berühmt waren und überall erkannt wurden. Wie ist das heute?
Antwort: Wir hatten damals so hohe Einschaltquoten, wie sie sich heute kein Mensch mehr vorstellen kann. Meine Samstagabendshow „Vier gegen Willi“ hatte 14 Millionen Zuschauer. Unsere Filme, die ich mit Thomas Gottschalk gemacht hatte, haben Millionen Leute in den Kinos gesehen und ich habe zig Millionen Schallplatten verkauft. Von daher kannte mich irgendwann jeder. Ich hatte einen Bekanntheitsgrad von 98 Prozent und ich war es natürlich gewohnt, dass, wenn ich im Hotel an die Rezeption kam, alle sagten, Herr Krüger, da sind Sie ja wieder. Schön, dass Sie wieder bei uns wohnen. Wir haben Ihnen ein Zimmer-Upgrade gegeben. Haben Sie sonst irgendwelche Wünsche? Und ich musste natürlich weder meine Adresse sagen noch sonst irgendwas.
Frage: Das ist heute vorbei?
Antwort: Irgendwann war der Tag gekommen, als ich in einem Hotel auf eine junge, gutaussehende Mitarbeiterin zuging. Sie sagte freundlich „Guten Tag“ und dann passierte es.
Frage: Was?
Antwort: Sie fragte mich nach meinem Namen. Ich sage, ja, mein Name ist Krüger. Ja, welcher Krüger? Ich sage, Mike Krüger. Gucken Sie mal unter Mike Krüger. Kann auch sein, dass die Produktionsfirma das Zimmer bestellt hat. Auf alle Fälle Mike Krüger. Und dann sagt sie, ja, Herr Krüger, schön, dass Sie da sind. Das war das erste Mal, dass mir auffiel, dass diejenigen, die heute 20 sind oder so, mich nicht kennen.
Frage: Ist das nicht enttäuschend?
Antwort: Das ist einfach anders. Im ersten Moment fühlte es sich komisch an, aber jetzt ist das normal geworden und ich freue mich, wenn ein junger Mensch auf mich zukommt und sagt: Ich kenne Sie doch, ich habe Sie auf YouTube gesehen oder so. Da denke ich, aha, guck’ mal, Mike, es geht doch.
Frage: Auf YouTube sind Sie ja sehr aktiv.
Antwort: Ich bin halt einer, der weiterhin Ideen in seinem Kopf hat. Und ich habe glücklicherweise einen Freund, mit dem ich schon seit mehr als 30 Jahren zusammen meine Musik mache. Slizzy heißt der. Der ist genauso verrückt wie ich. Und dann haben wir nette Menschen kennengelernt, die mir geholfen haben, meine Songs und Videos da hochzuladen und es all den anderen, die das längst getan hatten, zu untersagen. Das fand ich schon mal sehr spannend, dass ich die Möglichkeit habe, alte Videos oder Fernsehausschnitte von mir auf einen eigenen YouTube-Kanal zu stellen. Damit kann ich ja auch ein großes Archiv erstellen für mich und für meine Tochter und für meine Enkeltochter. Die kann später mal gucken, oh, das hat Opa alles gemacht. Das findet sie bestimmt lustig.
Frage: Seit Kurzem ist dort auch ein neues Album von Ihnen zu finden.
Antwort: Ja, das ist das Schöne an dieser neuen, modernen, digitalen Welt, sich einfach was auszudenken, zu produzieren und dann ins Netz zu stellen. Und nicht wie früher, als ich Riesensitzungen mit der Schallplattenfirma hatte und die sagten, ja Mike, meinst du, wir sollten das wirklich veröffentlichen? Findest du das lustig? Das muss ich heute alles nicht mehr machen.
Frage: Sondern?
Antwort: Ich sage, so Leute, ich habe jetzt so viele Songs zusammen, dass ich ein Album draus mache. Ich habe verhältnismäßig hohe Klickzahlen, wie es so schön heißt. „Alter weißer Mann“ war tatsächlich auf Platz eins der YouTube-Charts. Ich hätte nie gedacht, dass ich als 72-Jähriger nochmal die Chance haben werde, da hinzukommen. Das feuert mich natürlich an und dann sage ich, Alter, wenn du es mit dem Song auf eins in die YouTube-Charts schaffst, ist das irre. Dann können wir auch all die anderen Songs zusammenstellen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Herausgekommen ist ein buntes Album mit Songs über unsere Ampelregierung, das 49-Euro-Ticket und den Wahnsinn mit den festen Deckeln an Plastikflaschen.
Frage: Würden Sie jungen Menschen heute noch empfehlen, ins Showgeschäft zu gehen?
Antwort: Schwer zu sagen. Einerseits gibt es durch das Internet und Social Media viel mehr Möglichkeiten, berühmt zu werden, als zu meiner Zeit. Andererseits ist es unglaublich schwierig, da Geld zu verdienen. Nur mal ein Beispiel: Wenn ich auf Platz eins bei YouTube bin und anderthalb Millionen Klicks habe mit so einem Song, dann bringt mir das vielleicht 2000 Euro ein, wenn ich Glück habe. Aber dann müssen auch alle Abrechnungen richtig sein und dann muss das bei Spotify laufen und bei Amazon und überall. Wenn ich früher eine Million LPs verkauft habe, dann brachte mir das eine siebenstellige Summe ein. Mit anderen Worten: Musik ist eigentlich wertlos geworden und das finde ich sehr schade.
Frage: Einer, der auch sein Glück im Showgeschäft sucht, ist Luke Mockridge, der sich kürzlich über die Paralympics lustig gemacht hat: Hat der Comedian überzogen?
Antwort: Da sind wir wieder ein bisschen bei früher und heute: Alle Gags, die ich in meinem Leben gemacht habe, habe ich auch live auf Bühnen gemacht. Da habe ich sofort die Reaktion bekommen, ob das Ding funktioniert oder nicht. Wenn die Leute nicht gelacht haben, habe ich den Gag weggeschmissen. Wenn ich heute etwas im Internet mache, wie Luke über die Paralympics, ist das im Netz und ich kann es nicht mehr kontrollieren. Mal davon abgesehen, dass es nicht lustig war, was er da erzählt hat, hat Luke eine Grenze überschritten.
Frage: Er meinte aber zu seiner Rechtfertigung, Behinderte würden sich selbst ja auch auf die Schippe nehmen.
Antwort: Da hat er meiner Meinung nach eben was falsch verstanden. Wenn Behinderte über sich Witze machen, ist das was anderes, als wenn ich über Behinderte Witze mache. Wenn ich Witze mache über Luke Mockridge, dann kann der sich auf gleicher Ebene verteidigen und sich über mich lustig machen – gar kein Thema. Aber wenn Behinderte Witze über sich machen – und das tun sie, das weiß ich, weil ich auch schon bei ihnen aufgetreten bin – dann ist das eine völlig andere Geschichte. Die machen die Scherze nicht über sich, sondern untereinander. Und das hat Luke meiner Meinung nach völlig falsch verstanden.
Frage: Wo sind für Sie Grenzen: Worüber würden Sie niemals Witze machen?
Antwort: Also über Behinderte zum Beispiel. Und über schwere Krankheiten logischerweise. Das sind Dinge, die ich selber nicht witzig finde. Und was ich selber nicht lustig finde, dazu fällt mir auch kein Gag ein.
Frage: Sie sind im kommenden Jahr 50 Jahre mit Ihrer Frau verheiratet. Wie lautet Ihr Ehe-Rezept? Als Star im Showgeschäft gab es doch sicher das eine oder andere unmoralische Angebot.
Antwort: Birgit und ich sind schon seit 55 Jahren ein Paar und feiern nächstes Jahr Goldene Hochzeit. Meine Frau antwortet auf diese Frage immer etwas scherzhaft, dass ich ja die Hälfte der Zeit nicht zu Hause war. Der nervt ja nicht seit 50 Jahren, sondern nur seit 25. Das stimmt in gewisser Weise, weil ich ja tatsächlich viel unterwegs war. Dieses Herumtouren hat allerdings durchaus auch zwei Seiten.
Frage: Inwiefern?
Antwort: Als „Star“, der ich ja mal war, wirst du rund um die Uhr versorgt. Die ganze Crew ist dafür da, dass ich abends um 8 Uhr vernünftig auf der Bühne stehe. Das heißt, die erste Frage morgens auf so einer 120-Tage-Tour ist: Geht es dir gut, Mike? Ist die Stimme noch da? Braucht Mike irgendwas? Und wenn ja, dann düsen zwei Leute los und holen das.
Frage: Ist doch prima.
Antwort: Ja, aber nun kommt Mike irgendwann nach Hause, sitzt am Frühstückstisch und denkt, wer bringt denn jetzt hier den Kaffee? Mike hätte gerne Kaffee. Dann zeigt Frau Krüger auf die Kaffeemaschine und sagt nach dem Frühstück, dass Tische eigentlich auch zusammen abgeräumt werden. Okay, gut. Haste lange nicht mehr gemacht. Ebenso wie Müll runterbringen. Wir brauchten meist so zwei, drei Tage, bis wir wieder in diesem Rhythmus waren, dass das eine Familie ist.
Frage: Wenn Promis heimkommen, sozusagen.
Antwort: Genau, ich kam ja als Superstar nach Hause, wurde dort aber nicht als Star empfangen, sondern als Ehemann und Vater, der nicht nur für den Spaß zuständig ist, sondern gern auch mal die Windeln wechseln durfte. Ich habe natürlich lieber mit meiner Tochter rumgealbert ohne Ende, weil ich mich riesig gefreut habe, sie zu sehen. Dann habe ich sie natürlich dementsprechend verwöhnt und meine Frau sagte: Ich versuche ihr das und das beizubringen und jetzt kommst du hier an und erlaubst alles. Das funktioniert so nicht. Wir brauchen hier klare Regeln. Hinzu kommt, dass das Verhältnis zueinander so eng sein muss, dass man sich total vertraut, sonst funktioniert so ein Leben nicht.
Frage: Hat Ihre Frau den Draufgänger in Ihnen gebändigt?
Antwort: So könnte man das sagen. Alkohol war damals im Showbusiness ein Riesenthema. Auch bei Sitzungen. Heute stehen da drei verschiedene Mineralwasser-Sorten – mit viel, wenig oder gar keiner Kohlensäure.
Frage: Und früher?
Antwort: Standen Bier, Wein, Rotwein und härtere Geschichten auf dem Tisch. Mike, wollen wir erst mal einen Whisky trinken oder so, zum Warmwerden? Alle haben geraucht. Das war einfach eine völlig andere Zeit. Auch in den Talkshows haben alle geraucht und gesoffen. Und so war es natürlich hinter den Kulissen auch. Wenn wir ein Konzert hatten, stand irgendein Diskothekenbesitzer schon am Ausgang und sagte, ich habe eine VIP-Lounge für dich und deine Crew. Ihr seid natürlich herzlich eingeladen. Ist alles abgetrennt, ihr werdet nicht belästigt. Getränke gehen aufs Haus. Nur damit Mike dann mal abends vorbeischaut.
Frage: Und, hat Mike vorbeigeschaut?
Antwort: Meine Crew hat natürlich gesagt, Alter, lass uns doch mal hinfahren. Wir bauen noch kurz ab und dann sind wir bereit. Ich musste da immer sehr aufpassen, weil ich ja am nächsten Tag wieder auf die Bühne wollte. Da habe ich ja nicht nur Witze gerissen, sondern auch viel gesungen. Das heißt, ich musste auch auf Touren natürlich extrem auf meine Stimme achten. Ich habe also nicht geraucht und war auch mit Alkohol vorsichtig – meistens jedenfalls. Zweieinhalb Stunden Text ist eine Menge Zeug, wenn man alleine auf der Bühne steht. Und ich konnte auch nicht zur Band sagen, Leute, spielt jetzt mal zwei Takte weiter. Ich gucke mal, wie der Text weitergeht. Von daher musste ich natürlich immer fit sein.
Frage: Aber Sie haben schon mitgefeiert?
Antwort: Logisch. Wir haben so gefeiert, dass man sich heute fragt, ob wir sie damals noch alle hatten.
Frage: Ihre Frau hat Sie jedoch immer wieder geerdet?
Antwort: Genau so. Es gibt natürlich auch Frauen, die sind völlig anders gestrickt. Die sagen, ey, hoch die Tassen, Party, Leute, wo ist der nächste Empfang? Wo sind wir als nächstes eingeladen? Mein Mann ist Mike Krüger. Mike war überall eingeladen. Wo ist der nächste rote Teppich? Ich gehe jetzt Kleider kaufen. Champagner bitte auf den Tisch. Ich bin hier die Frau von Mike Krüger. Dann geht das privat so weiter und dann wird es gefährlich irgendwann. Das war bei mir eben völlig anders. Birgit und ich sind natürlich auch zu tollen Festen gegangen, aber sie hat mich immer wieder auf den Boden geholt und gesagt, Alter, pass auf hier, Ball flach halten. Wir wissen, wo wir herkommen.
Frage: Was wäre wohl ohne Ihre Birgit passiert?
Antwort: Nicht auszudenken. Ich wäre längst pleite von der Welt gegangen, fürchte ich. Aber im Ernst: Wenn man mal ziemlich weit oben ist, kann man schnell auf die falsche Bahn geraten. Ich war absolut ein Kandidat dafür. Aber Birgit hat zum Glück auf mich aufgepasst und dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Frage: Wer an Mike Krüger und die Schauspielerei denkt, dem fällt fix der Film „Die Supernasen“ mit Thomas Gottschalk aus dem Jahr 1983 ein. Der Podcast von Ihnen beiden trägt den gleichen Titel. Haben Sie noch häufig Kontakt?
Antwort: Dadurch, dass Thomas jetzt wieder in Deutschland lebt, haben wir wieder verhältnismäßig viel Kontakt. Unsere Frauen sind auch sehr gut miteinander befreundet. Von daher ist das jetzt so ein Vierer-Gespann geworden. Frau Gottschalk und Frau Krüger sehen sich halt auch sehr gerne und dann trifft man sich automatisch häufiger.
Frage: Arbeiten Sie schon an einem Supernasen-Comeback?
Antwort: Das hatten wir tatsächlich geplant. Das ist eine ganz lustige Geschichte. Wir hatten schon ein Drehbuch geschrieben zur „Rückkehr der Supernasen“ und haben das auch mehreren Filmproduzenten angeboten. Aber die haben alle gesagt: Habt ihr sie nicht alle? Das ist so 80er-Jahre. Klar, haben wir gesagt, davon handelt ja der Film.
Frage: Was hatten Sie sich denn für eine Handlung überlegt?
Antwort: Die Idee war, dass wir uns aus den 80ern in die Jetzt-Zeit beamen und weder E-Autos noch E-Zigaretten, Internet und Handys kennen. Aber wir haben unseren 80er-Humor und hauen diese Gags raus.
Frage: Ich würde es gucken.
Antwort: Das wird wohl nichts.
Frage: Warum?
Antwort: Alle Produzenten – viele sind heute um die 25 oder 30 und manche von denen kennen uns gar nicht – haben uns gesagt, das können wir nicht machen. Alter, wer soll da reingehen? Das müsst ihr umschreiben. Aber dann ist es eben nicht mehr unser Humor. Und da wir das zum Glück ja nicht des Geldes wegen machen müssen, haben wir gesagt, dass wir es lieber lassen. Vielleicht sogar mit Recht. Weiß man ja nicht. Hätte eine Riesenpleite werden können. Da bleiben wir lieber als die großen Supernasenhelden in Erinnerung.
Frage: Apropos Supernase: Fernsehkoch Tim Raue hat sein Kapital versichert – und zwar seine Nase und seine Zunge. Haben Sie Ihre „Supernase“ auch versichert?
Antwort: Nee, nee, meine Nase verteidige ich immer noch selber.