Update Mann in Weener getötet – wie ist der Stand der Dinge?
Im Januar 2024 ist ein Mann in seiner Wohnung in Weener getötet worden. Wir wollten wissen, wie der Stand der Dinge in diesem Fall ist.
Weener - Die Sanitäter konnten ihm nicht mehr helfen: Ein 34-Jähriger ist am 27. Januar 2024 in seiner Wohnung in Weener an seinen schweren Verletzungen gestorben. Die Staatsanwaltschaft Aurich hat die Ermittlungen wegen des Tötungsdelikts abgeschlossen, wie sie Anfang Mai mitteilte, und gegen einen 52-jährigen Mann wegen Totschlags Anklage vor dem Landgericht Aurich – Schwurgericht – erhoben.
Wir haben beim Landgericht Aurich nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist. Richter Nils Drosten teilte mit, „dass über die Eröffnung des Hauptverfahrens noch nicht entschieden worden ist.“ Wann das der Fall sein wird, stehe nicht fest.
Was wissen wir zur Tat im Januar?
Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, einen 34-jährigen Mann in dessen Wohnung in der Westerstraße in Weener getötet zu haben, schrieb die Staatsanwaltschaft. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll sich zwischen den Männern eine tätliche Auseinandersetzung entwickelt haben. Im weiteren Verlauf soll der Angeschuldigte mehrfach mit einem Messer auf den Geschädigten eingestochen haben. Der Geschädigte erlitt unter anderem Stichverletzungen im Brust- und Rückenbereich. Er verstarb noch in der Wohnung an den Folgen dieser Verletzungen.
Zu dem zum Tatzeitpunkt 51-Jährigen aus Weener hatten die Ermittlungen zügig geführt, wie die Behörden seinerzeit mitteilten. Der Angeschuldigte wurde in der Nacht nach der Tat durch Beamte der Polizeiinspektion Leer/Emden vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich wurde der Mann bereits am 29. Januar 2024 dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Leer vorgeführt, welcher Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen anordnete.
Urteil zu einer weiteren Gewalttat gefällt
Innerhalb nur weniger Monate hatte es in Weener zwei Gewalttaten gegeben. Während der Prozess gegen den Angeschuldigten noch vorbereitet wird, ist ein seinerzeit 61-Jähriger wegen Mordes an seiner Mutter von der Schwurgerichtskammer des Auricher Landgerichts zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Am 25. November 2023 hatte er seine Mutter mit einem Kissen erstickt. Gericht und Staatsanwaltschaft folgten der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, der die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit als erheblich vermindert beurteilte.