Umzug in Leer  Landkreis sucht Standort für Zulassungsstelle

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 03.06.2024 13:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Für den heutigen Standort des Straßenverkehrsamtes an der Ringstraße wird Ersatz gesucht. Foto: Wolters/Archiv
Für den heutigen Standort des Straßenverkehrsamtes an der Ringstraße wird Ersatz gesucht. Foto: Wolters/Archiv
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Für das Gebäude an der Ringstraße in Leer soll ein Ersatz gefunden werden. Vielleicht wird ein Objekt gemietet. Wird an der Stelle die Rettungswache gebaut?

Leer - Zieht das Straßenverkehrsamt mit der Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises Leer mittelfristig um? Das Gebäude an der Ringstraße in Leer ist in die Jahre gekommen. Seit einiger Zeit steht im Raum, dass die Behörde umziehen soll. Einen Neubau wird es jedenfalls auf absehbare Zeit nicht geben, teilt Landkreissprecher Philipp Koenen mit.

„Konkrete Planungen für einen Neubau gab und gibt es nicht“, so Koenen. Es gebe jedoch Überlegungen, Räume für das Straßenverkehrsamt zu mieten. Dazu würden Gespräche geführt. Ein konkretes Objekt, das für einen Umzug des Straßenverkehrsamtes geeignet wäre, erwähnt er in diesem Zusammenhang nicht.

Rettungswache ist ein Dauernotstand

Sollte das Amt samt der Zulassungsstelle an einen anderen Ort umziehen, wäre das bisherige Gebäude an der Ringstraße frei. Es befindet sich im Eigentum des Landkreises. Immer wieder tauchte die Überlegung auf, das Gebäude abzureißen und dort einen Neubau für die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Leer, zu bauen. Für diese Einrichtung wird nämlich seit mehr als zehn Jahren ein neuer Standort gesucht.

„Für den neuen Rettungsdienstbedarfsplan hatte der Landkreis einen Gutachter beauftragt“, schreibt Koenen dazu. Dieser Gutachter empfehle mit Blick auf den Standort für eine neue Rettungswache in Leer, dass die gute Anbindung an die B 436 (Stadtring) und die B 70 sowie die Nähe zum Stadtkern beibehalten werden sollte. Laut dem Gutachter sollte ein neuer Standort möglichst nahe an der jetzigen Wache in Leer liegen. Diese befindet sich an der Heisfelder Straße in der Nähe der Stadtringbrücke.

Grundstück kommt grundsätzlich infrage

Laut Koenen befinde sich das Grundstück an der Ringstraße in diesem Suchraum. „Es käme daher potenziell infrage“, so der Sprecher. Aus anderer sicherer Quelle hat diese Zeitung jedoch erfahren, dass der Standort des Straßenverkehrsamtes für die Rettungswache als ungeeignet betrachtet wird – es liegt nämlich in einem Dreieck mit der Zufahrt auf den Stadtring und der Zufahrt zum Multi Nord, Aldi und Hagebaumarkt.

Das Straßenverkehrsamt an der Ringstraße könnte der neue Standort für die Rettungswache werden – oder doch nicht? Foto: J.Bambrowicz
Das Straßenverkehrsamt an der Ringstraße könnte der neue Standort für die Rettungswache werden – oder doch nicht? Foto: J.Bambrowicz

Dort ist vor allem zu den Geschäftszeiten bereits sehr viel Verkehr, teilweise bilden sich Rückstaus vorm Stadtring. Bei einer Ausfahrt zum Einsatz müssten Rettungswagen und Notarzt sich in dieser Situation durchsetzen. Allerdings bleiben sonst in dem Suchraum nicht viele andere Möglichkeiten. Die Rettungswache des DRK ist seit Jahren zu klein und entspricht nicht den heutigen Anforderungen. Versuche, einen Umzug in ein anderes Gebäude oder einen Neubau zu ziehen, sind bisher sämtlich gescheitert.

Lange Suche nach Fläche für die Wache

Ein Grundstück auf der Rückseite der heutigen Wache in Richtung Hallenbad wurde verworfen, weil dort Versorgungsleitungen liegen, die nicht überbaut werden dürfen. Nach langen Verhandlungen mit dem Kostenträger, den Krankenkassen in Niedersachsen kaufte der Kreisverband des DRK ein Gebäude am Nüttermoorer Sieltief. Dorthin ist zwar die Verwaltung sowie weitere Abteilungen des DRK umgezogen – der Umzug der Rettungswache scheiterte an Vorgaben der Kassen und der Finanzierung.

Dann zog der Landkreis Leer die Reißleine und kündigte an, die Rettungswache in einen Neubau am Klinikum zu integrieren. Diese Pläne wurden zwei Jahre lang verfolgt, es gab auch Gespräche über die Finanzierung mit den Krankenkassen, doch auch diese Planung scheiterte. Die Frage nach einem anderen Grundstück für einen Neubau blieb bis jetzt unbeantwortet – und laut Koenen hat sich an diesem Sachstand bis jetzt nichts geändert.

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