Zentrale Lage  So geht es mit dem OLB-Gebäude in Leer weiter

Jonas Bothe
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Von Jonas Bothe
| 17.07.2024 14:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im vorderen Bereich des OLB-Gebäudes in Richtung Denkmalsplatz wird Einzelhandel untergebracht. Foto: Nording
Im vorderen Bereich des OLB-Gebäudes in Richtung Denkmalsplatz wird Einzelhandel untergebracht. Foto: Nording
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Das OLB-Gebäude in Leer wird teilweise umgebaut. Wir haben nachgefragt, was dort derzeit gemacht wird und wie es weitergeht. Ein großer Teil des Erdgeschosses wird bald anderweitig genutzt.

Leer - Wer derzeit einen Blick in die Räume der Oldenburgischen Landesbank in der Leeraner Innenstadt werfen will, muss schon genau hinschauen. Einige Fenster sind mit Papier zugeklebt. Dort weisen Hinweisschilder eines Architekturbüros darauf hin, dass hier gearbeitet wird. In anderen Fenstern sind die Lamellen der Gardinen zugezogen. Hier arbeiten weiterhin die OLB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreuen ihre Kunden.

Doch noch in diesem Sommer sollen sie innerhalb des Gebäudes umziehen. In dem kleineren Abschnitt in Richtung Modegeschäft, der derzeit umgebaut wird, soll sich dann der Schalterbereich der OLB befinden. Die Bankfiliale wird damit deutlich kleiner. Der vordere, zum Denkmalsplatz zeigende Bereich wird künftig anderweitig genutzt.

Seit Anfang des Jahres neuer Eigentümer

Viele Jahre lang gehörte das OLB-Gebäude am Leeraner Denkmalsplatz zu den Plänen der Fokus Development AG aus Duisburg, das Gröttrup-Mitte-Areal zwischen Mühlen- und Ledastraße sowie dem Vaderkeborg völlig neu zu entwickeln und ein neues Gebäude dort zu errichten. Doch getan hatte sich nichts. Im vergangenen Jahr verkaufte die OLB schließlich das Gebäude an jemand anderes. Neuer Eigentümer ist seit Jahresbeginn das Unternehmen Watersportcentrum Proosdij aus dem niederländischen Vinkeveen bei Amsterdam. Dessen Inhaber ist René Bultena.

In den Räumen, die an das Modegeschäft angrenzen, soll sich künftig der Schalterbereich der OLB befinden. Foto: Nording
In den Räumen, die an das Modegeschäft angrenzen, soll sich künftig der Schalterbereich der OLB befinden. Foto: Nording

„Das Gebäude wird nach und nach auf den heutigen Stand der Technik gebracht“, hatte der 62-Jährige von der Insel Terschelling im Januar im Gespräch mit dieser Zeitung gesagt. Bei Kauf, Umbau und Vermietung wird Bultena von der Leeraner Immobilien Management Service GmbH (IMS) von Günter Kuhlmann unterstützt. Die Räume im OLB-Gebäude werden laut Bultena neu aufgeteilt, damit mehrere Mieter es künftig nutzen können.

Schalterbereich wird nur noch 90 Quadratmeter groß sein

Die Bank werde künftig einen etwa 90 Quadratmeter großen Schalterbereich im Erdgeschoss – an der Mühlenstraße direkt neben dem Bekleidungsgeschäft im nächsten Gebäude – nutzen. „Wir rechnen damit, dass Ende August/Anfang September die Räumlichkeiten bezogen werden“, sagt jetzt Günter Kuhlmann auf Nachfrage dieser Zeitung. Für die OLB-Mitarbeiter stehen zudem auf etwa 460 Quadratmetern Büros im 2. Obergeschoss zur Verfügung. Mit dem Umzug seien keine Personalmaßnahmen verbunden, hatte OLB-Sprecher Timo Cyriacks Anfang des Jahres mitgeteilt. „Es ist vorgesehen, dass die bekannten Kundenbetreuerinnen und -betreuer wie gewohnt auch weiterhin Ansprechpartner bleiben werden.“

Im Erdgeschoss bleiben dann noch 540 Quadratmeter übrig. Derzeit werde noch mit den Interessenten verhandelt, sagt Günter Kuhlmann auf Nachfrage dieser Zeitung. Welche es sind, möchte er noch nicht sagen. Vom Tisch sind allerdings anfängliche Überlegungen, dort ein gastronomisches Angebot unterzubringen. „Das werden wir nicht mehr machen“, so Kuhlmann. Vielmehr sollen die Räumlichkeiten für Einzelhandel genutzt werden. Bereits im Laufe des Septembers könnten diese eröffnet werden. Alle anderen Flächen im Gebäude seien mittlerweile vermietet, betont Kuhlmann.

Die Pläne von Fokus Development, auch das OLB-Gebäude mit einzubeziehen, sind dann endgültig Geschichte. „Warum sollte ich mit einer Firma zusammenarbeiten, die 2015 ihre Pläne vorgestellt hat, und die seit 2019 nichts mehr gemacht hat“, hatte der niederländische Investor im Januar klargestellt – und fügte an: „Ich habe es nicht gekauft, um es gleich wieder zu verkaufen.“

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