Fußball-Bezirksliga 3:0 – bei TuRa Westrhauderfehn platzt der Heimknoten
Die Fehntjer feierten einen souveränen Sieg über Germania Wiesmoor. Das Ergebnis hätte am Ende sogar noch höher ausfallen können.
Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn kann doch noch Heimspiele gewinnen. Nachdem die Fehntjer am letzten Spieltag beim 3:3 gegen Larrelt einen 2:0-Vorsprung noch aus der Hand gaben, klappte es im sechsten Heimspiel der laufenden Saison mit einem Sieg. Gegen Germania Wiesmoor fuhren die Gastgeber einen relativ ungefährdeten 3:0-Erfolg ein. Die Treffer erzielten Jannik Sondag mit einem Doppelpack und Jonas Meyer.
Entsprechend gut war die Laune von Trainer Kurt Ullmann nach dem Abpfiff des sicher leitenden Schiedsrichters Kai Prikker (SV Warsingsfehn). „Wir haben sehr konzentriert agiert, Wiesmoor nie ins Spiel kommen lassen und durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verdient drei Punkte geholt“, freute sich der Coach. Ähnlich sah sein Kontrahent Jürgen Zimmermann den Spielverlauf. „Wir haben nie Zugriff auf das Spiel bekommen und dumme Fehler gemacht. Diese Dummheit hat Westrhauderfehn genutzt.“
Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es ereignisreich
Los ging es schon in der zweiten Minute. Jan Grotlüschen vertändelte den Ball, mit dem Daniel Diekmann dann die Außenlinie entlang lief, präzise in die Mitte flankte, wo Jonas Meyer das Leder aus kurzer Entfernung über die Linie drückte. In der 18. Minute schlug Marne Stührenberg einen Diagonalpass auf Timo Mansholt, der sich den Ball aber zu weit vorlegte. Die Gäste versuchten, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, die aufmerksame TuRa-Abwehr fing die Bälle aber ab, bevor Wiesmoors Angreifer in Schussposition kamen. Auf der anderen Seite ein ähnliches Bild. Die Platzherren ließen sich zwar mehr Zeit beim Spielaufbau, agierten aber kaum effektiver. So entwickelten sich kaum Torraumszenen. In der 30. Minute köpfte Stefan Lourens einen Freistoß von Rene Otto über das Tor. Auf der Gegenseite scheiterten Sondag und Marcel Schulte mit Kopfbällen nach einer schönen Hereingabe von Meyer. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann noch einmal ereignisreicher. Zunächst war Sondag schneller am Ball als Germanias Keeper Tim Barth, sein Schuss trudelte in Richtung Tor, der einlaufende Diekmann erreichte das Leder aber nicht und das Spielgerät rollte am Tor vorbei.
Nach dem Seitenwechsel ließen beide Mannschaften es zunächst ruhiger angehen. Einige Wechsel brachten dann zumindest bei der Heimmannschaft neuen Schwung. In der 71. Minute erhöhte Sondag nach einer Einzelleistung des eingewechselten Daoud Jajan mit dem 3:0 für die Entscheidung. Während die Gäste danach kaum noch einmal gefährlich vor dem Fehntjer Tor auftauchten, verpassten die TuRaner eine höhere Torausbeute. In der 74. Minute köpfte Ibrahim Diarrassouba eine Flanke von Felix Douwes über das Tor. Zehn Minuten später unterlief Barth eine Flanke von Matthias Malchus, Sondag war aber schon einen Schritt zu weit in Richtung Tor und verpasste seinen dritten Treffer knapp. In der 87. Minute luchste Jajan Janek Swyter am Torraum den Ball ab, traf aber aus fünf Metern das leer Tor nicht. In der kurzen Nachspielzeit holte Grotlüschen sich dann noch die Gelb-Rote Karte ab.