Hamburg Joe Bidens Friedensplan für Gaza: Israel hat den Krieg verloren
Den PR-Krieg im Westen hat die Hamas längst für sich entschieden, das zeigen die allgegenwärtigen antisemitischen Ausschreitungen an Universitäten und auf den Straßen. Wird jetzt Joe Bidens Plan umgesetzt, gewinnt die Terrororganisation auch den realen Krieg in Gaza.
Nun also wieder ein Friedensplan. Drei Phasen sollen es diesmal sein, die Details sind fast egal: Geiseln gegen inhaftierte Palästinenser, Waffenstillstand, Rückzug der israelischen Armee, Wiederaufbau mit internationaler Hilfe. Selbst wenn sich Israel und die Hamas auf den jetzt von Joe Biden verkündeten Plan einigen können: Wie lange wird das wohl halten? Die Aussichten auf Frieden in Nahost sind und bleiben düster.
Die ehrliche Bestandsaufnahme lautet: Die Hamas hat diesen Krieg gewonnen. Sie hat ihn an den westlichen Universitäten gewonnen, sie hat ihn auf den Straßen gewonnen, sie hat ihn beim Eurovision Song Contest gewonnen. Und jetzt auch in Gaza, wenn der Biden-Plan umgesetzt wird. Die Hamas lernt: Massaker und Geiselnahmen lohnen sich. Das Geld für den Wiederaufbau wird erneut in ihre Taschen wandern, auf die ausländischen Konten und in die Protzvillen ihrer Führer.
Die Verlierer sind Israel – und die Palästinenser. Hier die einzige Demokratie im Nahen Osten, die international so isoliert ist und unter Druck steht wie lange nicht. Und dort die Zivilbevölkerung im Gazastreifen, die ewiger menschlicher Schutzschild für Terroristen bleibt. Ihr Leid ist fest einkalkuliert in der grausamen Rechnung der Hamas.
Für die Israelis immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer: die nächste Wahl. Sie haben die Chance, Benjamin Netanjahu und seine extremistischen Koalitionspartner, die ihre Bevölkerung nicht vor dem Massaker am 7. Oktober geschützt haben, wieder loszuwerden. Israel kann sich dann erneut auf den mühsamen Weg zu mehr Sicherheit und Frieden in der Region machen. Hoffentlich unterstützt von guten Freunden mit besseren Ideen als heute.