Mehr Plätze, Personal bleibt Das ändert sich bei den Kitas in Leer

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 10.07.2024 07:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Das neue Kindergartenjahr bringt in Leer Veränderung. Foto: Uwe Anspach/dpa
Das neue Kindergartenjahr bringt in Leer Veränderung. Foto: Uwe Anspach/dpa
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Ab August ist der Landkreis Leer komplett für die Kindergärten in Leer verantwortlich. Das ist geplant.

Leer - Noch sind Sommerferien in Niedersachsen. Zum Start des Kindergarten-Jahres am 1. August 2024 gibt es allerdings ein paar Änderungen im Kreis Leer. Allerdings erstmal nur auf dem Papier: Der Landkreis übernimmt offiziell auch die Gebäude der Kindergärten in der Stadt Leer. Der Kaufvertrag wurde vergangene Woche von Landrat Matthias Groote unterzeichnet. Auch die jetzt noch bei der Stadt angestellten Erzieherinnen und Hauswirtschaftskräfte werden zum Landkreis Leer wechseln. „Wir heißen unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und der Eltern“, so Landrat Groote in einer Pressemitteilung.

Hintergrund

Weil sich Stadt und Landkreis in der Frage der Kita-Finanzierung nicht einig werden konnten, hatte die Stadt eine seit Jahrzehnten bestehende Vereinbarung gekündigt und die Wahrnehmung der Aufgabe damit an den Landkreis zurückgegeben. Für 3,82 Millionen Euro gehen zum 1. August folgende Einrichtungen an den Landkreis über: Kita Am Niedersachsenring mit 30 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen, Kita Leerort mit 50 Kindergartenplätzen, Kita „Rasselbande“ im Bullenkamp mit 50 Kindergartenplätzen, wie der Landkreis mitteilt. Die Kitas Leerort und „Rasselbande“ nehmen in altersübergreifenden Gruppen auch zweijährige Kinder auf.

Wie geht es jetzt weiter?

Im Stadtgebiet von Leer gibt es laut Landkreis derzeit mehrere Vorhaben, um weitere Krippen- und Kindergartenplätzen zu schaffen. Hier entstehen schon weitere Plätze: Die reformierte Kirchengemeinde Loga baut ihre bereits vorhandene Kita „Lüttje Toornsvalkes“ aus und erweitert sie um eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen. Die Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten (obw) haben mit einem Neubau begonnen, in dem zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen unterkommen, die jetzt noch provisorisch in Containern untergebracht sind. Dort entstehen 80 Plätze. Das Lern- und Förderzentrum erweitert seine Kindertagesstätte Am Deich um eine Integrationsgruppe mit 18 Plätzen. Außerdem wurde vom Jugendhilfeausschuss beschlossen, weitere Plätze in bis zu drei Großtagespflegestellen (je nach Altersstruktur der Kinder 24 bis 30 Plätze) zu schaffen, auch hier läuft die Umsetzung zum Teil bereits, erklärt der Landkreis.

Wie läuft es außerhalb von Leer?

Anders als mit der Stadt Leer konnte der Landkreis mit den übrigen elf kreisangehörigen Kommunen eine neue Vereinbarung treffen, die eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren hat und eine wesentlich stärkere Beteiligung des Landkreises an den Kita-Kosten vorsieht. Landrat Matthias Groote macht in der Pressemitteilung nochmals deutlich, wie wichtig der weitere Kita-Ausbau und damit verbunden die Kooperation mit den Kommunen ist: „Mit dieser Einigung wird ein Signal gesetzt: Der Landkreis und die beteiligten Kommunen wollen die Aufgabe der Kita-Betreuung weiter gemeinsam angehen.“

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