Hamburg  Polizei warnt vor Betrugsmasche rund um Kabelanschlüsse

Eva Dorothée Rasch
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Von Eva Dorothée Rasch
| 13.06.2024 13:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei rät, niemandem die Tür zu öffnen, der vorgibt, den Kabelanschluss überprüfen zu wollen. Foto: Colourbox.de
Die Polizei rät, niemandem die Tür zu öffnen, der vorgibt, den Kabelanschluss überprüfen zu wollen. Foto: Colourbox.de
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Beim Kabelfernsehen fällt Ende Juni das Nebenkostenprivileg weg. Das nutzen Kriminelle aus, um sich unter dem Vorwand, sie seien Mitarbeiter von Kabelanbietern, Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Sie wollen aber keine Verträge verkaufen, sondern unbemerkt Wertsachen stehlen.

Ab dem 1. Juli 2024 müssen sich Mieter selbst um ihren Kabelanschluss kümmern. Vermieter dürfen die Kosten für den Fernsehanschluss dann nicht mehr über die Nebenkosten abrechnen. Dieses Ende des Nebenkostenprivilegs nutzen Kriminelle aus, warnt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Sie geben sich als Mitarbeiter von Kabelanschlussanbietern aus und versuchen so, sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

Die Betrugsmasche ist simpel, aber effektiv: Die Täter bieten an, den Kabelanschlussvertrag und die Installation persönlich zu überprüfen. Mit diesem Vorwand verschaffen sie sich Zugang zu Wohnungen und Häusern. Ihr eigentliches Ziel ist es, Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu stehlen, während die Bewohner abgelenkt sind. Trotz Anwesenheit der Opfer gelingt es den Kriminellen häufig, unbemerkt die Räumlichkeiten zu durchsuchen.

Die Polizei rät zur Vermeidung solcher Betrugsfälle, dass man keine fremden Personen in die Wohnung oder das Haus lassen soll. Sollten Zweifel bestehen, ob es sich tatsächlich um Mitarbeiter des Kabelanschlussanbieters handelt, empfiehlt es sich, bei der jeweiligen Firma nachzufragen. Bei verdächtigen Vorkommnissen sollten Sie nicht zögern, die Polizei über die Notrufnummer 110 zu kontaktieren.

Aber nicht nur durch Kriminelle droht im Zusammenhang mit dem Ende des Nebenkostenprivilegs Ungemach. Verbraucherschützer warnen auch vor Drückerkolonnen an der Haustür. Die sogenannten Medienberater drohen oftmals mit der Abschaltung des Kabelanschlusses. Ihr eigentliches Ziel ist aber, dass Verbraucher teure Neuverträge abschließen.

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