Europawahl in Ostfriesland  CDU und AfD legen zu – Grüne und SPD verlieren

| 09.06.2024 19:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit 18 Uhr wird in den Wahllokalen ausgezählt Foto: Martin Schutt/dpa
Seit 18 Uhr wird in den Wahllokalen ausgezählt Foto: Martin Schutt/dpa
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Um 18 Uhr haben die Wahllokale geschlossen, die Europawahl wird ausgezählt. In Ostfriesland ergeben sich ähnliche Entwicklungen wie auf Bundesebene.

Ostfriesland - In Ostfriesland zeichnen sich die ersten Ergebnistrends bei der Europawahl ab. Danach legt die CDU in den drei Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie in der Stadt Emden zu.

Auf Landkreis-Ebene ist die Union in Ostfriesland stärkste Kraft, nur in Emden liegt die SPD noch vorn. Besonders viele Stimmen holte die CDU auf den Inseln und in der Gemeinde Uplengen. Dort verzeichnete die Partei 38,8 Prozent, deutlich vor den anderen Parteien. Ähnlich hoch ging es in der Samtgemeinde Jümme.

Die SPD verliert tendenziell überall. In der Stadt Emden holte sie mit 26,3 Prozent die meisten Stimmen. In der Gemeinde Südbrookmerland holten die Genossen mit 24,1 Prozent der Stimmen weniger als die AfD, die dort auf 24,4 Prozent kommt.

Die Grünen verlieren im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren zum Teil deutlich. Kamen sie 2019 vielerorts auf rund 20 Prozent, erreichen sie (Stand 21 Uhr) jetzt kaum noch die Hälfte. Besonders auffällig ist der Absturz in der Stadt Leer, wo die Partei satte 13,1 Prozentpunkte abgeben musste und von 26,6 auf 13,5 Prozent fiel. Insgesamt mussten die Grünen auf den Inseln herbe Verluste hinnehmen: Wo sie von Borkum bis Wangerooge bei der letzten Europa-Wahl noch bei rund 25 Prozent lagen, stürzte die Partei auf allen Inseln in Bereiche zwischen 12 und 14 Prozent. Ausnahme ist Spiekeroog, da bekam die Partei 21,6 Prozent, konnte bei der letzten Wahl allerdings stattliche 35,6 Prozent verzeichnen und war somit Wahlsieger auf der Insel. Das ist nun die CDU. Spiekeroog ist mit 401 Wählern auch die kleinste Gemeinde in Ostfriesland.

Deutlich anders sieht es bei der AfD aus. Die Partei steigert ihr Ergebnis zum Teil deutlich von rund 10 Prozent bei der Wahl vor fünf Jahren auf knapp 20 Prozent jetzt. Besonders in den Gemeinden Großheide (25,6 Prozent) und Südbrookmerland (24,5 Prozent) verzeichnet die Partei hohe Ergebnisse. Die ostfriesische AfD-Spitzenkandidatin Anja Arndt kann in ihrer Heimat, der Samtgemeinde Jümme, 17,4 Prozent verzeichnen. Auf allen ostfriesischen Inseln hingegen erreicht die Partei nur zwischen 6 und 8 Prozent der Stimmen.

Das Bündnis Sarah Wagenknecht BSW erreicht in vielen Kommunen um die 5 Prozent. In Emden konnte das neue Bündnis sogar aus dem Stand 7 Prozent verzeichnen.

Die Wahlbeteiligung in Ostfriesland lag bei der Europa-Wahl bei rund 60 Prozent. In Emden war sie mit 56,44 Prozent etwas schwächer. Die Briefwahlbeteiligung war in diesem Jahr außerordentlich. Der Landkreis Leer verzeichnete beispielsweise 20.120 Briefwahlstimmen, Rekord, wie der Kreis mitteilte.

Aktuelle Ergebnisse aus der Region finden Sie hier.

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