Nachholspiel der 2. Bezirkspokal-Runde Concordia-Trainer ist nach 0:5 gegen Germania sauer
Der Bezirksliga-Neuling hielt gegen den Landesliga-Aufsteiger 30 Minuten passabel mit, doch dann drehte der Favorit auf. Was dann folgte, ärgerte Ihrhove-Coach Thomas Priet. Eines ganz besonders.
Ihrhove - Auf die erste Überraschung folgte keine weitere. In einem Nachholspiel der zweiten Bezirkspokal-Runde unterlagen die Bezirksliga-Fußballer von Concordia Ihrhove dem Landesligisten VfL Germania Leer am Dienstagabend klar mit 0:5. In der ersten Runde hatte der Bezirksliga-Neuling den Bezirksliga-Vizemeister TV Bunde im Elfmeterschießen besiegt. Die Germanen treffen in der 3. Runde nun auf den Ligarivalen Blau-Weiß Papenburg. Diese Partie ist für Mittwoch, 4. September, vorgesehen.
Spieldaten
Ihrhove: Hillebrand, Rehnen (45. Heidelberg), Graalmann, Schlecht (64. Kalabin), Lünemann (64. Schmitz), Vosskuhl, Landel, M. Akkermann, R. Akkermann (46. de Buhr), O. Janssen, H. Janssen (64. Heßling).
Leer: Demhartner; Saracoglu, Torres, Ichim, Antonenko (74. Walocha), Kaßmann, Nazari (69. Kruth), Martian, Carmanov (77. Cebula), Sanchez, Cesnocov.
Tore: 0:1 Antonenko (29.), 0:2, 0:3 Kaßmann (38./ Handelfmeter, 45. +1), 0:4 Kruth (69.), 0:5 Cebula (85.).
Richtig angefressen war Concordia-Trainer Thomas Priet nach der Partie. Dabei ging es ihm angesichts der Kräfteverhältnisse nicht um das Pokalaus, sondern das Wie. „Die ersten 30 Minuten waren noch gut. Nach dem 0:1 haben wir uns aber mehr mit anderen Dingen beschäftigt und mit unseren Gegenspielern aufgerieben“, ärgerte sich der Aufstiegstrainer und ergänzte: „Wenn wir so spielen, haben wir in der Bezirksliga nichts verloren.“
Antonenko mehrmals im Mittelpunkt
In den ersten 30 Minuten durften die mehr als 250 Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen und auch der Coach noch auf eine neuerliche Überraschung hoffen. Leer hatte zwar leichte Feldvorteile, doch im Chancenverhältnis stand es 1:1. Germanias neuer ukrainischer Stürmer Roman Antonenko zwang Florian Hillebrand zu einer Glanzparade. Gleiches tat der frühere Germane und Concordia-Routinier Benjamin Lünemann fast direkt im Gegenzug auf der anderen Seite mit Keeper Florian Demhartner. In der Folge versuchten es beide Mannschaften bei starkem Regen mit einigen langen Bällen und Distanzschüssen.
Dann ging Germania nach einer tollen Flanke und einem Antonenko-Kopfball in Führung (29.). Der Regen hörte nun auf und die Leeraner Dominanz mit dem 1:0 im Rücken nahm zu. „Wir haben schlecht ins Spiel gefunden, uns dann gesteigert und auch schöne Tore herausgespielt“, sagte Germania-Trainer Erhan Colak. Das 0:2 resultierte aus einer tollen Vorarbeit des sehr agilen Außenspielers Baran-Ömer Saracoglu. Mit einem Flugkopfball drückte Kapitän Nick Kaßmann den Ball nach der tollen Flanke über die Linie (38.). Kurz danach foulte Rene Akkermann Roman Antonenko, der sich daraufhin mit einem Schubser „revanchierte“. Der Schiedsrichter zeigte beiden die Gelbe Karte.
Trainer erwartet eine Reaktion
Dann verdiente sich Germania durch drei Chancen in vier Minuten die 3:0-Halbzeitführung. Zolfaqhar Nazari (43.) und Antonenko (44.) vergaben knapp. Nach einem Handspiel von Rene Akkermann bekam Leer dann in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter, den Kaßmann sicher verwandelte.
Direkt nach dem Wechsel hätte Antonenko für das 0:4 sorgen können ebenso wie Danila Ichim einige Minuten später – aber der Schuss und der Kopfball gingen über das Tor. Germania verwaltete danach das Ergebnis und hatte alles im Griff. Und bei zwei Vorstößen klingelte es dann nochmals im Concordia-Kasten. Dabei trafen jeweils Germania-Joker: Tom Kruth mit seinem ersten Ballkontakt nach einem Diagonalball von Alizade Carmanov zum 4:0 – und David Cebula nach einer Flanke. Ballannahme mit rechts, Abschluss mit links ins lange Eck: Tor, 0:5.
So feierten die Germanen im Bezirkspokal den zweiten hohen Sieg und freuten sich über Selbstvertrauen für den schweren Landesliga-Alltag. Das will sich die Concordia nach zwei Startniederlagen in der Bezirksliga gegen zwei Schwergewichte (Pewsum, Esens) nun am Samstag im Aufsteigerduell mit dem TuS Holtriem holen. „Da erwarte ich eine Reaktion der Mannschaft“, so Thomas Priet.