Osnabrück Wenn Kinder und Jugendliche schwerkrank werden: Diese drei Geschichten machen Mut!
Ob Krebs, Hirntumor oder Muskelkrankheit: Auch Jugendliche erkranken schwer oder tödlich. Doch die Krankheit muss nicht das letzte Wort haben. Die „37°“-Reportage „Ich habe noch so viel vor“ zeigt, wie drei Teenager ihren lebensbedrohlichen Erkrankungen trotzen.
Diagnose Knochenkrebs – mit zwölf Jahren erhält Annika diese Nachricht! Und auch, als ihr rechtes Bein amputiert werden muss, gibt sie ihren Lieblingssport, das Feldhockey, nicht auf.
Denn Annika, inzwischen 15 Jahre alt, lässt sich nicht unterkriegen. Ihre Freundinnen, die Schule, die Geschwister und Eltern – alle helfen dem Mädchen, geben ihr damit Selbstvertrauen. Sodass sie nun ganz trotzig sagt: „So schnell bekommt der Tod mich nicht!“ Und tatsächlich: Eine neue Therapie scheint die Metastasen zu stoppen beziehungsweise zu verkleinern. Ein Hoffnungsschimmer.
Annika ist eines der Schicksale, an denen die ZDF-Autorinnen Annette Kanis und Anna-Lisa Gasteier vor allem eines aufzeigen: Den Lebensmut von Menschen, die, wie man so schon sagt, „noch ihr ganzes Leben vor sich haben“ – trotz Metastasen und Lähmungen.
So wie beim jetzt 17-jährigen Niklas. Während einer Hirntumor-Operation erleidet er einen Schlaganfall. Seitdem muss der Teenager seine Feinmotorik verbessern. Der sportliche Junge fährt daher Tausende von Kilometern mit dem Rad, erlangt dadurch Kontrolle über sein Gleichgewicht.
Gleichzeitig engagiert sich Niklas sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und träumt mit einem Freund aus Kliniktagen vom gemeinsamen Hobby: dem Fliegen. Obwohl es Niklas als Schlaganfallpatient verboten ist, einen regulären Flugschein zu machen, hofft er doch, eines Tages eine Genehmigung für das Fliegen mit einem Sonderflugzeug zu erlangen.
Auch die an einer Muskelkrankheit (spinale Muskelatrophie) leidende Laura-Jane (27) steht mitten im Leben – selbst wenn sie schon bei scheinbar einfachen Sachen, wie dem Öffnen von Milchtüten oder dem Zuschnüren von Schuhen, Assistenz braucht. Sie schreibt einen eigenen Blog und engagiert sich bei der Hospizbewegung „Grüne Bande“. Die will jungen Kranken glückliche Momente – etwa in Freizeitparks – ermöglichen. Und auch wenn die Diagnosen der Ärzte negativ sind, setzt Laura-Jane dem doch stets etwas Positives entgegen.
Und Richtig! Denn sie hat die schlechten Nachrichten bezüglich ihrer Krankheit längst überlebt. Und obwohl die Erkrankung meistens mit einem verfrühten Tod endet, und sich ihr Zustand nur verschlechtern kann, pfeift die junge Frau auf die Prognosen der Ärzte. „Die kann man in die Tonne kloppen“, so die burschikos Auftretende. Wichtig sei ihr sowieso das Hier und Jetzt. Das, was „morgen“ sein werde, gelte für sie einfach nicht.
Ein gesunder Geist in einem kranken Körper! Dass das möglich ist, zeigen die beiden Autorinnen der Sendung anhand des Lebensmuts der drei hier zunächst todgeweihten Jugendlichen, bei denen nicht nur die Erkrankten selbst zu Wort kommen, sondern auch deren Angehörige und Freunde. Ein manchmal Tränen treibender, aber auch immer wieder Mut machender, starker Film.
„37ᵒ – ‚Ich habe noch so viel vor!‘ - Jung, schwer krank, lebensmutig“ läuft am 21. Mai (Dienstag) um 22.15 Uhr im ZDF – oder jederzeit in der Mediathek.