Pfarrer unter Verdacht  Reformierte Kirche sucht Opfer sexualisierter Gewalt

| 09.09.2024 12:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die reformierte Kirche frag: Wer wurde Opfer des Pfarrers? Sommer/dpa
Die reformierte Kirche frag: Wer wurde Opfer des Pfarrers? Sommer/dpa
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Es gibt Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen einen mittlerweile verstorbenen Pfarrer der reformierten Kirche. Er hat auch im Landkreis Friesland gearbeitet – Opfer sollen sich melden.

Leer - Die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer überprüft mögliche Vorfälle sexualisierter Gewalt durch einen verstorbenen Pfarrer und sucht Betroffene. Der Pfarrer Friedrich B. sei von 1956 bis 1972 in den reformierten Gemeinden Dykhausen/Neustadtgödens bei Jever und in Lüneburg tätig gewesen, teilte die Kirche mit. „Wir bitten eventuell betroffene Personen, sich bei uns zu melden“, sagte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden.

Mögliche Betroffene können sich an die Ansprech- und Meldestelle der Evangelisch-reformierten Kirche wenden. Zuständig ist Manuela Feldmann, die unter dem Telefonanschluss 0491/9198-199 und unter der E-Mail-Adresse manuela.feldmann@reformiert.de zu erreichen ist.

Die Lippische Landeskirche hatte am 21. August Vorwürfe gegenüber dem Mann öffentlich gemacht. Im Rahmen der Recherche für die sogenannte Forum-Studie über sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche seien bei der Durchsicht der Personalakte von Pfarrer Friedrich B. mehrere Vorwürfe sexualisierter Gewalt entdeckt worden, hieß es. Es läge eine Zeugenaussage vor, eine betroffene Person habe sich gemeldet.

Von 1972 bis 1984 war der beschuldigte Pfarrer in zwei Kirchengemeinden in der Lippischen Landeskirche tätig, zuvor in Niedersachsen. Die Sichtung seiner Personalakte und der Kirchenratsprotokolle hätten bisher keine Anhaltspunkte für mögliche Verfehlungen in der Zeit von 1956 bis 1972 erbracht, sagte Bei der Wieden.

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