Kolumne „Für die Ehre“ Wir lassen es nicht zu heiß werden
Im Einsatz geht es für Feuerwehrleute darum, Menschenleben zu retten. Dass aber auch der Schutz der Einsatzkräfte eine wichtige Rolle spielt, erklärt unser Kolumnist.
„Ist das heiß“, hörte ich in den letzten Tagen mehrfach Menschen klagen. Wollen wir Sommer oder wollen wir ihn nicht? Ich will ihn auf jeden Fall! Wenn jemand wissen möchte, was wirklich heiß ist, dann kann man gerne zur Feuerwehr kommen. Heiß ist es in brennenden Gebäuden und in Übungsanlagen, in denen Flammen über den Köpfen der Einsatzkräfte lodern. Ganz schön gefährlich, meinen mein Sohn und meine Mutter. So denken viele um uns herum. Wir aber erhalten eine gute Ausbildung, um mit der Gefahr umzugehen. Wir lernen, das Feuer zu bezwingen und zu überlisten. Der Selbstschutz steht jedoch an erster Stelle. Ein spannendes Thema.
Was aber viel häufiger als die Brandbekämpfung vorkommt, ist die „Technische Hilfeleistung“. Ein ebenfalls interessantes Thema, bei dem immer mehr Feuerwehren aufrüsten und ausgebildet werden. Es gibt sogar einen großen Teil der Einsatzkräfte, die dieses Thema noch viel heißer finden als den Kampf gegen das Feuer. Aber so hat jeder seine Vorlieben.
Zum Glück, denn so kann sich auch jeder auf eine bestimmte Sache, die ihm oder ihr liegt, spezialisieren. In diesen Lehrgängen wird geschult, wie wir Menschen retten und uns selbst nicht in Gefahr begeben. Dieses Wissen gibt man dann an die anderen Einsatzkräfte weiter.
Schutz vor Hitze bietet ein Sonnenschirm und vor Verbrennung die Sonnencreme; das lernten wir von unseren Eltern. Bei der Feuerwehr lernen wir von unseren Kameradinnen und Kameraden, daher sprechen wir auch oft von der Blaulichtfamilie. Wir stehen füreinander ein und unterstützen uns – egal, wie heiß es auch hergeht. Ganz schön cool. Wenn es dann um Ihre Sicherheit geht, wissen wir, wen wir als erstes schützen müssen. Uns, damit Sie die Hilfe auch erreicht, die Sie in der Notsituation benötigen.
Manchmal wirkt es irritierend, wenn Einsatzkräfte zunächst andere Dinge machen als die eigentliche Rettung. Doch nun wissen Sie, warum es so ist. Damit es uns während des Einsatzes nicht zu heiß wird.
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