Jugendteams sind Niedersachsenmeister  Historische Turniersiege für TiMoNo und Rot-Weiß Emden

| | 17.06.2024 18:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Eine ohnehin schon starke Saison krönten die D-Juniorinnen vom SV TiMoNo nun in Barsinghausen. Foto: NFV
Eine ohnehin schon starke Saison krönten die D-Juniorinnen vom SV TiMoNo nun in Barsinghausen. Foto: NFV
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In Barsinghausen fanden die Finalturniere beim Girls-Cup (D-Juniorinnen) und vom Sparkassen-Cup (E-Junioren) statt. Die Sieger kamen nicht wie üblich aus Wolfsburg, Havelse oder Braunschweig.

Ostfriesland - Herausragende Erfolge feierten am Wochenende zwei ostfriesische Nachwuchsfußballteams auf den Sportplätzen des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in Barsinghausen. In der Nähe von Hannover gewannen am Samstag zunächst die D-Juniorinnen des SV TiMoNo den Girls-Cup. Am Sonntag setzten sich dann auch noch die E-Junioren vom TuS Rot-Weiß Emden gegen die Konkurrenz aus ganz Niedersachsen beim Sparkassen-Cup durch.

Die E-Jugend von Rot-Weiß Emden ist Niedersachsenmeister. Foto: NFV
Die E-Jugend von Rot-Weiß Emden ist Niedersachsenmeister. Foto: NFV

Beide Teams sind in ihrer Altersklasse nun Niedersachsenmeister – in beiden Altersklassen gelang dies laut NFV-Siegerliste zum ersten Mal einer Mannschaft aus Ostfriesland. Die beiden Wettbewerbe sind offizielle Sichtungsturniere des NFV. Zunächst gibt es regionale Vor- und Zwischenrunden, dann das Finalturnier in Barsinghausen. Für dieses qualifizierten sich jeweils 16 Mannschaften.

So lief es bei TiMoNo

In der Siegerliste beim Girls-Cup, die 2012 startete, tauchte bisher meist der VfL Wolfsburg auf und noch nie eine ostfriesische Mannschaft. Doch nun schafften es die Überfliegerinnen vom SV TiMoNo, die bisher eine herausragende Saison spielen. „Das war eine überragende Mannschaftsleistung des ganzen Teams“, sagte Frank Lünemann. Er trainiert das Team zusammen mit Jörn Janssen. In dieser Saison gab es schon den Ostfrieslandmeistertitel, den Ostfrieslandpokal-Sieg und das Erreichen des Finalturniers beim Edeka-Masters-Cup in Berlin – und nun folgte am Samstag die Krönung in Barsinghausen.

In der Vorrunde landete der SV nach Siegen gegen den SV Nenndorf (1:0) und Güldenstern Stade (2:0) auf Platz hinter dem VfL Wolfsburg. Diese 15-minütige Partie wurde 0:1 verloren. Im Viertelfinale folgten vom Spielverlauf her ein souveräner 1:0-Erfolg gegen den PSV GW Hildesheim und dann zwei Neunmeter-Dramen im Halbfinale und Finale. Gegen die MSG Erbstorf/Brietlingen (Kreis Heide-Wendland) waren nach 15 Minuten noch keine Tore gefallen, dafür dann neun im Neunmeterschießen. Am Ende hieß es nach einigen „Verlängerungen“ 5:4.

Ein Trainingslager gewonnen

Im 20-minütigen Finale wartete dann die JSG Essen/Bevern/Bunnen. „Das war ein sehr spielstarker Gegner. Wir haben als Team aber super dagegengehalten“, so Frank Lünemann. Wieder fielen keine Treffer in der regulären Spielzeit. Im Neunmeterschießen verwandelte der SV seine ersten beiden Versuche, der Gegner scheiterte zweimal an der Torhüterin – danach kannte der Jubel keine Grenzen. „Eine ganz tolle Leistung der gesamten Mannschaft“, so Lünemann. Gewonnen hat das Team nicht nur einen großen Wanderpokal, sondern auch auch ein dreitägiges Trainingslager in Barsinghausen.

Nach der Rückkehr am späten Samstagabend folgte am Sonntag noch die Bezirksmeisterschaft in Büppel. Dort landeten die Ostfriesinnen mit einer großen Kraftanstrengung auch noch auf Platz zwei.

So lief es bei den Emder Jungs

Wie auch bei den D-Juniorinnen waren auch bei den E-Junioren 16 regionale Zwischenrundensieger aus ganz Niedersachsen am Start. Das Turnier der Jungs des Jahrgangs 2013 und jünger fand am Sonntag statt. Dabei blieben die Überflieger von Rot-Weiß Emden in allen sechs Turnierspielen ungeschlagen und gewannen zum Abschluss auch das große Endspiel gegen den TSV Havelse mit 2:0. Die letzten beiden Sieger hießen VfL Osnabrück (2023) und Eintracht Braunschweig (2022). Auch die Emder Jungs erhielten wie die TiMoNo-Mädels als Siegerpreis ein dreitägiges Trainingslager.

„Die Jungs haben einen wahnsinnigen Aufwand betrieben und sind belohnt werden“, freute sich Marian Ciaciak. Der 30-Jährige ist Teil eines Trainerteams von Rot-Weiß, zu dem momentan noch Markus Tebben und Albert Smit gehören. Ciaciak war am Wochenende mit den Jungs in Barsinghausen und erlebte den historischen Triumph hautnah.

Freistoßtore im Finale

Nach einem 1:0 gegen die JSG Ramelsloh/Maschen, 1:1 gegen MTV Gifhorn und 4:3 gegen SV Brake zogen die Ostriesen als Gruppensieger ins Viertelfinale an, wo BW Tündern 1:0 besiegt wurde. Im Halbfinale gegen den VfL Güldenstern Stade gab es dann ein 4:2 nach Neunmeterschießen. Im Endspiel wartete dann mit dem TSV Havelse ein ebenfalls spielstarker Gegner. „Wir sind uns auch schon mal auf dem einen oder anderen größeren Turnier begegnet“, so Marian Ciciak.

Mit zwei Freistoßtoren von Tjade Andiek und Joel Nguyen wurde der große Coup und 2:0-Finalsieg dann perfekt gemacht. „Wir wissen, dass wir eine sehr talentierte Mannschaft haben und hatten auch gehofft, weit zu kommen. Aber bei so einem Turnier kann natürlich immer viel passieren. Wir sind sehr stolz auf die Jungs.“

Jungs spielen auch in der D-Jugend

Die sind nicht nur in der E-Jugend unterwegs, sondern auch schon fest in der D-Jugend. „Die 2012er, 2013er und sogar manche 2014er trainieren zusammen. Wir lassen sie auch einen Jahrgang höher spielen, damit sie auch dort lernen sich durchzusetzen“, so der Rot-Weiß-Vorsitzende und Jugendtrainer Markus Tebben.

Während die 2012er diese Spielzeit schon altersmäßig fest in der D-Jugend spielen mussten, taten es die 2013er auch schon zusätzlich. Dort gelang in der Ostfrieslandliga B der Staffelsieg. Mit dabei sind auch zwei Söhne von Marian Ciaciak – Dilaver Nguyen (Jahrgang 2012) und Joel Nguyen (2013) liegen genau ein Jahr auseinander. „Beide haben am 24. Juni Geburtstag“, so Ciaciak.

Für die E-Junioren von Rot-Weiß Emden ist die Saison auch noch nicht zu Ende. Am Freitag können sie noch Ostfrieslandmeister werden. Dabei treffen sie beim Finalturnier auf die anderen beiden Ostfrieslandliga-Staffelmeister SpVg Aurich und HSG Gemeinde Hinte.

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