Wildeshausen Feuer im Altenheim: 87 Evakuierte und mehrere Verletzte in Wildeshausen
Schreck für die Bewohner eines Altenheims in Wildeshausen: Wegen eines Feuers mussten die Senioren die Einrichtung am späten Sonntagabend verlassen. Drei Menschen wurden leicht, einer schwer verletzt.
Großeinsatz am Sonntagabend an einem Altenheim in Wildeshausen: Wie die Polizei mitteilt, hatte gegen 22.30 Uhr die Brandmeldeanlage der Einrichtung ausgelöst. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Wildeshausen stellten einen Brand in einem Serverraum fest. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe sich der stark giftige Rauch unkontrolliert durch Kabel- und Lüftungsschächte im gesamten Gebäude ausgebreitet.
Die Einsatzkräfte holten alle 87 Bewohner sowie die Mitarbeiter aus dem Gebäude und begannen parallel mit den Löscharbeiten.
Die Bewohner seien zunächst vor dem Seniorenheim erstversorgt und anschließend in das nahegelegene Feuerwehrhaus in Wildeshausen transportiert worden, wo sie weiter medizinisch versorgt wurden. Ein 73-Jähriger kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Eine 40-jährige Mitarbeiterin des Altenheims sowie zwei 39-jährige Ersthelfer wurden mit vermutlich leichten Verletzungen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Gegen 23.30 Uhr war der Brand gelöscht. Am Montagvormittag teilte die Polizei mit, dass Brandursachenermittler einen technischen Defekt an einem Notstromaggregat als Brandursache ausgemacht haben. Eine Überprüfung der Ermittler ergab, dass es zu keinem Gebäudeschaden gekommen ist.
Insgesamt waren laut Polizeibericht etwa 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren Wildeshausen, Neerstedt, Dötlingen, Düngstrup, Rechterfeld, Harpstedt, Colnrade, Großenkneten, Ahlhorn, Visbek und Delmenhorst im Einsatz. Neben 53 weiteren Rettungskräften, darunter drei Notärzten, waren auch 62 Angehörige der schnellen Einsatzgruppen des Landkreises Oldenburg sowie das Kriseninterventionsteam der Malteser des Landkreises Oldenburg eingesetzt.
Nach intensiver Belüftung des Altenheims konnten die Bewohner nach einer medizinischen Sichtung im Laufe der Nacht sicher wieder in die Einrichtung zurück. Auch die zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebrachten Personen konnten am Montag in das Heim zurückkehren.
Die Feuerwehr hob besonders den Einsatz des Pflegepersonals hervor, das nicht nur bei der Evakuierung unterstützte, sondern auch wertvolle Auskünfte liefern konnte. Janik Stiller, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Oldenburg, sprach in der Nacht von einem perfekten Ablauf: „Dieser Einsatz ist für alle eingesetzten Einsatzkräfte besonders. Wir mussten innerhalb kürzester Zeit viele Menschen aus dem Gebäude retten. Hier hat die Zusammenarbeit aller Organisationen perfekt geklappt, das ist deutlich hervorzuheben.“