Mölenlandbad in Bunde  Neuer Schwimmmeister ist noch von der „alten Schule“

Tatjana Gettkowski
|
Von Tatjana Gettkowski
| 11.08.2024 08:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bürgermeister Uwe Sap stellte sich zusammen mit dem neuen Schwimmmeister Luitjen Eden ins Schwimmbecken, in dem noch kein Wasser ist. Foto: Gettkowski
Bürgermeister Uwe Sap stellte sich zusammen mit dem neuen Schwimmmeister Luitjen Eden ins Schwimmbecken, in dem noch kein Wasser ist. Foto: Gettkowski
Artikel teilen:

Schwimmmeister zu finden wird für Bäderbetriebe immer schwieriger. Diese Erfahrung hat auch die Gemeinde Bunde gemacht. Zum Saisonstart im Mölenlandbad gibt es aber gute Nachrichten.

Bunde - Es ist ein fliegender Wechsel: Im Friesenbad in Weener geht die Freibadsaison am 15. September zu Ende. Auf das Badevergnügen verzichten müssen Rheiderländer aber nicht. Denn am selben Tag beginnt im Mölenlandbad in Bunde die Hallenbadsaison. Wegen der familiären Atmosphäre lockt das Bad viele Stammgäste an, die es ruhig mögen. Auch aus dem Landkreis und den benachbarten Niederlanden.

Die Gemeinde Bunde hatte in der Vergangenheit kein Glück mit den Schwimmmeistern. Vor zwei Jahren war völlig unerwartet der Schwimmmeister verstorben. Der Nachfolger verabschiedete sich noch in der Probezeit wieder aus Bunde. Er hatte in seiner Heimat in Süddeutschland eine Vollzeitstelle gefunden hatte. Es fand sich mit Ute Olthaus zwar eine Nachfolgerin, doch die ging nach einer Saison wieder. Doch nun konnte Bundes Bürgermeister Uwe Sap die gute Nachricht für alle Freunde des Mölenlandbades verkünden: Rechtzeitig zum Start der Hallenbadsaison am 15. September haben wir einen neuen Schwimmmeister gefunden.

Klein und beschaulich ist das Mölenlandbad in Bunde. Gerade deshalb ist es bei vielen Stammgästen so beliebt. Bürgermeister Uwe Sap und Schwimmmeister Luitjen Eden stehen auf dem Hubboden, der bei Bedarf abgesenkt werden kann. Foto: Gettkowski
Klein und beschaulich ist das Mölenlandbad in Bunde. Gerade deshalb ist es bei vielen Stammgästen so beliebt. Bürgermeister Uwe Sap und Schwimmmeister Luitjen Eden stehen auf dem Hubboden, der bei Bedarf abgesenkt werden kann. Foto: Gettkowski

Gelernter „Schwimmmeister“

„Ich bin noch von der alten Schule. Mein Lehrberuf hieß damals noch Schwimmmeister“, erzählt Luitjen Eden, der seit 1982 mit Begeisterung in seinem Beruf arbeitet. Heute würde man ihn als Meister für Bäderbetriebe bezeichnen. Gebürtig stammt Eden aus Dunum im Landkreis Wittmund. „Meine Lehre habe ich damals in Bensersiel gemacht“, berichtet der 62-Jährige.

Zuletzt hat Eden nach eigenen Angaben in Schleswig-Holstein gearbeitet, in einem Freibad in Lauenburg an der Elbe. Technisch sei die Arbeit in einem Hallenbad dieselbe. „Vom Rhythmus wird es für mich aber doch etwas neu sein. Im Freibad war für mich der Sommer die arbeitsreichste Zeit, hier Hallenbad wird es jetzt der Winter“, sagt der Ostfriese.

Ein echter Ostfriese

Nach seiner Zeit in Schleswig-Holstein habe es ihn zurück in die Heimat gezogen. „Ich habe 2023 in Loppersum ein Haus gekauft“, erzählt er, „ich habe mir das als Alterssitz gedacht. Ich will jetzt langsam sesshaft werden.“ Nachdem er die Sanierung des Hauses abgeschlossen hatte, habe er sich nach einer Arbeitsstelle umgesehen und sei in Bunde erfolgreich gewesen.

Für Kleinkinder gibt es im Mölenlandbad in Bunde ein Becken für die Wassergewöhnung. Foto: Gettkowski
Für Kleinkinder gibt es im Mölenlandbad in Bunde ein Becken für die Wassergewöhnung. Foto: Gettkowski

Derzeit steckt Eden mitten in den Vorbereitungen für den Saisonstart. Er ist mit der Wasseraufbereitung und den Pumpen beschäftigt. Noch ist das Schwimmbecken leer. Das Wasser wird Ende August eingelassen. Die Mölenland-Fans können es offenbar gar nicht abwarten, dass die Saison im Hallenbad Bunde wieder beginnt. „Die ersten Anfragen wegen Schwimmkursen hatte ich schon am Freitag“, erzählt er.

Wann genau Schwimmkurse angeboten werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt noch bekanntgegeben.

Ähnliche Artikel