Osnabrück  So machen sich die jungen Eliten des Westens zu nützlichen Idioten der Hamas 

Lucas Wiegelmann
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Von Lucas Wiegelmann
| 03.05.2024 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Demonstrant schwenkt die palästinensische Flagge über dem Campus der Columbia University in New York Foto: AP/Mary Altaffer
Ein Demonstrant schwenkt die palästinensische Flagge über dem Campus der Columbia University in New York Foto: AP/Mary Altaffer
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In den USA, aber auch in Europa hantieren Studierende mit Völkermord- und Apartheid-Vorwürfen gegen Israel. Und folgen damit brav dem Drehbuch, das die Terroristen der Hamas für sie vorgesehen haben.

Als die Hamas-Terroristen am 7. Oktober vergangenen Jahres mehr als tausend israelische Männer, Frauen und Kinder ermordeten, konnten sie nicht genau wissen, wie Israel, wie die USA und andere Mächte reagieren würden. Nur auf eines konnten sie sich verlassen: dass die internationale linke Friedensbewegung selbst nach einer derart entgrenzten Bluttat schneller zur bewährten Täter-Opfer-Umkehr schreiten würde, als man „Allahu akbar“ schreien kann. 

Die Drahtzieher kalkulierten ein, dass die Sympathien vor allem vieler junger Menschen im Westen gerade nach dem Zivilisationsbruch der Hamas schon bald umso entschiedener den Palästinensern gehören würden, nicht dem angegriffenen Staat Israel und seinen Menschen. Wie sehr diese paradoxe Wette aufgeht, sieht man in diesen Tagen an vielen Universitäten, amerikanischen, aber auch europäischen.

Ausgerechnet an diesen Orten der Gelehrsamkeit machen sich immer mehr Studierende zu nützlichen Idioten der Islamisten, wenn sie mit Völkermord- und Apartheid-Vorwürfen gegen Israel hantieren oder antisemitische Boykott-Fantasien entwickeln.

Damit säen sie nicht nur Zweifel an der Legitimität des jüdischen Staates. Sie gefährden auch die persönliche Sicherheit von Juden in aller Welt: Israels Sicherheitsbehörden raten Landsleuten schon davon ab, auch nur den Eurovision-Song-Contest in Malmö zu besuchen – zu gefährlich. Eine Bedrohungslage, die den Studierenden in Amerika und Europa keine Demo wert ist.

Zum Glück hat der amerikanische Präsident Joe Biden deutlich gemacht, dass ihn die Uni-Proteste nicht abbringen werden von seiner Linie im Nahost-Konflikt: unmissverständliche Solidarität mit Israel, was Meinungsverschiedenheiten in Fragen des konkreten Vorgehens nicht ausschließt. Es ist die Linie der Vernunft, die dem Westen insgesamt als Leitfaden dienen kann. Und die sich die Strategen der Hamas am wenigsten gewünscht hätten.

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