Energie sparen Das brachte die Reduzierung der Straßenbeleuchtung in Nortmoor
Die Gemeinde Nortmoor schaltete 2022 die Straßenbeleuchtung um 20 Uhr aus. Nun erklärte der Samtgemeindebürgermeister, was die Reduzierung eingespart hat.
Nortmoor - Selten hatte eine Entscheidung des Gemeinderates für soviel Unmut in Nortmoor gesorgt. Ende 2022 entschieden die Politikerinnen und Politiker, dass die Straßenbeleuchtung im Ort bereits um 20 Uhr ausgeknipst werden soll. Sie hatten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, doch vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und dem damit verbundenen Aufruf zum Energiesparen wollte der Gemeinrat seinen Beitrag leisten.
Die Entscheidung hätten die Ratsfrauen und Ratsherren in Abwägung aller Vor- und Nachteile bewusst getroffen und stünden auch trotz gelegentlicher Anfeindungen zu ihrer Entscheidung, hieß es damals in einer gemeinsamen Mitteilung aller Beteiligten. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen.“ Energie zu sparen sei das Gebot der Stunde. „Nicht nur die aktuelle Energiekrise, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, auch die sich immer weiter zuspitzende weltweite Klimakrise erfordern nicht nur ein Umdenken beim Verbrauch fossiler Brennstoffe, sondern eine unmittelbare Veränderung des Verbrauches von Energie jeglicher Art, auch des Stromverbrauches“, so die Mitglieder damals. Nach vielen Diskussionen und sogar einer Online-Petition ging ein Jahr später das Licht wieder länger an. Nun leuchten die Lampen abends wieder bis 22.30 Uhr.
Doch was hat diese Einsparung eigentlich gebracht? Diese Frage ließ Harald Schirrmann, der sich damals für den Senioren- und Behindertenbeirat in der Samtgemeinde Jümme engagierte, nicht los. Der Seniorenbeirat hatte sich über die Reduzierung der Straßenbeleuchtung beim Gemeinderat massiv beschwert. Immer wieder fragte Schirrmann bei Ratssitzungen nach. Immer wieder vertröstete ihn die Verwaltung. Nun konnte Samtgemeindebürgermeister Christoph Busboom bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Nortmoor die Einsparung mitteilen. Allerdings räumte er umgehend ein, dass eine genaue Bezifferung kaum möglich sei, da die Werte ohnehin schwanken. Im Vergleich 2022 zu 2023 hat die Gemeinde 3700 Euro gespart, so Busboom.