Stand der Projekte Langwierige Sanierung der Leeraner Schulen
In Leer werden Grundschulen saniert. Die Projekte dauern lange – beispielsweise an der Hoheellernschule. Arbeiten gibt es auch bei der Plytenberg- und Eichenwallschule. Das ist der Stand der Dinge.
Leer - Hoheellernschule, Plytenbergschule oder auch Eichenwallschule: Die Stadt Leer setzt derzeit diverse Bauprojekte in ihren Grundschulen um. Manche dauern – inklusive Verzögerung – schon viele Jahre, andere beginnen gerade erst richtig. In der Sitzung des Schulausschusses wurde jetzt über den aktuellen Stand gesprochen.
Hoheellernschule
Die ersten Sanierungsarbeiten in der Hoheellernschlue haben im Sommer 2016 als reine Klassenraumsanierung begonnen, hatte die Stadtverwaltung im März mitgeteilt. Es folgten die Abschnitte Asbestsanierung Teil 1 (seit 2018), die Behebung eines großen Wasserschadens (2018) und die Asbestsanierung Teil 2 (seit 2020). Die Sanierung der Klassenräume ist im Erdgeschoss abgeschlossen und für das 1. Obergeschoss noch in Arbeit. Die Asbestsanierung sei für das Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss abgeschlossen, hieß es im März.
Jetzt sagte Patrick Pastille vom Gebäudemanagement der Stadt, dass die Steinmetzarbeiten fertiggestellt wurden. Als nächstes müssten diese noch angearbeitet werden. Im Anschluss könne auch ein Teil des Gerüsts abgebaut werden. Außerdem gingen die Arbeiten im Treppenhaus 2 weiter. Im Oktober solle der gesamte Trockenbau in der ehemaligen Aula abgeschlossen werden. Im November solle der Einbau der Türen erfolgen und bis Anfang des nächsten Jahres dann die restlichen Arbeiten. Eine endgültige Fertigstellung sei Anfang März 2025 geplant.
Pastille machte deutlich, dass viele Arbeiten mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden müssten. Das führte zu kritischen Nachfragen. So wollte Norbert Bakker (Gruppe SPD/Stevens-Kimpel) wissen, ob der Denkmalschutz immer Vorrang habe. Dazu entgegnete Pastille, dass Denkmalschutz und Baurecht Hand in Hand gingen. Der Erste Stadtrat Detlef Holz verwies darauf, dass viele Verzögerungen bei der Hoheellernschule nicht an den eigenen Mitarbeitern lagen. Außerdem habe man sich während des Projektes vom Architekten getrennt. Der Rechtsstreit laufe noch. Man habe komplett neue Pläne zeichnen lassen. Pastille ergänzte, dass es auch dauere, die Fachfirmen entsprechend zu bekommen. So komme es zu Verzögerungen, wenn diese im Urlaub seien.
„Was wird dort machen, ist so hanebüchen“, ärgerte sich Bakker. „Ich habe das Gefühl, dass wir in Schönheit sterben.“ Er fragte, ob man beispielsweise bei den Türen nicht erstmal ein Provisorium schaffen könne. Patrick Pastille entgegnete, dass es denkmalrechtliche, baurechtliche und brandschutzrechtliche Vorschriften gebe. „Wir können natürlich eine Tür einfach bestellen, aber dann müsste sie wieder zurückgeschickt werden, wenn sie nicht passt.“ Da rede man schnell von 4000 bis 5000 Euro. Das möchte er mit Steuergeld nicht machen.
Michael Weber (CDU) wollte im Hinblick auf die weiteren Projekte im Zuge der Leeraner Schulbauoffensive wissen, ob sichergestellt ist, dass es dort nicht zu so großen Verzögerungen komme. Diese seinen so groß, dass die gesamten Projektarbeiten ausgeschrieben würden, so Pastille. Dort gebe es dann einen zentralen Ansprechpartner.
Plytenbergschule
Die Arbeiten für die Außenarbeiten seien vergeben worden. In dieser Woche findet das erste Gespräch mit der Firma statt. Als Erstes solle die Spielfläche im Norden der Schule sowie die Zufahrt auf der Ostseite während der Ferien erstellt werden, so Pastille.
Verzögerungen gebe es allerdings bei der Betonsanierung. „Die muss erneut ausgeschrieben werden, weil die beauftragte Firma Insolvenz angemeldet hat“, sagte der Stadtmitarbeiter. Die Ausschreibungen für den Rohbau des neuen Anbaus, die Aufzugsanlage und die Dachdeckerarbeiten seinen in Vorbereitung. „Die Betonsanierung hat uns aber sehr weit zurückgeworfen“, so Pastille. Die neue Mensa solle dennoch im Sommer 2025 fertiggestellt werden. „Die Klassenräume darüber werden sich aber verzögern“, sagte er.
Eichenwallschule
Die Stadt Leer hatte das ehemalige Sparkassen-Gebäude bei der Eichenwallschule im vergangenen Jahr gekauft. 950.000 Euro hat es gekostet. Mit den neuen Räumlichkeiten sollen die beengten Verhältnisse in der benachbarten Eichenwallschule verbessert werden. Die Arbeiten zur Umgestaltung haben mittlerweile begonnen. Bei der Sitzung des Schulausschusses wurden die Räume besichtigt. Die „Schalterhalle“ soll künftig ein Mehrzweckraum werden, wo bis zu 200 Stühle aufgestellt werden können, erläuterte Pastille. Die alten Beratungsbüros bleiben erhalten. Sie sollen unter anderem für die Sprachförderung, für Vertrauenslehrer, die Schulleitung, das Sekretariat oder als Gruppenraum verwendet werden.