Nun 13 Papas beim Landesligisten Kinderreiches Fußballteam – Baby Matti ist Firrels 20. Kind
Tim Schouwer wurde zum ersten Mal Vater. Der Kapitän sprach mit unserer Zeitung über sein Familienglück, die enorme Kinder-Quote im Team und das vorgezogene Ligaspiel am Mittwoch gegen Vechta.
Firrel - Mit dem zweiten Sieg im zweiten Landesligaspiel haben sich die Fußballer von Grün-Weiß Firrel am Sonntag auf Platz zwei vorgeschoben. Einen Tag zuvor bauten die Ostfriesen eine Spitzenposition in einer anderen Rangliste aus. Mit der Geburt von Matti Schouwer ist die Zahl der Kinder im Firrel-Kader auf 20 (!) gestiegen. „Wir sind eine sehr familienfreundliche Mannschaft“, sagt Kapitän Tim Schouwer, der am Wochenende erstmals Vater wurde und mit seinen Teamkollegen am Mittwochabend, 14. August, den dritten Sieg einfahren möchte. Wegen des Stoppelmarktes in Vechta ist das Heimspiel gegen Aufsteiger SFN Vechta auf diesen Mittwoch um 20 Uhr vorverlegt worden.
Während die Vechteraner das freie Fußball-Wochenende für Party auf dem Volksfest nutzen dürften, werden die vielen Firreler Papas die Zeit mit ihren Familien genießen. Allen voran auch Tim Schouwer. „Frau und Kind sind wohlauf. Ich darf sie jetzt aus dem Krankenhaus abholen und mit nach Hause nehmen“, sagte der 32-Jährige am Dienstagvormittag im Gespräch mit unserer Zeitung. Er hat nun einige Wochen frei, um das junge Familienglück zu genießen.
Kreißsaal statt Einschulungsfeier
Am Samstag fuhren die hochschwangere Ineke und Tim Schouwer zu einer Routine-Untersuchung vom Zuhause in Bunde ins Krankenhaus nach Leer. Eigentlich sollte es danach weitergehen nach Emden. Dort war das Paar noch zur Einschulungsfeier von Lenny Grotlüschen, jüngster Sohn von Trainer Bernd Grotlüschen, eingeladen. Doch dazu kam es gar nicht mehr – Matti hatten sich auf den finalen Weg gemacht. Um 20.15 Uhr erblickte der Schouwer-Sprößling dann das Licht der Welt, zwei Tage nach dem 1. Hochzeitstag der Eltern. 55 Zentimeter groß und 4050 Gramm lauten die Geburts-Daten.
Nach einer Nacht im Familienzimmer fuhr Kapitän Schouwer dann am Sonntag mit seiner Mannschaft nach Mühlen zum Auswärtsspiel. „Ineke wollte auch, dass ich mitspiele. Sie steht voll hinter meiner Fußball-Leidenschaft, das ist toll“, so Schouwer, der nach wenig Schlaf bei hohen Temperaturen auch etwas kämpfen musste. „Es war nicht mein bestes Spiel. Aber wir haben die Partie mit einer super Teamleistung am Ende gewonnen.“ Nach einem frühen 0:1 und schwachen Beginn siegten die Ostfriesen noch 4:1.
So verteilen sich die 20 Kinder
Der Bunder spielt inzwischen schon sei acht Jahren für GW Firrel. „Hier hat sich etwas gefunden. Wir spielen teilweise schon viele Jahre zusammen, sind eine echte Gemeinschaft“, sagt Schouwer. Vor wenigen Wochen fand auch ein Familienfest mit allen Partnerinnen und den Kindern statt. Die Firrel-Kinder verteilen sich auf Trainer Bernd Grotlüschen (2 Kinder), Jann Hellmers (2), Julian Bennert (2), Reinhard Grotlüschen (2), Ralf Grotlüschen (2), Marc Steinheuser (2), Rene Carstens (2), Andre Lücht (1), Patrick Vietor (1), Michael Olbrys, Manuel Suda (1), David Goguadze (1) und nun auch Tim Schouwer (1).
Tipp
Firrel - Vechta 3:1. Mit großem Selbstvertrauen, einem großen Kader und vielen personellen Möglichkeiten geht Firrel in das Spiel. Das zusammen mit dem Heimvorteil lässt den dritten Liga-Sieg in Serie erwarten.
Die Altersspanne reicht von 13 Jahren (Leif Grotlüschen, Trainersohn) bis zu Baby Matti. „Wir hatten für alle Kinder auch Firrel-Trikots bestellt“, erzählt Tim Schouwer. Da passt Matti natürlich noch nicht hinein – also wird bald ein Firrel-Strampler organisiert.
Auch sportlich läuft es
Das Familienglück passt zur sportlichen Situation. „Die Stimmung ist super“, sagt Tim Schouwer nach zwei souveränen Bezirkspokalsiegen und dem besten Firreler Landesliga-Start überhaupt. „Wir haben sportlich und auch charakterlich super Typen dazubekommen. Ich hätte aber nicht gedacht, dass wir uns alle so schnell finden.“ So hofft der „Capitano“, dass die Firreler mal eine sorgenfreie Saison haben werden und das von Trainer Grotlüschen und Klubchef Johannes Poppen ausgerufene Saisonziel oberes Drittel ins Auge gefasst werden kann. Dazu will man gegen Aufsteiger Vechta, den Firrel im Pokal-Halbfinale im Juni 2:1 besiegte, nachlegen. „Das war eine junge Mannschaft, bei der wir schon dachten, die kann es auch in der Landesliga schaffen“.“ Mit Quendrim Krasniqi haben sie auch einen spielstarken und erfahrenen Mittelfeldspieler in ihren Reihen, der schon in der Landesliga spielte.
Möglicherweise gelingt Grün-Weiß Firrel Mittwochabend der Sprung auf Platz eins. In einer anderen Tabelle dürften die Ostfriesen in der Landesliga ohnehin schon ganz vorne liegen: 20 Kinder sind eine Ansage. Und Firrel-Kind Nummer 21 ist schon im Anflug. Torben Lange wird im September Vater.