Krise beim Kickers-Konkurrenten  VfB Oldenburg entlässt Trainer – ein Ostfriese übernimmt

| | 31.08.2024 18:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Frank Löning ist seit 2022 Co-Trainer beim VfB Oldenburg. Nach der Trennung von Fuat Kilic (links) ist er nun erstmal für das Team verantwortlich. Foto: Doden/Emden
Frank Löning ist seit 2022 Co-Trainer beim VfB Oldenburg. Nach der Trennung von Fuat Kilic (links) ist er nun erstmal für das Team verantwortlich. Foto: Doden/Emden
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Nach der fünften Niederlage im siebten Regionalliga-Spiel hat der Mitfavorit sich von Coach Fuat Kilic getrennt. „Bis auf weiteres“ wird Co-Trainer Frank Löning aus Aurich zum Chef. Was heißt das?

Oldenburg - Der VfB Oldenburg steckt in einer tiefen sportlichen Krise. Nach der 0:3-Niederlage am Freitagabend gegen den SV Werder Bremen II hat der Fußball-Regionalligist am Tag darauf reagiert und sich von Trainer Fuat Kilic getrennt, wie der Klub am späten Samstag-Nachmittag, 31. August, bekanntgab. „Wir haben uns nach einer eingehenden Analyse unserer sportlichen Situation dazu entschieden, dass eine Veränderung auf der Position des Trainers unumgänglich ist. Bis auf weiteres wird Co-Trainer Frank Löning das Training der Regionalligamannschaft übernehmen“, sagte Sebastian Schachten, Sportlicher Leiter des VfB Oldenburg, in einer Klubmitteilung.

Der VfB Oldenburg verlor in der Liga und im Pokal beide Heimspiele gegen Kickers Emden (rechts Tim Dietrich). Foto: Doden/Emden
Der VfB Oldenburg verlor in der Liga und im Pokal beide Heimspiele gegen Kickers Emden (rechts Tim Dietrich). Foto: Doden/Emden

Die Oldenburger haben von sieben Regionalliga-Spielen nur eines gewonnen, am 2. Spieltag beim 5:2 gegen Teutonia Ottensen. Ansonsten hagelte es fünf Liga-Niederlagen für die hoch gehandelten und ambitionierten Oldenburger, unter anderem auch beim 0:3 gegen den BSV Kickers Emden am Freitag, 16. August. Das einzige Remis, das 2:2 gegen den SV Meppen, vor einer Woche am 24. August hatte wieder leise Hoffnungen auf eine Wende gemacht. Doch nach dem 0:3 am Freitagabend gegen Werder Bremen II und den Sturz auf den drittletzten Platz herrschte totale Ernüchterung.

Von Wallinghausen bis in die 2. Liga

„Ich respektiere, dass der Verein in dieser Situation einen neuen Impuls setzen möchte und wünsche dem VfB von ganzem Herzen, dass er sportlich wieder in die Spur kommt“, wird Fuat Kilic in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Der „Vorerst“-Nachfolger Frank Löning ist ein waschechter Ostfriese, der es als Spieler von seinem Heimatverein SV Wallinghausen bis in die 2. Bundesliga geschafft hat. Nach einigen Profistationen von der 2. bis zur 4. Liga kehrte Löning mit seiner Frau und den beiden Töchtern 2021 nach Aurich zurück. Er trainierte sogar ein Jahr lang den VfB Germania Wiesmoor in der Bezirksliga, 2022 wurde er Co-Trainer beim VfB Oldenburg. Seine ersten Trainer-Erfahrungen sammelte er noch bei der Reserve des damaligen Zweitligisten SV Sandhausen.

Frank Löning trainierte in der Saison 2021/2022 nach seiner Rückkehr nach Ostfriesland Germania Wiesmoor. Archivfoto: Doden/Emden
Frank Löning trainierte in der Saison 2021/2022 nach seiner Rückkehr nach Ostfriesland Germania Wiesmoor. Archivfoto: Doden/Emden

Schon zweimal fungierte der frühere Stürmer in Oldenburg nach Trainer-Entlassungen für jeweils einige Tage als Interimstrainer. Inzwischen hat Löning die A-Lizenz erworben und dürfte sogar Cheftrainer bleiben. Ob der VfB ihm die Chance gibt, sich in Regionalliga-Spielen zu bewähren oder schon in wenigen Tagen einen externen Nachfolger präsentiert, ist derzeit nicht klar. Das „Bis auf weiteres“ in der Vereinsmitteilung lässt viel Interpretationsspielraum. Das nächste Ligaspiel bestreitet der VfB am Samstag, 7. September, beim SV Todesfelde. Mit dem vor wenigen Tagen 43 Jahre alt gewordenen Frank Löning als Trainer?

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