Osnabrück Produktivitätskiller Kollege: Im Büro weniger labern, mehr arbeiten!
Kollegen, Chefs und Meetings: Eine neue Umfrage zeigt, dass jene die größten Produktivitätskiller im Büro sind. Doch es ist zu einfach, die Verantwortung für mehr Effizienz am Arbeitsplatz immer bei „den Anderen“ zu suchen.
Stundenlange Meetings mit dem Chef, Smalltalk mit Kollegen, ein Kalender voller Termine: die Klagen über ein unproduktives Arbeitsumfeld im Büro sind nichts Neues. Doch lassen sich wirklich all diese Probleme auf andere abwälzen?
Fast jeder vierte Büroangestellte wird eigenen Angaben zufolge täglich zehnmal oder öfter bei seiner Arbeit unterbrochen, wie eine neue Umfrage zeigt. Die größten Produktivitätskiller? Ablenkung durch Kollegen, ineffektive Führungsstile und zu viele Meetings. Dabei ist die Lösung des Problems doch ganz einfach: Weniger labern, mehr arbeiten.
Kollegen, die mal eben „kurz“ etwas fragen oder Smalltalk über das Wochenende führen wollen, sind die Hauptverdächtigen. 32 Prozent der 2000 Befragten gaben an, dass sie sich durch ihre Kollegen am stärksten abgelenkt fühlen. Doch haben es die Arbeitnehmer nicht bis zu einem gewissen Grad selbst in der Hand, wie viel Raum sie der Ablenkung geben wollen? Die eigene Produktivität liegt auch in der eigenen Verantwortung.
Je mehr Selbstvertrauen die Arbeitnehmer in ihre eigenen Fähigkeiten haben, desto weniger Fragen und Unsicherheiten ergeben sich. Die „kurzen“ Rückfragen beim Kollegen könnten sich erübrigen, wenn Klarheit über die eigenen Aufgaben herrscht.
Wo die Eigenverantwortung der Angestellten endet, beginnt die Verantwortung der Führungskraft. Knapp ein Drittel der Befragten bemängelten die Ineffektivität des Chefs. Führungskräfte sollten ihre Rolle als Produktivitätsmanager ernst nehmen. Eindeutige Aufgabenstellungen, realistische Deadlines und vor allem weniger Mikromanagement könnten helfen. Und auch der Produktivitätsbremse „Meeting“ könnte damit Abhilfe geschaffen werden. Braucht es wirklich jedes Meeting und immer das große Plenum? Die Antwort ist meist nein.
Für mehr Produktivität im Büro müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen Verantwortung übernehmen.