Hinweisschild angebracht  Wurde am Klinikum Leer Munition gefunden?

Jonas Bothe Rieke Heinig
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Von Jonas Bothe und Rieke Heinig
| 08.10.2024 16:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dieses Hinweisschild hängt am Bauzaun vor dem Klinikum Leer. Foto: Bothe
Dieses Hinweisschild hängt am Bauzaun vor dem Klinikum Leer. Foto: Bothe
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Am Klinikum Leer haben die Vorbereitungen für einen Neubau begonnen. Am Bauzaun wird aber vor „Munitionsbergungsarbeiten“ gewarnt. Was ist da los?

Leer - Wer derzeit beim Klinikum in Leer von der Augustenstraße zum Haupteingang laufen will, kann nicht mehr die übliche Auffahrt nehmen. Für Besucher und Patienten ist ein Weg am noch vorhandenen Parkplatz entlang angelegt. Der Bereich der alten Auffahrt sowie des zweiten Parkplatzes in Richtung Annenstraße ist eingezäunt, die Fläche besteht überwiegend aus Sand. Es sind die Vorbereitungen für den nächsten großen Neubau des Krankenhauses.

Doch ein Hinweisschild am Bauzaun sorgt für Irritationen. „Munitionsbergungsarbeiten – Betreten der Räumstelle verboten“ steht dort. In großen Buchstaben wird sogar vor „Lebensgefahr“ gewarnt. Ein Leser machte diese Zeitung auf das Hinweisschild aufmerksam und wollte wissen, ob wir nähere Informationen dazu haben. Wir haben beim Krankenhaus nachgefragt, ob wirklich Munition gefunden wurde.

Baufläche muss frei von Kampfmitteln sein

„Grundsätzlich muss die Baufläche von einem Kampfmittelräumdienst sondiert und bestätigt werden, dass die Fläche kampfmittelfrei ist“, teilt Klinikums-Sprecherin Lisa Menken auf Nachfrage mit. Vorher dürften keine Erdarbeiten durchgeführt werden. „Nach Rücksprache mit unserer Technik gab es bisher keinen Munitionsfund“, betont die Sprecherin.

Die Fläche wird für die Bauarbeiten vorbereitet. Foto: Bothe
Die Fläche wird für die Bauarbeiten vorbereitet. Foto: Bothe

Durch den Neubau soll eine Tagesklinik für Reha-Patienten aus den Bereichen Kardiologie, Orthopädie und Neurologie gebaut werden. Außerdem ist eine neue sogenannte Hotel-Station geplant. Im Obergeschoss sollen in entsprechender Atmosphäre Privatpatienten versorgt werden. Außerdem werden Einzelzimmer gebaut.

Neue Eingangshalle und mehr OP-Säle

Die Eingangshalle wird zweigeschossig, sodass auch die Operationseinheit des Klinikums erweitert wird. 2021 waren noch zwei neue OP-Säle geplant. Mittlerweile ist laut Krankenhaus noch ein weiterer vorgesehen, sodass es insgesamt acht geben wird.

Da der derzeitige Parkplatz überbaut wird, soll eine Tiefgarage neue Parkmöglichkeiten schaffen. Außerdem wird die Zuwegung am Klinikum geändert. Von der Annenstraße aus können Besucher am Haupteingang vorbeifahren, ihre Angehörigen oder Patienten dort absetzen und in die Tiefgarage mit 200 Parkplätzen fahren. Raus gelangen sie dann über die Christine-Charlotten-Straße.

Übergangsparkplatz auf der anderen Seite

Im ersten Schritt wird der OP-Bereich um- beziehungsweise neugebaut. Daher ist seit Mitte September der Parkplatz links neben dem Haupteingang gesperrt. Für Patienten und Besucher stehe auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Augustenstraße 22-28 ein Übergangsparkplatz mit rund 110 Stellplätzen zur Verfügung, hatte das Krankenhaus kürzlich mitgeteilt. Ein Kassenautomat sei auf dem Gelände des Parkplatzes für die Einlösung der Parkscheine eingerichtet worden. Die Zufahrt ist über eine Schrankenanlage über das Grundstück Augustenstraße 22 möglich.

Die Parkplätze für Patienten und Besucher vor dem Vita, rechts vom Haupteingang, blieben unverändert. Auch die Gesamtzahl der Parkplätze bleibe trotz der Sperrung im Wesentlichen gleich, teilte das Klinikum mit.

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