Derbyerfolg bei U23 von TuRa  Nach 4:3-Sieg ging es für den Holter Coach nach München

Hans Damm
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Von Hans Damm
| 29.09.2024 13:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Menge los war am Freitagabend im Nachbarschaftsderby. Foto: Damm
Eine Menge los war am Freitagabend im Nachbarschaftsderby. Foto: Damm
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Ein packendes Ostfrieslandliga-Spiel sahen die Fans am Freitag mit vielen Wendungen und einem späten Tor. Sven Fugel reiste danach nach Bayern zu zwei besonderen Veranstaltungen.

Westrhauderfehn - Last-Minute-Sieg für den Holter SV. Im Rhauderfehner Derby der Fußball-Ostfrieslandliga bei der U23 von TuRa 07 Westrhauderfehn drehten die Gäste durch einen Treffer von Till-Patrick Pfeiffer die Partie mit der letzten Aktion des Spiels am Freitagabend nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand noch mit einem 4:3-Erfolg.

Während die Holter nach dem Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Muhammed Yasin vom BV Garrel jubelten, herrschte bei der Heimmannschaft große Enttäuschung. „Das war ganz, ganz bitter“, sagte der neue TuRa-Trainer Marc Siefken. „Die Jungs haben eine tolle Einstellung an den Tag gelegt. Leider fehlte dem jungen Team in der Schlussphase die nötige Cleverness, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Auf die Leistung lässt sich aufbauen.“

Direkt einige Chancen

Mit dem zunächst starken Wind im Rücken begann der Titelanwärter aus Holte stürmisch. In der zweiten Minute verpasste Dominik Volkeri das Tor nach einer Hereingabe von Pfeiffer knapp. Kurz darauf parierte TuRas Keeper Dennis Kastendieck einen Volleyschuss von Dennis Filontschick.

Der Holter Neels Schulz (Zweiter von rechts) traf per Kopf doppelt gegen seinen Ex-Verein. Foto: Damm
Der Holter Neels Schulz (Zweiter von rechts) traf per Kopf doppelt gegen seinen Ex-Verein. Foto: Damm

Nach einer Viertelstunde näherten sich auch die Platzherren dem gegnerischen Tor an. Eine Serie mit fünf Eckbällen in Folge brachte aber keinen Treffer. Einen Distanzschuss von Matthias Pallentin konnte Holtes Torhüter zur Ecke lenken. Im Gegenzug düpierte Pfeiffer einen Gegenspieler, scheiterte allein vor dem Tor am Ex-Holter Kastendieck.

TuRa dreht die Partie

Nachdem ein Schuss von Volkeri in der 23. Minute auf der Linie geklärt worden war, köpfte Neels Schulz eine präzise Hereingabe des Holter Angreifers nach einer halben Stunde zur verdienten Führung ein. Die Fehntjer zeigten sich wenig beeindruckt und, konterten nach einem Holter Eckball. Niko Wittrock überlief Tomo van Zadel, passte quer auf Ibrahim Diarrassouba, kam nach dessen von Voskamp abgewehrten Ball erneut in Ballbesitz und schob fünf Minuten vor der Pause zum Ausgleich ein.

Spieldaten

Westrhauderfehn U23: Kastendieck, Matauschek, Kuntze, Baarts, T. Reens (85. Bürmann), H. Möhlmann, Simon, Pallentin, Stratmann, Diarrassouba, Wittrock.

Holte: Voskamp, H. Holl, L. Möhlmann, Meiners, Filontschik (55. Rittner), van Zadel, D. Volkeri (80. Pfeiffer), Steinert (71. Marks), D. Dendzik (80. Bron), Pfeiffer (60. Frobel), , Schulz.

Tore: 0:1 Schulz (30.), 1:1 Wittrock (40.), 2:1 Pallentin (55.), 3:1 Kuntze (71.), 3:2 Schulz (75.), 3:3 Eigentor Kuntze (81.), 3:4 Pfeiffer (90.+2).

Der Treffer sorgte nach Wiederanpfiff für neuen Schwung. Nachdem Raoul Stratmann in der 51. Minute freistehend noch an Voskamp gescheitert war, setzte sich Diarrassouba vier Minuten später am Holter Strafraum durch, legte auf Pallentin ab und gegen dessen leicht abgefälschten Schuss war der Gästekeeper machtlos. Nun stand es 2:1. In der 71. Minute drosch der Torschütze einen Freistoß zunächst flach in die Mauer, zog den Abpraller gefühlvoll vor das Tor, wo Hendrik Kuntze zum Kopfball kam und Voskamp mit einem Lupfer zum 3:1 überwand.

Holte mit spätem Siegtor

Die Gäste antworteten schnell. Nach einer Hereingabe von Dominik Dendzik war der Ex-TuRaner Schulz erneut mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den Anschlusstreffer. In der 81. Minute rutschte Kuntze ein langer Ball von Maik über den Kopf und das Leder schlug zum Ausgleich ein. In der Nachspielzeit bekamen die Fehntjer den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der wieder eingewechselte Pfeiffer stand goldrichtig und drosch das Leder zum umjubelten Siegtreffer unter die Querlatte.

„Das war sehr bitter für TuRa“, sagte der glückliche Holter Trainer Sven Fugel nach dem Abpfiff. „Da muss man sich ja fast entschuldigen. Wir hätten das Spiel schon vor der Pause entscheiden müssen, sind aber nicht gut aus der Pause gekommen, haben aber dann doch noch den Dreh gefunden.“

Für den Coach läutete der Sieg ein spannendes Wochenende ein. Am Samstag unterstützte Fugel „seinen“ FC Bayern München im Spitzenspiel gegen Leverkusen, um dann am Sonntag auf dem Oktoberfest feiern zu können.

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