Berlin Warum Sie schnell den Förderantrag stellen sollten
Der Streit über das Heizungsgesetz hat viele wütend gemacht. Seit diesem Dienstag können alle Hauseigentümer, Unternehmen und Kommunen endlich Geld für den Heizungstausch beantragen. Bringt das die Wärmewende doch noch in Gang?
Anderthalb Jahre, nachdem Robert Habecks „Heizungs-Hammer“ an die Öffentlichkeit drang, können tatsächlich alle, die die Wärmewende angehen wollen, die staatliche Förderung beantragen. Die krasse Zeitspanne erklärt viel des gewaltigen Schadens, den der Streit in der Ampel und im ganzen Land angerichtet hat.
Erst kamen die grünen Horrorszenarien für unendlich viele Hausbesitzer auf den Tisch und wurden von der (mitregierenden) FDP noch zusätzlich aufgeblasen. Und dann folgte ein schier ewiges Warten auf die Hilfe, die für den Heizungstausch gebraucht wird. Schlechter kann man Politik eigentlich nicht machen.
Dass Habeck notwendige Anpassungen seiner Pläne lange verweigerte, die FDP Ressentiments gegen den notwendigen Klimaschutz schürte und Kanzler Olaf Scholz dabei zuschaute, hat die Ampel in das Elend gestürzt, in dem sie noch immer steckt.
Sei’s drum: Das Gesetz ist längst verabschiedet. Und die Fördertöpfe sind seit diesem Dienstag auch für Vermieter, Kommunen und Unternehmen geöffnet. Ob das die Wende von fossilen zu erneuerbaren Heizquellen wirklich in Gang bringt, das bleib freilich abzuwarten.
Denn zum einen wurde die Förderung der Energieberatung für betroffenen Haushalte schon wieder zusammengestrichen, um den Ampel-Haushalt zu retten, was viele Heizungstausch-Willige abschrecken dürfte.
Zum zweiten sind die Töpfe, aus denen die Neuanschaffung zum Beispiel von Wärmepumpen unterstützt werden soll, nur noch zu zwei Dritteln gefüllt – und könnten sich viel schneller leeren als erhofft. Soll heißen: Wer mitmachen will beim großen Heizungstausch, der sollte möglichst schnell seinen Antrag stellen.