Bremen  Betrugswarnung: Phishing-E-Mails im Namen des Zolls Bremen

Lars Pingel
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Von Lars Pingel
| 22.07.2024 10:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Hauptzollamt Bremen warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Es werden falsche Zahlungsaufforderungen in dessen Namen per Mail verschickt. Foto: imago images/Pond5 Images
Das Hauptzollamt Bremen warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Es werden falsche Zahlungsaufforderungen in dessen Namen per Mail verschickt. Foto: imago images/Pond5 Images
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Neue Betrugsmasche: Das Hauptzollamt Bremen weist auf Phishing-E-Mails hin, die seriös wirkende Zahlungsaufforderungen beinhalten. Daran sind diese zu erkennen.

Das Hauptzollamt Bremen hat vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt. Derzeit gingen vermehrt Hinweise ein, dass Cyberkriminelle mit angeblichen Käufen über die zolleigene Versteigerungsplattform www.zoll-auktion.de an Geld kommen wollen, teilte es mit. Dazu würden von der Domain www.zoll-bremen.de Phishing-E-Mails mit Zahlungsaufforderungen versendet. „Denkbar ist, dass auch ähnliche Domains mit dem Namen einer anderen Stadt verwendet werden“, erklärte das Amt.

Der Domainbetreiber habe eine Weiterleitung auf www.zoll-auktion.de für diese Betrugsmasche eingerichtet, heißt es in der Mitteilung weiter. Damit solle der Eindruck erweckt werden, dass die Zahlungsaufforderung für eine vermeintliche Ersteigerung in der Auktion direkt von der Zoll-Auktion käme. Es gibt unterschiedliche Ausgestaltungen der Mails: „Mal enthalten diese lediglich Links, mal aber auch täuschend echt aussehende, nachgeahmte Rechnungen mit Zahlungsaufforderungen im PDF-Format mit Zoll-Logos und einem Überweisungsträger mit eingedruckter IBAN-Nummer, die zu einem Konto der Deutschen Bank führt.“ Und: Die Täter haben sogar eine Bremer Festnetznummer eingerichtet. „Wer anruft, erhält in der Regel kurz darauf einen Rückruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Hauptzollamts, welcher die Richtigkeit der Rechnung bestätigt.“

Die Empfänger der Mails seien häufig Autohändler, da diese oftmals Fahrzeuge über die Internet-Auktion des Zolls erwerben, erklärte das Amt. „Diese Mails sind allesamt Spam-Mails. Wir warnen davor, auf Download-Links und Mail-Anhänge zu klicken oder Anleitungen von unbekannten Absendern zu klicken“, sagte Astrid Böttcher, stellvertretende Leiterin des Hauptzollamts Bremen.

Die Schreiben seien „mit Sicherheit“ gefälscht, wenn die Empfänger beispielsweise zu Zahlungen auf Konten aufgefordert werden, die nicht bei der Deutschen Bundesbank bestehen, so das Hauptzollamt weiter. Überweisungsdaten bei Auktionen des Zolls seien „ausschließlich über die Anwendung Zoll-Auktion abrufbar“. Zahlungsdaten werden nicht per E-Mail versendet. Bei Auktionsende erhält der Gewinner der Auktion lediglich die Benachrichtigung, sich in sein persönliches Nutzerkonto einzuloggen, um seine Zahlungsdaten abrufen zu können. Außerdem erklärt die Behörde:

Die Zollbehörden hätten ein starkes Interesse daran, dass niemand durch derartige betrügerische Fälschungen geschädigt wird, teilten diese abschließend mit. Sie bitten daher „jede Empfängerin und jeden Empfänger, die oder der auch nur einen geringen Verdacht hat, dass mit einer Rechnung oder Mail einer Zollbehörde etwas nicht stimmen könnte, unbedingt Kontakt mit dem Zoll aufzunehmen“.

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