Wasserstoff-Elektrolyseur Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kommt nach Ostfriesland
Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck kommt nächste Woche nach Emden, um die Baustelle eines 320-Megawatt-Elektrolyseurs zu besichtigen. Mit dabei sind auch weitere Politiker.
Emden - Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) kommt am Donnerstag, 19. September 2024, nach Emden, um die Baustelle des 320-Megawatt-Elektrolyseurs der EWE zu besichtigen. Laut Mitteilung werden auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) und Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) erwartete. Gemeinsam besichtigen sie zwischen 16.45 und 18.15 Uhr die Baustelle am Wykhoffweg in Emden, „auf dem Europas größte Wasserstofferzeugungsanlage entstehen wird“, schreibt die EWE.
Der 320-Megawatt-Elektrolyseur, ein Teilprojekt des EWE-Großvorhabens „Clean Hydrogen Coastline“ (CHC), markiere einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung, ebenso wie das rund 1.000 Kilometer lange Wasserstoff-Netzwerk Hyperlink – eine „Autobahn“ für den Wasserstofftransport – das Gasunie baut, heißt es weiter.
Besuch soll Bedeutung der Region unterstreichen
Bundesminister Habeck wolle sich vor Ort vor geladenen Gästen ein Bild davon machen, wie die Fördermittel an EWE und Gasunie eingesetzt werden, und mit dem Besuch die Bedeutung der Projekte für den Nordwesten und darüber hinaus unterstreichen.
Die geplante 320-Megawatt-Elektrolyseanlage in Emden soll jährlich bis zu 26.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und 2027 in Betrieb gehen. Der Wasserstoff soll dann vor allem in der Stahlindustrie, aber auch in anderen industriellen Bereichen zum Einsatz kommen. Der grüne Wasserstoff in Emden soll hauptsächlich durch Windenergie erzeugt werden. Zusätzlich zur Anlage in Emden plant die EWE den Bau einer weiteren 50-Megawatt-Elektrolyseanlage in Bremen. Beide Projekte sollen dazu beitragen, Netzengpässe zu vermeiden und seien wichtige Bausteine der Energiewende. Das Projekt wird mit 350 Millionen Euro vom Bund und 150 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für CHC auf mehr als 800 Millionen Euro.