SVC-Legende starb Concordia Ihrhove trauert um „Kerli“ Eden
Vor einem Jahr wurde Gerhard „Kerli“ Eden für 70-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. Nun ist er gestorben. Seine Herzensangelegenheit war über Jahrzehnte die Jugendarbeit.
Ihrhove - Der SV Concordia Ihrhove trauert um eine Vereinslegende. Vor einem Jahr wurde „Kerli“ Eden von seinem Klub noch für 70-jährige Vereinstreue geehrt. Nun starb der Ur-Concorde mit 87 Jahren. Seinen wirklichen Vornamen Gerhard kannte kaum jemand im Verein. Als „Kerli“ schnürte er über Jahrzehnte die Fußballschuhe. Und als „Kerli“ brachte er ab den 70er Jahren Hunderten von Kindern und Jugendlichen das Fußballspielen bei.
„Er war früher auch mein Trainer“, sagt der 2. Vorsitzende Beene Oldigs. „Es gab kaum jemanden, der nicht einmal von ,Kerli’ trainiert wurde.“
1953 trat Eden als 15-Jähriger in den Verein ein. Sein Vater war Ortsbrandmeister von Folmhusen und wollte seinen Sohn eigentlich zur Feuerwehr holen. Gerhard Eden hatte aber nur Fußball im Kopf und trat schließlich heimlich dem Verein bei.
Schon damals wurde er wegen seiner etwas schmächtigen Statur nur „Kerli“ genannt. Er begann in der A-Jugend des Vereins und feierte fünf Jahre später mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksklasse seinen ersten großen Erfolg. 15 Jahre lang spielte er in der 1. und 2. Herren, danach in der Alten Herren, der Altliga und schließlich in der Ü60.
Seine große Leidenschaft war aber der Jugendfußball. Mit großer Begeisterung kümmerte er sich um den Nachwuchs. 1996 wurde „Kerli“ auf der „Rot-Weißen Nacht“ des Vereins als aktiver und vorbildlicher Fußballer zum „Concorden des Jahres“ gewählt.
Auch im Ruhestand engagierte er sich laut Beene Oldigs permanent für seinen Verein. Wenn rund ums Sportgelände eine helfende Hand gebraucht wurde, war „Kerli“ Eden immer zur Stelle. „Er war ein herausragender Concorde und ein liebevoller Mensch“, sagt Oldigs.
Nun starb Gerhard „Kerli‘“ Eden mit 87 Jahren. Er hinterlässt drei Kinder sowie zahlreiche Enkel und Urenkel. Die Familie verzichtet auf zugedachte Blumen und Kränze, wie sie in der Traueranzeige schreibt. Stattdessen bittet sie um Spenden für die Herzensangelegenheit des Verstorbenen: die Jugendarbeit des SV Concordia.