Explodierende Baukosten Grundschulneubau in Bunde wird deutlich teurer
Damit die Grundschule Bunde die Anforderungen an die Inklusion erfüllen kann, muss ein zusätzliches Gebäude her. Das kostet deutlich mehr als ursprünglich geplant. Doch es gibt auch gute Nachrichten.
Bunde - Eigentlich hätten Politik und Verwaltung in Bunde lieber einen Vorzeige-Neubau für die Grundschule Bunde realisiert. Als klar wurde, dass es für das mehr als zehn Millionen Euro teure Projekt keinerlei Fördergeld geben wird, musste man sich von dieser Optimal-Lösung verabschieden. Aber selbst die abgespeckte Variante bedeutet für die Gemeinde einen ordentlichen Griff ins Portemonnaie.
In der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstagabend stellte der Architekt Andreas Kleine aus Bunde die Pläne zur inklusiven Gestaltung und Erweiterung der Grundschule in der Straße Kellingwold vor. Für 3,5 Millionen Euro soll ein zusätzliches, zweieinhalbgeschossiges Gebäude entstehen. „Inbegriffen in diese Summe ist die Umgestaltung des Schulhofs“, berichtete Kleine. Ziel sei ein Baubeginn im kommenden Jahr.
Teure Pflichtaufgabe
Die Gemeinde muss bei der Planung drei Faktoren Rechnung tragen. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetrieb muss erfüllt werden, es müssen inklusive Voraussetzungen für Schüler geschaffen werden, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und die Einrichtung muss auf die steigenden Schülerzahlen ausgerichtet sein. Das Vorhaben ist also eine Pflichtaufgabe, die die Gemeinde erfüllen muss, auch wenn‘s teuer wird.
Ursprünglich hatte die Gemeinde mit Kosten von 2,9 Millionen Euro kalkuliert. „Es wird in den nächsten zwei Jahren weiter wird mit einer Baukostensteigerung von acht bis neun Prozent gerechnet“, so der Architekt. Diese Prognose sei in der Kalkulation berücksichtigt. „Wenn es dann wider Erwarten doch günstiger wird – umso besser“, so Kleine.
Genug Platz auf dem Schulhof
Das zusätzliche Gebäude bietet Platz für sechs Klassen und soll auf einem Teil des Schulhofs errichtet werden. Das hatte in der Vergangenheit in der Lehrerschaft für Verärgerung gesorgt, weil ein Teil des Schulhofs dem Neubau zum Opfer gefallen wäre. Ausreichend Platz zum Spielen und Toben sei aber unabdingbar, damit die Schüler nach den Pausen wieder aufnahmefähig für den Unterricht seien, begründeten die Lehrer ihre Bedenken.
Bürgermeister Uwe Sap konnte jetzt in der Sitzung die gute Nachricht verkünden, dass sich die Schulhoffläche nun kaum reduzieren wird. „Es ist gelungen, ein Nachbargrundstück zu erwerben“, nannte der Bürgermeister den Grund.