Kontrollen auch in Ostfriesland  Polizei achtet besonders auf Raser und Rüpel

| 06.08.2024 15:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei appelliert an das Verantwortungsbewusstsein. Foto: Pixabay
Die Polizei appelliert an das Verantwortungsbewusstsein. Foto: Pixabay
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Noch bis Sonntag wird die Polizei ein besonderes Auge auf Raser und aggressive Fahrer haben. Dafür gibt es gute Gründe.

Ostfriesland - Die Polizei nimmt in dieser Woche Raser und Rüpel ins Visier. Die Polizeidirektion Osnabrück, zu der auch Ostfriesland gehört, hat eine Kontrollwoche gegen Temposünder und aggressive Verkehrsteilnehmer angekündigt. Das steht auch in Zusammenhang mit dem Schulbeginn. Am Montag endeten in Niedersachsen die Sommerferien.

Bis zum kommenden Sonntag, 11. August 2024, sei mit verstärkten Kontrollmaßnahmen zu rechnen, heißt es in der Mitteilung. Gegenseitige Rücksichtnahme und regelkonformes Verhalten im Straßenverkehr sei immens wichtig, erklärt Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. „Besonders die gravierenden Geschwindigkeitsverstöße haben wir in dieser Woche im Blick, da die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammenhängt.“ Die Polizei dulde keine Raser und Drängler, denn die seien nicht nur rücksichtslos, sondern auch sehr gefährlich für alle Beteiligten.

Europaweit Schwerpunktkontrollen

Zur Erinnerung: gerade erst hat ein Raser auf der Autobahn 28 fast einen Unfall ausgelöst. Der Mann hatte am Sonnabend nahe der Ausfahrt Filsum eine Autofahrerin rechts überholt und sie dann mehrfach ausgebremst. Dadurch wäre es fast zu einem Zusammenstoß gekommen.

Die Tempokontrollen laufen übrigens nicht nur von den Ostfriesischen Inseln bis zum Teutoburger Wald, sondern in allen Mitgliedsländern der EU. Durch gemeinsame Aktionen sollen die europaweit häufigsten Unfallursachen bekämpft werden, erklärt Ellermann. Ziel der sogenannten Schwerpunktkontrollen sei es, auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und an das Verantwortungsbewusstsein zu appellieren – für die eigene Sicherheit und der anderen.

Mehr Unfalltote im Jahr 2023

2023 kamen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben als im Jahr davor. Es gab 97 Unfalltote – 17 mehr als 2022. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit schwerverletzen Personen betrug laut Ellermann im letzten Jahr 1108.

Dabei spielte überhöhte- und nicht angepasste Geschwindigkeit eine große Rolle. „Um die Zahl der Schwerverletzten und getöteten Personen im Straßenverkehr zu reduzieren, finden regelmäßig Kontrollaktionen dieser Art statt“, erklärt der Polizeisprecher.

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