Bezirksliga-Spitzenreiter siegt 3:1 Esens nach Sieg im Topspiel gegen Aurich weiter makellos
Mehr als 300 Zuschauer sahen eine intensive Anfangsphase mit drei Treffern binnen weniger Minuten. Die Fans erlebten zwei unterschiedliche Halbzeiten und sahen die erste Pleite der SpVg.
Esens - Auch nach dem siebten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga bleibt der TuS Esens das Maß aller Dinge. Das Spitzenspiel gegen die SpVg Aurich gewann die Elf von Trainer Ralf Backhaus verdient mit 3:1 und ist damit weiterhin die einzige Mannschaft ohne jeden Punktverlust.
„Aufgrund der ersten Halbzeit ist der Sieg verdient. Dort hätten wir vielleicht noch ein Tor mehr erzielen können,“ stellte Trainer Backhaus nach Spielende fest. „Im zweiten Durchgang hat uns dann etwas der Mut verlassen. Ich bin aber mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Es gibt aber noch Luft nach oben.“
Esens mit viel Druck
Mehr als 300 Zuschauer wollten sich dieses Spitzenspiel zwischen den bereits vor der Saison von der Trainerkonkurrenz hochgelobten Mannschaften nicht entgehen lassen. Und die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Esens begann aggressiv und hatte bereits nach zwei Minuten die erste hochklassige Einschussgelegenheit. Manuel Meints wurde nach einer schönen Kombination herrlich im Strafraum freigespielt, doch sein anschließender Torschuss war zu schwach für den Führungstreffer.
Kaum 60 Sekunden später wurde beim nächsten Angriff ein Esenser Angreifer vor dem Auricher Strafraum gefoult, doch Schiedsrichter Maron Arens (SV Leybucht) ließ weiterspielen. Im direkten Gegenzug nutzten die Gäste die Gelegenheit und Keno Buß traf nach einer schönen Flanke per Kopfball zum 0:1. Die Gastgeber waren keineswegs geschockt. Bereits in der fünften Minute setzte sich an der linken Strafseite ein Esenser Angreifer durch, passte zur Mitte und Meints traf aus elf Metern zum 1:1. Und die Gastgeber wollten mehr. Bereits frühzeitig wurden die Auricher im Spielaufbau gestört und kamen so in den folgenden Minuten kaum einmal zu geordneten Angriffsaktionen. Das nächste Tor fiel jedoch nach einer Standardsituation. Eine Freistoßflanke in den Strafraum nutzte Isaiah Stainbank per Kopfball zum 2:1 (11.).
Das sagt Claudio Casto
Die Gastgeber bestimmten in den nächsten Minuten das Spiel, der ganz große Angriffsdruck kam aber erst einmal nicht mehr zustande. Mitte der ersten Halbzeit wurden die SpVg wieder gleichwertiger, Torchancen ergaben sich jedoch nicht. Der letzte Treffer der Begegnung fiel bereits nach 31 Minuten. Luca Janssen steckte den Ball schön durch und erneut nutzte Meints die Gelegenheit und traf aus halbrechter Position zum 3:1. Gästetrainer Claudio Casto hatte wohl genug gesehen und wechselte kurz darauf zweimal aus. Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel.
Spieldaten
Esens: Havemann; R, Til, M. Ahrends, Taddigs, Rosenboom, I. Stainbank, L. Janssen, Hollmann (75. Hohn), Sukowski (90.+4. Gerdes), Meints (85. Bents), S. Stainbank (87. Freudenberg)
Aurich: Küßner; Smit (36. Isimaila), Beccard, Schulz, Frerichs, Antoniuk (90.+1. L. Ahrens), Folkerts, Camara (82. Delphonse), Bamezon (36. Sabath), Möhle, Buß
Tore: 0:1 Buß (3.), 1:1 Meints (5.), 2:1 I. Stainbank (11.), 3:1 Meints (31.)
Nach Wiederanpfiff übernahmen mit fortlaufender Spieldauer die Auricher mehr und mehr das Geschehen. In der 53. Minute wäre fast der Anschlusstreffer gefallen. Bei einem Freistoß aus 18 Metern von Buß reagierte Esens Schlussmann Jannes Havemann glänzend und lenkte den Schuss über die Torlatte. Das Spiel verlagerte sich in der Folge mehr in die Hälfte der Gastgeber. Doch die Esenser Abwehr- und Mittelfeldspieler hatten bei den Auricher Angriffsaktionen immer wieder einen Fuß dazwischen. Kurz vor Spielende hätte Meints fast noch seinen dritten Treffer erzielt. Doch bei einem Alleingang scheiterte er am bravourös reagierenden Auricher Torhüter Lars Küßner. In der Nachspielzeit sah der Esenser Verteidiger Malte Ahrends wegen Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte.
„Die Tore sind durch individuelle Fehler entstanden und passen so in das Bild der letzten Wochen,“ lautete das Fazit von Aurichs Trainer Claudio Casto. „In der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal alles rausgeholt, aber mit der jungen Mannschaft war nicht mehr drin.“