Nachruf FC Stern Völlenerfehn trauert um Klaus van Deest
Er war Sportler durch und durch. In ganz vielen Bereichen seines Heimatvereins setzte sich Klaus van Deest engagiert ein. Das Ehrenmitglied ist im Alter von 83 Jahren verstorben.
Völlenerfehn - Mit Klaus van Deest ist kürzlich einer der außergewöhnlichsten Sportler in der Gemeinde Westoverledingen verstorben. Er wurde 83 Jahre alt. Sein Leben widmete er hauptsächlich dem Sport, insbesondere seinem Heimatverein FC Stern Völlenerfehn, der ihm stets sehr am Herzen lag. Aber auch als Fußball-Schiedsrichter, Wahlhelfer und bei ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen im Verein war Klaus van Deest mit großem Engagement dabei. Hierbei erwarb er sich durch sein einnehmendes Wesen viele Freunde.
„Klaus war im gesamten Verein sehr beliebt, immer sehr gut gelaunt und konnte diese Eigenschaft auf andere übertragen. Für seine Verdienste wurde Klaus zum Ehrenmitglied ernannt. Eine besondere und seltene Ehrung beim FC Stern. Im Jahre 2023 wurde Klaus für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Eine ganz seltene Auszeichnung“, wie Ewald Groeneveld, ein alter Weggefährte von Klaus van Deest, treffend formuliert.
Geboren in der Gemeine Mitling Mark
Klaus van Deest wurde am 6. November 1940 in Mitling Mark in der Gemeinde Westoverledingen geboren. Nach seiner Schulzeit begann er eine Lehre bei Karl Schmidt in Papenburg als Maschinenschlosser, die er erfolgreich absolvierte. Anschließend folgte eine Anstellung als Hausmeister der Grundschule Völlenerfehn. Diese Tätigkeit übte er bis zum Eintritt in den Ruhestand aus.
Am 1. Januar 1953 trat er in den Sportverein FC Stern Völlenerfehn ein. Dort spielte er zunächst in der Knabenmannschaft und später in der ersten Jugend. Mit 18 Jahren erfolgte der Eintritt in die erste Herrenmannschaft vom FC Stern, in der er über einen langen Zeitraum als Stammspieler sehr viele Erfolge erzielen konnte. „Klaus war dabei immer sehr mannschaftsdienlich, wurde hauptsächlich als Mittelfeldspieler eingesetzt und besaß eine Topkondition, die seiner Kämpfernatur zu Gesicht stand“, kann sich Groeneveld gut erinnern. „Dabei ist er immer als fairer Spieler aufgetreten und in der gesamten Laufbahn nicht ein einziges Mal vom Platz geflogen.“ Nach der aktiven Zeit als Herrenspieler hat van Deest in der Alten Herren und später in der Altliga weiterhin für den FC Stern Spiele absolviert.
Viele Jahre als Schiedsrichter aktiv
Damals wie heute gab es bereits einen Schiedsrichtermangel. Aus diesem Grund absolvierte van Deest schon sehr früh die Schiedsrichterprüfung, leitete viele Spiele, besonders im Jugendbereich. Als die Damenfußballerinnen in den Punktspielbetrieb eintraten, war Klaus van Deest auch hier als Spielleiter aktiv.
Im Sportverein engagierte sich Klaus van Deest immer wieder in unzähligen Bereichen. Dabei war ihm die Jugendarbeit besonders wichtig. „Klaus hat sich für die Platzpflege und für das Sportheim, wo es immer etwas zu reparieren gab, vorbildlich eingesetzt. Jahrelang hat er im Verein auch im Vorstand Aufgaben übernommen. Von 1981 bis 1991 war er sogar der erste Vorsitzende beim FC Stern“, sagt Groeneveld.
Aushilfe in der Tischtennisabteilung
„In dieser Zeit hat Klaus enorm viel auf den Weg gebracht, zum Beispiel wurde eine Flutlichtanlage auf dem Hauptplatz installiert, er war Mitbegründer der Tennisabteilung und dort in der Mannschaft als Spieler selbst aktiv“, zählt Ewald Groeneveld nur einige der Dinge auf, für deren Umsetzung sich Klaus van Deest einsetzte. Als die Tischtennisabteilung Personalprobleme in der zweiten Mannschaft bekam, sprang Klaus van Deest auch dort als Spieler mit ein. Zusammen mit seinem Sohn Ralf errang er etliche Punkte.
Auch außerhalb des Vereinslebens war der Tatendrang von Klaus van Deest nicht zu stoppen. Im Jahr 1973 war van Deest einer der Mitbegründer des Kegelclubs „Freie Bahn“, bei dem er über 40 Jahre aktiv mitgekegelt hat.
Gerne eine Runde Skat gespielt
Wenn Wahlen zum Bundes- oder Landtag sowie Gemeinderat anstanden, übernahm Klaus van Deest jahrelang den Vorsitz im Wahllokal. Gerne spielte Klaus van Deest in seiner Freizeit Skat mit Freunden. Rund sechs Wochen vor seinem Tod hat er noch einmal mit zwei engen Freunden ein paar Stunden Skat gespielt.
„Er hinterlässt eine große Lücke. Wir werden Klaus immer in unseren Gedanken bei uns tragen“, sagen Ewald Groeneveld und Holger Holzenkämpfer, Vorsitzender des Vereins, übereinstimmend.