Schlüsselübergabe in Barßel  Bürger durften erstmals ins neue Barßeler Rathaus

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 23.06.2024 14:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bürgermeister Nils Anhuth konnte zur Einweihung des neuen Rathauses in Barßel im Foyer zahlreiche Gäste begrüßen und zeigte noch einmal die freigelegte Kapsel des alten Rathauses mit einer Flasche Doppelkorn, die im Mauerwerk eingemauert war. Foto: Passmann
Bürgermeister Nils Anhuth konnte zur Einweihung des neuen Rathauses in Barßel im Foyer zahlreiche Gäste begrüßen und zeigte noch einmal die freigelegte Kapsel des alten Rathauses mit einer Flasche Doppelkorn, die im Mauerwerk eingemauert war. Foto: Passmann
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Rund 100 geladene Gäste kamen zum Festakt – und zahlreiche Bürger. Für den Neubau gab es Lob – dabei war er durchaus umstritten.

Barßel - Rund zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die Gemeinde Barßel an diesem Sonnabend ihr neues Rathaus an der Langen Straße in Barßel feierlich eingeweiht. Gut 100 Gäste aus Verwaltung, Politik, Mitarbeitern, Architekten und Bauunternehmen waren beim Festakt mit Schlüsselübergabe dabei. Den kirchlichen Segen gab es dazu durch die Pfarrer Christian Wölke, Thomas Perzul und Kai-Uwe Marquard.

Den kirchlichen Segen gab es durch Pfarrer Christian Wölke von der Pfarrgemeinde St. Ansgar Barßel. Foto: Passmann
Den kirchlichen Segen gab es durch Pfarrer Christian Wölke von der Pfarrgemeinde St. Ansgar Barßel. Foto: Passmann

Nach der Einweihung hatte die interessierte Bevölkerung beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom Sitz der Gemeindeverwaltung zu machen. Hunderte von Besuchern schlenderten durch das neue Verwaltungsgebäude. Überwiegend gab es nur lobende Worte für den Bau.

Bürgerbegehren gegen Neubau

Der Neubau des Rathauses war in der Bevölkerung wegen der hohen Kosten umstritten. Es gab laute Kritik bis hin zum Bürgerbegehren mit Bürgerentscheid, der letztlich am nötigen Quorum scheiterte. Beim neuen Rathaus handelt es sich um den ersten Bauabschnitt. Es folgt noch der Bau des Bürgerhauses, das Ende 2025 fertiggestellt sein soll.

Beim Tag der offenen Tür schauten sich die Besucher im Rathaus um. Einige nahmen auch im Foyer Platz. Bild: Passmann
Beim Tag der offenen Tür schauten sich die Besucher im Rathaus um. Einige nahmen auch im Foyer Platz. Bild: Passmann

„Heute haben wir mit dem Rathausneubau einen ersten Meilenstein erreicht. Es ist die bisher größte Hochbaugeschichte der Gemeinde Barßel. Es war ein langer beschwerliche Weg bis zum heutigen Tag“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth in seiner Begrüßungsansprache und ließ die Geschichte Revue passieren.

Echte Ortsmitte schaffen

Ausgangspunkt für alle Aktivitäten rund um das Rathaus war ein Antrag der SPD-Fraktion im Jahr 2012 auf Einbau eines Fahrstuhls im alten Rathaus. Der fand keine politische Mehrheit. Ebenso wenig wie der Vorschlag der Verwaltung zu Umbau und Erweiterung. So wurde dann 2018 ein europaweiter Architektenwettbewerb für ein neues Rathaus angeschoben. „Wir glauben, dass wir mit dem Siegerentwurf von Mathias Schneider aus Stuttgart genau die richtige Wahl für das neue Rat- und Bürgerhaus getroffen haben“, so Anhuth. Leider verzögerte sich der Baustart aber durch das Bürgerbegehren und den folgenden Bürgerentscheid. Im Winter 2022 folgte die offizielle Grundsteinlegung.

Symbolische Schlüsselübergabe für das neue Rathaus Barßel (von links.): Dipl.-Ing. Christian Bär, Bürgermeister Nils Anhuth und Architekt Mathias Schneider. Foto: Passmann
Symbolische Schlüsselübergabe für das neue Rathaus Barßel (von links.): Dipl.-Ing. Christian Bär, Bürgermeister Nils Anhuth und Architekt Mathias Schneider. Foto: Passmann

„Ich bin mir sicher, dass wir mit dem neue Rat- und Bürgerhaus und nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts und der Außenanlagen eine echte Ortsmitte herausarbeiten“, so Anhuth. Er dankte unter anderem den beteiligten Planern und Firmen, besonders Architekt Mathias Schneider aus Stuttgart. Seine Vision für das Rat- und Bürgerhaus sei nun in Teilen schon verwirklicht worden. Schneider betonte: „Mir war es wichtig, dass mit dem Bau ein städtebaulicher Context zum Ort geschaffen wird. Das ist mehr als gelungen.“ Dipl. Ing. Christian Bär verglich den Bau mit einer Seefahrt. „Der Bau hat immer mehr Fahrt aufgenommen und Leute an Bord geholt.“

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