Hamburg  Stiftung Warentest testet Feinwaschmittel: Darum fällt die Hälfte durch

Eva Dorothée Rasch
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Von Eva Dorothée Rasch
| 26.06.2024 18:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei Stiftung Warentest haben viele Feinwaschmittel mit „mangelhaft“ abgeschnitten. An der Reinigungsfähigkeit liegt es nicht. Foto: IMAGO/MiS
Bei Stiftung Warentest haben viele Feinwaschmittel mit „mangelhaft“ abgeschnitten. An der Reinigungsfähigkeit liegt es nicht. Foto: IMAGO/MiS
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Die Stiftung Warentest hat ihren Waschmittel-Test 2024 veröffentlicht. Von den 15 getesteten Feinwaschmitteln konnte nur die Hälfte überzeugen. Viele Produkte sind umweltschädlich und versagen bei der Fleckentfernung.

Die Stiftung Warentest hat für ihre Juli-Ausgabe 2024 Feinwaschmittel getestet. Gut wäscht nur der Testsieger. Das bewies er in fünf Monaten Prüfzeit, in denen die Stiftung Warentest 15 Feinwaschmittel gegeneinander antreten ließ – zehn für bunte Textilien und fünf für schwarze Kleidung. 25 Fleckarten und den Schmutz von 35 ausgewählten Haushalten mussten sie entfernen, dabei Farben und Textilien schonen und die Umwelt möglichst wenig belasten.

Nur vier Feinwaschmittel bekamen im Test die Note Gut. Für die Waschleistung bekam lediglich der Testsieger die Note „gut“: Das Dalli Feinwaschmittel. Es ist allerdings auch das teuerste Produkt im Test. Ein Waschgang damit kostet 25 Cent.

Die anderen Feinwaschmittel mit der Gesamtnote „gut“ von Lidl und Rossmann sowie das Schwarzwaschmittel von dm waschen dagegen pro Ladung für 11 beziehungsweise 13 Cent. Ihre Waschleistung ist allerdings nur befriedigend.

Sanft zu Farben und Textilien waren im Test alle 15 Feinwaschmittel. Aber viele bekamen für ihre Waschleistung nur die Note „ausreichend“. Wichtig ist, dass sich gelöste Schmutzpartikel nicht wieder auf den Textilfasern absetzen. Laut den Warentestern gelingt das aber nicht jedem Mittel im Test. Auch wenn Schmutz seltener auf dunkler Wäsche sichtbar ist, kann die Kleidung mit der Zeit anfangen unangenehm zu riechen.

Und auch die Umwelt hatten die Experten im Blick: „Verzichten Sie auf Mittel mit Natriumpyrithion“ empfiehlt Projektleiterin Sara Wagner-Leifhelm. „Der Stoff ist hochgiftig für Wasserorganismen.“ Die Stiftung Warentest fand ihn in 8 der 15 getesteten Feinwaschmittel. Diese Produkte bekamen deshalb allesamt die Note „mangelhaft“.

Die vier guten Waschmittel kommen ohne diesen Konservierungsstoff aus, der auch als Sodium Pyrithione deklariert wird. Waschmittelkäufer sollten also auf das Kleingedruckte achten.

Drei Feinwaschmittel enthielten Mikroplastik. Ein Verzicht darauf wäre gut, um die Umwelt zu schonen – und ab 2028 ist er ohnehin Pflicht. Deshalb vergibt die Stiftung Warentest bei Einsatz von Mikroplastik bestenfalls ein Ausreichend.

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